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Die Geldmarie

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Handyversicherung


Handyversicherung nur selten brauchbar

Es ist nicht viel anders als bei der Fahrradversicherung: Eine Handyversicherung (als Einzelvertrag) sollte man vor dem Abschluss besonders gut durchlesen. Denn der Ärger mit dem "Kleingedruckten" (den Versicherungsbedingungen) ist oft groß. Auch wenn Handyversicherungen zumeist nicht viel kosten - zumeist sind diese nicht einmal diese paar Euro wert...

Handy im Haushalt teilweise versichert

Für manche klassische Versicherungsfälle (Diebstahl aus dem Haus oder der Ferienwohnung, Raubüberfall, Brand etc.) reicht auch die klassische Haushaltsversicherung aus. Doch die meisten Zwischenfälle mit dem Handy sind in der Haushaltsversicherung nicht gedeckt. Schon gar nicht, wenn sich das Handy unsanft zu Boden begibt oder sich in quasi in Luft aufgelöst hat.

Solche Zwischenfälle hat wohl fast jeder Handybenützer schon hinter sich - und da ist man bei beim Handykauf gegenüber einer Handyversicherung oft gar nicht abgeneigt. Ein paar Euro Monatsgebühr oder 50 Euro im Jahr - bei Kosten von bis zu 500 Euro für die Neuanschaffung erscheinen diese dann recht günstig. Man sollte sich aber vorher genau durchlesen (wofür beim Handykauf leider selten Zeit bleibt), was man da unterschreibt - denn zumeist ist auch gleich noch eine Mindestbindefrist (z.B. 24 Monate) vorgesehen.

Und viel Freude im Umgang mit Handyversicherungen wurde bisweilen nicht ruchbar - eher das Gegenteil ist der Fall. Zumeist handelt es sich nämlich im weiteren Sinn nur um erweiterte Technikversicherungen, deren Nutzen ob oft noch vorhandener Garantieleistungen seitens Hersteller ohnehin in Frage zu stellen sind.

Auch wenn in Ihrem Handyversicherungsvertrag u.a. der Verlust des Handys oder die Fehlbedienung des Mobiltelefons mitversichert ist - es lauern in den Versicherungsbedingungen noch jede Menge (oft guter) Gründe, einen Schaden nicht zu bezahlen.

Darüber hinaus sind die meisten dieser Handyversicherungsverträge auch Zeitwertversicherungen - und raten Sie einmal, was man da bei einem 400-Euro-Handy nach einem Jahr an Zeitwert ausbezahlt bekommt...

Als wäre das nicht schon genug: Sehr häufig sind auch Selbstbehalte (50 Euro etc.) in diese Handyversicherungsverträge eingebaut - eine Reparatur lohnt sich da oft gar nicht mehr.

Und haben Sie besonders viel Pech (bzw. sind besonders ungeschickt), so wird der Handyversicherer schon bald von seinem Kündigungsrecht nach Schadensfall Gebrauch machen. Bei größeren Versicherungen sind eigene Handyversicherungen kaum im Angebot - zumeist gibt es hier Spezialversicherer. Das Geschäft mit Handyversicherungen ist nämlich in der Tat sehr mühsam und aufwändig - das gilt für beide Vertragspartner.

Eine Handyversicherung lohnt sich also nur in ganz wenigen Fällen (vielleicht bei extrem teuren Modellen, welche es dieser Tage ohnehin nur noch selten gibt) - und kann auch für ganz schön viel Ärger im Umgang mit der Versicherung sorgen.

Bei Handypreisen von 200 bis 400 Euro (abgesehen von Gratishandys für Neuverträge) sollte man demnach eher auf solche Verträge verzichten. Es sei denn, Sie streiten gerne mit Versicherungen.

Während in Österreich die klassischen Versicherungen solche Verträge eher sehr selten (bzw. nur auf ausdrückliche Nachfrage) anbieten, gibt es in Deutschland hier deutlich mehr Möglichkeiten und Varianten. So bietet z.B. Spezialversicherer Schutzklick Schutzbriefe für Handys, Laptop, Kameras, Tablets und weitere Elektronik an. Mehr zum Thema hier: Elektrogeräte versichern

Ein übrigens sehr beliebter Schmäh bei Haushaltsversicherten: Kaputte Handys von Bekannten als Haftpflichtversicherungsschaden einreichen. Solche Mobiltelefone werden in der Regel von der Versicherung zur Begutachtung angefordert (und geprüft) - bezahlt wird hier bestenfalls der Zeitwert. Ist hier nicht wirklich ein (versichertes) Unglück passiert, sollte man (ob der zu erwartenden Summen und des Ärgers) von "linken Praktiken" besser Abstand halten.

Demanch eher ein "Nein" der Geldmarie zu Handyversicherungen. Sollten Sie trotzdem schon eine Handyversicherung abgeschlossen haben, so prüfen Sie jedenfalls ab und an, ob die Sinnhaftigkeit des Vertrages noch gegeben ist. Die meisten Handyversicherungen sind zwar ohnehin nur auf einen gewissen Zeitraum abgeschlossen - auf 3,4 oder gar 5 Jahre macht eine Zeitwertversicherung beim billigen Handy wenig Sinn.

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Zuletzt verändert: 17. 10. 2018, 12h39