CMS Login

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

728x90

Rubriken

Grunderwerbsteuer


Steuer für den Kauf von Grundstücken

Beim Kauf von Grundstücken in Österreich wird die sogenannte Grunderwerbsteuer fällig. Diese Steuer kommt zum größten Teil den vor Ort betroffenen Gemeinden zugute.

Die Grunderwerbsteuer bei einem entgeltlichen Übertrag beträgt derzeit (2015) im Allgemeinen 3,5% vom Kaufpreis.

Beim Erwerb durch nahe Verwandte (Ehegatten -auch bei Scheidung-, Elternteil, Kinder oder durch Enkel-, Stief-, Wahl-, Schwiegerkinder des Verkäufers/Übergeber) reduziert sich dieser Satz auf 2%.

Seit 1.8.2008 ist die Grunderwerbsteuer auch bei Erbschaft oder Schenkung fällig. Die Berechnung der Grunderwerbsteuer erfolgt hier über den 3-fachen Einheitswert des Grundstücks.

Mit 1.6.2014 ist eine (durch den Verfassungsgerichtshof 2012 angeordnete) Änderung der Grunderwerbsteuer in Kraft: Bei Schenkungen, Erbschaften und Verkäufen innerhalb der Familie ist als Berechnungsgrundlage der 3-fache Einheitswert vorgesehen. Neffen, Nichten und Geschwister gelten allerdings nicht als Begünstigte vorgesehen - Lebensgefährten hingegen schon. Der Steuersatz beträgt 2 Prozent der Berechnungsgrundlage. Mehr Infos über diese Regelung bei den Linktipps!

Änderung Grunderwerbsteuer per 1.1.2016

Schon per 1.1.2016 ist schon die nächste Änderung bei der Grunderwerbsteuer in Sicht: Hinkünftig wird bei Erbschaften und Schenkungen der (höhere) Verkehrswert (Ermittlung via Immobilienpreisspiegel der WKÖ bzw. Modell des BMF) der Liegenschaft herangezogen.

Der Steuersatz wird bei Beträgen (Verkehrswerten) über 400.000 Euro von 2 auf 3,5% erhöht, zwischen 250.000 und 400.000 Euro liegt dieser bei 2% und bei Werten unter 250.000 Euro sinkt der Satz von 2 auf 0,5 Prozent. Bei Beträgen über 400.000 Euro werden aber bis 250.000 Euro und von 250.000 bis 400.000 Euro die geringeren Sätze zur Anwendung gebracht.

Bei unentgeltlichen Betriebsübergaben gilt einen Freibetrag von 900.000 Euro (vorher 365.000 Euro), die weiteren Steuersätze werden gestaffelt (0,5 Prozent bis 250.000 Euro, 2 Prozent bis 400.000 und 3,5 Prozent über 400.000). Alternativ dazu kann auch eine Deckelung mit 0,5 Prozent des ermittelten Wertes herangezogen werden - die günstigere Variante ist dann Berechnungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Die Steuer kann dann auch auf fünf Jahre verteilt werden, Schulden bei der Übergabe im Familienverband werden ausgeblendet.

Ausnahmen (z.B. in der Landwirtschaft, wo weiter die Berechnung via Einheitswert gilt), Freigrenzen und sonstige Regelungen sowie ausführliche Details zur Grunderwerbsteuer finden Sie bei den Links (Finanzamt, WKO, Wikipedia) unten.

Im Normalfall wird die Abwicklung der Grunderwerbsteuer durch den mit der Abwicklung des zugrundeliegenden Geschäftes beauftragten Notar bzw. Rechtsanwalt erfolgen.

Für den Grundbesitz wird Ihnen übrigens dann die Grundsteuer in Verrechnung gestellt.

Für den Verkäufer von Immobilien (welche nicht zumindest als Hauptwohnsitz genutzt wurden), ist seit 2012 besonders die Steuer auf Immobiliengewinne und Umwidmungsabgabe interessant.

Geldmarie-Linktipps:

Facebook
Zuletzt verändert: 31. 08. 2015, 16h10