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Steuernachzahlung für SelbständigeDie Nachzahlung kommt bestimmt...Als Angestellter erhält man jedes Monat einen Lohnzettel mit mehr oder minder hohen Abzügen (Lohnsteuer, Sozialversicherung & Co.) und muss hier zumeist auch gar nicht viel nachdenken: Was draufsteht, landet bald am Konto. Einzig die Arbeitnehmerveranlagung (Jahresausgleich) bringt ein wenig Abwechslung (und oft auch nette Gutschriften) für Angestellte. Bei Selbständigen sieht das schon ein wenig anders aus: Die wesentlichen Steuern und Abgaben (Einkommensteuer, Sozialversicherung) müssen selbst abgeliefert werden. Und genau darum kommen auch viele Jungunternehmer oft ins Schleudern: Sie unterschätzen das verflixte 2. Jahr. Hier handelt es sich nicht um unternehmerische Veränderungen (die natürlich auch in der Konsolidierungsphase auftreten können) - vielmehr vergisst man im 1. Jahr der selbständigen Tätigkeit oft darauf, sich Geld für Steuer und Sozialversicherung auf die Seite zu legen. Die Einkommensteuererklärung wird nämlich erst nach dem ersten Geschäftsjahr gemacht - dann kommt aber die große Nachzahlung für das vergangene Jahr. Und nicht nur das: Für das laufende Jahr ist auch eine (zumeist) quartalweise Vorauszahlung zu entrichten - basierend auf den Gewinnen des letzten Jahres sowie um ein paar Prozentpunkte nach oben angepasst. Wäre das nicht schon Geld genug - nein, die gewerbliche Sozialversicherung möchte auch noch einen fetten Teil. Schließlich sind Sie ja auch als Selbständiger sozialversichert. Selbständige - wieviel vorsorgen?Auch die Geldmarie kam schon in den Genuss einer "netten" Nachzahlung (plus Vorauszahlung) von Einkommensteuer. Einige Zeit später kriegt man dann auch noch die neue Prämie der Sozialversicherung zu zahlen - da muss schon einiges auf der hohen Kante sein! Mein Tipp: Besprechen Sie die zu erwartenden Zahlungen unbedingt mit Ihrem Steuerberater! Meine Steuerberaterin hat mir die Beträge rechtzeitig (noch im alten Jahr, wo die Höhe der Gewinne schon absehbar war) fast auf den Euro genau berechnet - da war also noch genug Zeit, finanziell vorzusorgen bzw. nicht den gesamten Gewinn zu verprassen. Natürlich kommt es auf Ihren individuellen Gewinn an - als Faustregel kann man aber sagen, dass man ca. 50% der Gewinne auf die Seite legen sollte. Manchmal (bei höheren Gewinnen) sogar ein wenig mehr. Viel Glück in der Selbständigkeit - und kein böses Erwachen im 2. Jahr wünscht: Die Geldmarie. Zuletzt verändert: 20. 02. 2011, 20h17
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