CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

Rubriken

Marderbiss


Marderbisse können teuer werden...

Vorzugsweise der Steinmarder (auch oft Dachmarder oder Hausmarder genannt) ist bei vielen Menschen nicht unbedingt beliebt. Der häufigste Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa ist nämlich kein klassischer Waldbewohner und somit auch häufig im bebauten Gebiet anzutreffen.

Und wenn er nicht gerade die Stromversorgung für ein paar tausend Menschen lahmlegt (was Mardern auch oft das Leben kostet), so sucht er gar nicht so selten "hobbymäßig" auch Motorräume von Autos auf und hinterlässt dort unangenehme Spuren...

Marder lockt Marder an

Es sind primär Reviermarkierungen von anderen Mardern, die das Verwüsten des Motorraumes so attraktiv machen - nicht die (oft vermutete) Motorwärme. Die Duftmarke eines "Kollegen" inspiriert den Marder, spielerisch einige Kabeln, Schläuche und Dichtungen abzubeissen bzw. Dämmmaterial kräftig zu bearbeiten.

Die Geldmarie hat selbst schon einige Male negative Erfahrungen mit Mardern gemacht: War einmal ein Marder unter der Motorhaube, so kriegt man Marder so schnell nicht mehr aus dem Motorraum raus - die Duftmarke des Marders nimmt man nämlich mit!

So schlug einst ein Marder im Urlaub in Aigen im Ennstal erstmals zu. Kaum wieder in der Wiener Peripherie angekommen, wütete der "heimische" Marder ob der steirischen Duftnote. Das Spiel sollte sich noch einige Male (in Wien und in Aigen im Ennstal) wiederholen und kostete viele Nerven ("bringe ich das Auto ohne Motorschaden in die Werkstatt") und auch einiges an Geld.

Die Zündkabeln waren da noch relativ billig - so richtig teuer wurde erst der Wechsel der Lamdasonde (für den Katalysator). Mittlerweile hat die Geldmarie immer einen Reservesatz an Zündkabeln dabei und hofft, dass die Marder sich durch so manche (zugekaufte) "Düfte" im Motorraum abschrecken lassen.

Mittel gegen Marderbiss

Wenn Ihnen Marder pausenlos den Motorraum verwüsten (zuletzt hatte das Untier sogar die Frechheit, mir einen abgenagten Brotlaib als "Dankeschön" im Motorraum zu hinterlassen), ist Schluss mit Tierfreundlichkeit. Nachdem man aber den neuen "Freund" jedoch mit Lebendfallen kaum erwischt (und wenn schon - der Reviernachfolger wartet schon), sollte man sich eher mit tauglichen Mitteln gegen Marder behelfen.

Die Tauglichkeit dieser Möglichkeiten ist jedoch sehr relativ - wie auch der Praxistest der Geldmarie bewiesen hat.

Idealerweise sollten Sie nach einem Marderbiss umgehend eine Motorwäsche veranlassen - nur das kann die Duftmarke des Marders einigermaßen zerstören.

Auch (leider recht teuere) Verkleidungen, Gitter und Schutzrohre (für sensible Kabel und Schläuche) haben sich in der Praxis schon bewährt. Elektronische Geräte, welche den Mardern einen Stromschlag verpassen sind für mardergeplagte Autobesitzer oft die letzte (aber effektive) Lösung. Fragen Sie die Werkstatt Ihres Vertrauens nach derartigen Maßnahmen.

Eher umstritten (wenn auch manchmal wirksam) sind die Klassiker in Sachen Marder: Mardersprays, Duftkapseln, Ultraschall, WC-Steine oder Hunde- und Katzehaare im Motorraum werden oft als wirksam bezeichnet. Aber vielleicht hat ja auch nur der "örtlich zuständige" Marder gerade vor Verwendung dieser Mittel das Zeitliche gesegnet (die Tiere werden 3 bis 10 Jahre alt) und man rechnet diesen "Erfolg" falsch zu...

Versicherung gegen Marderschäden

In den meisten Kaskoversicherungen sind Marderschäden mitversichert - auch in den (billigeren) Teilkaskovarianten. Die Schäden durch Marderbiss sind zumeist nicht allzu groß: Einige Kabeln und Schläuche müssen ausgewechselt werden. Geben Sie der Werkstatt einfach die Polizzennummer bekannt - diese wird den Schaden (abzüglich Selbstbehalt) mit der Versicherung abrechnen.

Schlimmer als die "Knabberei" des Marders sind jedoch die Folgeschäden: Erkennt man einen Marderschaden nicht rechtzeitig, sind Schäden am Katalysator (z.B. durch Ausfall von Zündkabeln) oder Motorschäden (z.B. durch lecke Kühlungschläuche) nicht unwahrscheinlich. Diese Schäden gehen dann wirklich ins Geld - und sind zumeist auch nicht versichert!

Der Weg in die Werkstatt sollte nach einem Marderschaden also nicht unbedingt mit dem "angeknabberten" Auto erfolgen - manchmal ist ein Abschleppen in die Werkstatt durchaus sinnvoll. Oder Sie besorgen sich für den Fall der Fälle (wie die Geldmarie) ganz einfach einen Satz Zündkabeln - welche aber nicht in allen Fällen das bevorzugte Spielgerät von Mardern sind...

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 18. 10. 2018, 11h47