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Die Geldmarie

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Camping Ottenstein


Seecamping Ottenstein im Waldviertel

Der Campingplatz in Ottenstein (am Ottensteiner Stausee) ist insbesondere bei Familien aus Österreich sehr bekannt und beliebt - und so waren es auch mehrfache Empfehlungen von Freunden, welche die Geldmarie samt Family zum Campen für ein Wochenende ins Waldviertel verschlug.

Anreise von Wien sehr einfach

Je nach Wohnort in Wien erreicht man den Ottensteiner Stausee (bzw. das Seecamping Ottenstein) via Auto recht rasch: 1 bis 2 Stunden (je nach Route und Tempo) sind einzuplanen.

Entweder über die Westautobahn nach St. Pölten, dann nach Krems und danach über die B37 bis nach Rastenfeld, schließlich noch durch Peygarten/Ottenstein und nach ein paar Kilometer (vorbei am Staudamm, nicht zu früh abbiegen!) dann links zum (beschilderten) Campingplatz abbiegen.

Auch die Anfahrt via Stockerau, Tulln und Krems macht Sinn und geht rasch bzw. kann auch die Variante Horn, Zwettel (vor Zwettel dann Richtung Rastenfeld abzweigen) passend sein.

Ca. zwei Kilometer geht es noch quer durch die Botanik, dann gelangt man zum Parkplatz des Seecampings Ottenstein.

Dort einparken und durch den Wald bzw. auch über den Weg (nach dem Schranken) runter zum See - dort befindet sich auf einer Halbinsel auch das Haupthaus der gesamten Anlage, in welchem man sich für Camping oder auch für Tretboote, Ruderboote, Kajak, Segelboot & Co. anmeldet.

Möchte man die Anlage nur zwecks Baden besuchen, sind 2 Euro (Erwachsene) bzw. 1 Euro (Kinder) zu entrichten.

Chaos im Camping Ottenstein

Einige Tage vor unserem Besuch riefen wir sicherheitshalber im Seecamping Ottenstein an: Eine Reservierung wäre nicht notwendig bzw. auch erst ab einem Aufenthalt von einer Woche möglich - man habe noch nie jemanden weggeschickt. Gut so, auf gehts...

Am Freitag Nachmittag angekommen, war der erste Eindruck bei der Anmeldung auch gleich ein bleibender Eindruck: Eine Dame hinter der Theke quittierte ein kurze Frage nach der Zuständigkeit bezüglich Anmeldung zuerst mit einem unfreundlichen Kopfschütteln (was so aussah, als wäre sie der Sprache nicht mächtig), nach Nachfrage folgte ein kurz angebundenes "ich nicht"... Die Dame war eben (wie sich später herausstellte) nur für das Abservieren zuständig - und war somit in Sachen Abservieren von Anfragen auch sehr stark...

Nach einigen Minuten des Ausharrens waren wir dann doch dran und die Chefin des Hauses erklärte uns kurz den Hausbrauch (Zeltplatz suchen und dann die Nummer mitteilen) - nicht ohne dazwischen auch noch 4 bis 5 andere Sachen/Anliegen anzufangen...

Wie auch immer: Unser Zeltplatz auf der Halbinsel war bald gefunden (47,76 Euro für 2 Nächte, 1 Zelt, 2 Erwachsene, 2 Kinder), das Zelt unter den Nadelbäumen rasch aufgebaut (mit dem Auto kann man vom Parkplatz oben kurz nach unten fahren und die Ausrüstung ausladen) und es ging ab zum Strand vor dem Haupthaus der Anlage.

Auf ein Getränk wurde verzichtet (zum Glück war noch einiges an Flüssigkeiten von der Anfahrt übrig) - im Haupthaus der Familie Pusch (Inhaber der Anlage) machte sich nämlich inzwischen das totale Chaos breit und die Schlange vor der Kassa bzw. der Anmeldung wurde länger und länger. Kopfschüttelnd und verärgert verließ so mancher Gast die Szenerie - jede Bestellung bzw. Nachfrage war scheinbar mit Schwierigkeiten verbunden und wurde in der Regel mehrfach durch andere Tätigkeiten unterbrochen. Egal, wer diese aufnahm bzw. beantwortete...

Erstaunlich jedoch, dass das Personal (das wohl hauptsächlich aus der Familie bestand) im allgemeinen Chaos scheinbar doch sehr ruhig blieb.

Bis zum Abend sollte sich die Schlange nicht mehr abbauen - und erstmals mussten dann auch Gäste abgewiesen werden: Seecamping Ottenstein ausverkauft! Kein Wunder: Wieder einmal Rekordhitze über Österreich und die Flucht ins Waldviertel wurde am Wochenende zum Trend...

Anlage Camping Ottenstein

Die gesamte Anlage des Seecamping Ottenstein ist ausgesprochen nett gelegen. Das Gelände beginnt am Anfang einer Halbinsel, auf welcher rechts für Camper bzw. Wohnwagen größere Plätze (mit Stromanschluss) auf Terrassen vorhanden sind.

Links davon gelangt man vom Parkplatz über einen Waldweg zum Strand mit Haupthaus der Anlage. Dort befindet sich auch der Sanitärbereich für die Camper, welche mit Zelt im anschließenden Wald campieren.

Rechts vor dem Haupthaus befindet sich ein Bootssteg - auch Kajak fahren, Tretboot oder Ruderboot mieten, Segeln (auch mit Kursen) und weiterer Wassersport wird im Seecamping angeboten.

Vom Strand aus hat man einen sehr netten Blick über den Stausee - welcher (denkt man sich das gegenüberliegenden Ufer weg) sogar an schöne Plätze in Kroatien erinnert. Der Strand verläuft übrigens relativ steil nach unten (auch im Wasser geht es rasch in die Tiefe) - die besten Schattenplätze unter den Bäumen sind bei starker Hitze recht rasch weg (im Sommer gibt es auch viele Tagesgäste)...

Eine Bootsfahrt ist durchaus zu empfehlen: Der Stausee ist kein Seeoval sondern bietet viele Verzweigungen und Buchten, in welchen durchaus Ruhe zu finden ist.

Das Wasser war ob vieler Algen und sonstiger Naturgaben von oben bzw. sehr wenig Regen Ende Juli 2013 ziemlich trüb und grün - sollte aber in der Regel durch den Kamp sehr sauber gespeist werden. Durch die vorangegangene Dauerhitze war aber selbst der Stausee im Waldviertel schon recht aufgeheizt.

Sehr positiv ist die Sauberkeit der Anlage hervorzuheben - auch wenn die Hygieneräume auf Campingplätzen (allgemein gehalten) natürlich ein eigenes Kapitel wären.

Auch sehr positiv: Auf der Zeltinsel (ganz vorne auf der Halbinsel) wird die Nachtruhe recht solide eingehalten - wiewohl natürlich jede Menge Kinder, Jugendliche bzw. auch junggebliebene Camper keine ganz traurigen Menschen sind.

Das Publikum: Hauptsächlich aus Österreich, auf den Zeltplätzen eher jünger, auf den Terrassen (die Dauercamper bzw. Profis mit Riesenzelt, Wohnwagen oder Wohnmobil) ziemlich durchmischt.

Essen im Seecamping Ottenstein

Wahrscheinlich haben wir ein ziemlich chaotisches Wochenende erwischt (erstmalig mussten Camper weggeschickt werden) - eine absolut verbesserungswürdige Organisation würde der Familie Pusch aber wohl ein paar Tausender mehr Ertrag pro Jahr einbringen. Klar ersichtliche Zuständigenkeiten und mehrere Kassen (z.B. für Camping und Boote bzw. für Essen und Trinken) würden wohl das Chaos lindern.

Nur in den Morgenstunden war die Wartezeit (aufs Frühstück - €20,-- für 4 Personen) halbwegs erträglich (die meisten Camper nehmen sich das selbst mit) - danach gab es leider kaum Wartezeiten unter einer halben Stunde. Da verzichtet man gerne auf Getränke (bzw. trinkt Leitungswasser) und Essen (die Karte bietet nur sehr einfache Gerichte) und sieht sich in der Umgebung um.

In Allentsteig wurden wir dabei im Gasthaus Kratochwil fündig, wo man sich wunderbar durch die heimische Küche essen kann. Solche klassischen Gasthäuser findet man leider immer seltener.

Das zweite Abendessen wurde in der Pizzeria Antonio in Peygarten-Ottenstein eingenommen - ein "O.K." ist hier wohl angebracht.

Der kleine Imbiss zwischendurch fiel ob der tagsüber immer langen Warteschlangen leider aus - immerhin konnte man knapp vor Sperrstunde (21h) noch schnell das eine oder andere Bier ergattern.

Schöne, normalerweise ruhige Gegend im Waldviertel

Fazit: Wir haben wohl leider das falsche Wochenende gewählt. Die Familie Pusch und deren Gäste werden wohl im Normalfall (hoffentlich) nicht immer derartigen Stress haben wie Ende Juli 2013 - und falls doch, sollte man sich sehr bald organisatorisch einige Änderungen einfallen lassen. Man braucht ja nicht unbedingt mehr Personal - dieses sollte aber effektiver eingesetzt werden. Vielleicht zahlt sich ja auch eine zweite Registrierkasse aus...

Für Camper abseits der Vollgasszenerie (z.B. für Familien mit Kids) ist ein Ausflug ins Waldviertel bzw. zum Seecamping Ottenstein aber sicher zu empfehlen.

Geldmarie-Linktipps:

Zuletzt verändert: 17. 10. 2018, 11h47