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Die Geldmarie

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Skifahren am Unterberg bei Pernitz


Schifahren im Naturschnee am Unterberg

Wenn der Wiener oder Niederösterreicher ans "regionale Skifahren" denkt, so werden zumeist Lackenhof/Ötscher, das Hochkar, der Hirschenkogel oder das Stuhleck genannt. Kaum jemand weiß, das es -nur rund 70 bis 85 Kilometer von Wien entfernt- ein kleines -aber sehr feines- Skigebiet am Unterberg gibt.

Die Geldmarie entdeckte den Unterberg erst 2015 - als nämlich die neuen Betreiber des Skigebiets ein (erfolgreiches) Crowdfunding starteten um das Skigebiet Unterberg weiterhin als eines der letzten "Naturschneeparadiese" (also ohne Schneekanonen) betreiben zu können. Ein sehr sympathisches, wiewohl (ob der immer häufiger ausbleibenden Schneefälle) durchaus ambitioniertes Projekt, welches nach dem ersten Betriebsjahr im 2. Jahr gleich einen Totalausfall (kein einziger Skitag) verzeichnen musst.

So galt es natürlich auch gleich den Unterberg skitechnisch zu entdecken: Via A2 (Abfahrt Wöllersdorf) nach Pernitz, dort dann rechts Richtung Muggendorf abgebogen, an den Myrafällen vorbei, durch Thal durch und immer dem Straßenverlauf folgend, endet die Straße schließlich beim Parkplatz des Skigebietes, welcher nur an besonders schönen Wochenenden oder in den Schulferien zu klein werden kann.

Insbesondere die Niederösterreicher lieben den Unterberg - die Kennzeichen BN (Baden) und WN (Wiener Neustadt) sind häufig zu finden, aber auch Wiener haben den Unterberg (auch für Touren bzw. Wanderungen) schon längst für sich entdeckt.

Um 28 Euro pro Tag kann man sich vor Ort (in den Ferien und am Wochenende, sonst tel. Voranmeldung!) eine komplette Skiausrüstung (Ski, Stöcke, Schuhe) ausleihen, die Tageskarte für Erwachsene kostet 29,50 Euro, Jugendliche zahlen 26,50 Euro und Kinder bis 15 Jahre dürfen 16 Euro löhnen. Preise, die sehr fair gestaltet sind (Stand Winter 2016/2017).

Mit dem Bus auf die Piste

Ziemlich ungewöhnlich dann die Auffahrt ins Skigebiet: Der Parkplatz (plus Kassa plus Skiverleih) liegt nämlich auf 710 Höhenmeter und zu den 2 Gipfelliften (von denen meistens nur einer in Betrieb ist, da ausreichend) geht es dann mit dem Bus, der in ca. 15 Minuten ruckzuck den Berg erklommen hat.

Zwischen 900 und 1.300 Meter Höhe findet sich dann ein wirklich erstaunlich breites Skigebiet, welches durch insgesamt 3 Schlepplifte (alle sehr gut geplant) wunderbar versorgt wird - wobei wir auch schon beim einzigen Manko wären: Den heute üblichen "Luxus" eines Sesselliftes oder gar einer Gondel gibt es am Unterberg nicht. Skifahren wie damals.

Die Pisten sind ausreichend breit, absolut nicht überfüllt (auch keine ungarischen oder tschechischen Anfänger wälzen sich nach Stürzen in Massen im Schnee, wie anderswo schon oft gesehen) und gut präpariert - 100% Naturschnee garantiert.

Selbst in den Ferien gab es bei den Liften kaum Wartezeiten - gerade wenn ein Skikurs einmal vor einem ist, steht man eben einmal 2-3 Minuten, das kann aber ohnehin überall passieren.

Auch sehr angenehm: Die 3 Lokalitäten (Schutzhaus Unterberg, Bergrestaurant Herzog und Schneidlifthütte) - für Groß und Klein ist hier zu vernünftigen Preisen vorgesorgt und auch dort kommt ein wenig "Skihütte-wie-damals-Feeling" auf. Gut so, denn die laute Sektskihüttenbeschallungsszenerie hat mich ohnehin immer genervt.

Zu den Skipisten sei gesagt: Von leichten bis mittelschweren Pisten ist hier alles zu finden - nur ganz schwere Passagen werden Sie vergeblich suchen. Passend jedenfalls auch für Anfänger (auch ein Kinder-Skiland ist vorhanden) und noch weniger geübte Skifahrer.

Nicht nur am Lift gibt es keinen Stau - durch die große Anzahl an möglichen Pisten verteilen sich die Skifahrer ganz wunderbar und es ist zeitweilig sogar ausgesprochen ruhig!

Sehr nett auch die Talabfahrt (welche bei ausreichender Schneelage unbedingt absolviert werden sollte - sonst muss man ohnehin in den Bus), welche auch für noch nicht sehr geübte Skifahrer machbar ist und durch eine wunderbare Felsenformation führt. Am Schluss dann (an der Myra-Luke vorbei) volle "Schussfahrt" zum Parkplatz.

Macht immer wieder Spaß und auch Sinn (kurze Anreise, kein Kunstschnee, niedrige Preise, lokale Wertschöpfung): Skifahren am Unterberg. Idealerweise auf der Homepage nachsehen, ob auch gerade Betrieb ist - Schneegarantie gibt es nämlich für Naturschneegebiete natürlich keine!

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 17. 10. 2018, 11h53