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Die Geldmarie

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Nichtraucherversicherung


Nichtraucher für manche Versicherungen beliebter

Besonders wenn es um die Prämienhöhe von Ablebensversicherungen (Risikoversicherungen) geht, erkennt man, dass die Versicherungsmathematik ihre (statistischen) Aufgaben mittlerweile erledigt hat.

Nein, es handelt sich bei solchen Versicherungsprodukten keinesfalls um raucherfeindlich gesinnte Versicherungsgesellschaften. Vielmehr sind die Statistiker in allen Versicherungen schon in den (noch raucherfreundlichen) 1990ern schlauer geworden: Raucher haben -ganz einfach gesagt- eine höhere Mortalität (Sterblichkeit) als gleichaltrige Nichtraucher.

Dass sich diese Erkenntnis nunmehr auch massiv auf das Produktangebot in Sachen Risikoversicherungen ausgewirkt hat, sollte demnach nicht weiter verwunderlich sein.

Produkt Nichtraucherversicherung

Eigentlich gibt es ja kein klassisches Versicherungsprodukt namens "Nichtraucherversicherung". Es handelt sich primär um eine tarifliche Vergünstigung für Nichtraucher - oder wenn man es anders sehen will: Eine Verteuerung für die "Risikogruppe Raucher". Diese Vergünstigung (oder auch Verteuerung) kommt vordergründig dann zur Anwendung, wenn die gesundheitlichen Risken (Gesundheitsfragen) der Versicherungsnehmer erhoben werden.

Schon vor dem Aufkommen der Produktbezeichnung "Nichtraucherversicherung" wurden sehr starke Raucher mit Prämienzuschlägen "bestraft". Kein Wunder: Wer 30, 40, 50 oder mehr "Tschik" inhaliert, tut seiner Gesundheit mit Sicherheit nichts Gutes. Zuschläge oder die Nichtannahme von Anträge waren oft die logische Konsequenz.

Die Marketingabteilungen der Versicherung erkannten jedoch bald die sich abzeichnende Marktlücke und erfanden die "Nichtraucherversicherung": "Wer nicht raucht, bekommt die Risikoversicherung zum halben Preis". Hintefragen darf man hier jedenfalls die Berechnungsbasis...

Dieses Beispiel ist jedoch gar nicht aus der Luft gegriffen - tatsächlich zahlen Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern oft doppelte Risikoprämien.

Nicht Rauchen reicht nicht immer aus

Es gibt jedoch auch noch andere Kriterien in der Risikobeurteilung. Auch Nichtraucher haben häufig chronische Krankheiten und werden daher seitens Versicherungen mit Zuschlägen oder mit der Ablehnung eines Antrages abgehandelt.

Auch wenn Sie gerade mit dem Rauchen aufgehört haben werden Sie (bei ehrlicher Beantwortung der Antragsfragen) oft noch als Raucher eingestuft. Die meisten Versicherungen lassen sich bei einschlägigen Anträgen eigens eine "Nichtrauchererklärung" unterzeichnen, in welcher festgehalten ist, dass man schon eine bestimmte Zeitspanne (zumeist mindestens ein Jahr) absolut nichts mehr raucht bzw. auch in Hinkunft nicht rauchen darf. Andernfalls muss man das "Raucherdasein" der Versicherung melden und der Vertrag wird neu (teurer) tarifiert.

Beantworten Sie solche Gesundheitsfragen immer ehrlich! Im Leistungsfall könnte die Versicherung nämlich Nachforschungen anstellen - und die falsch beantworteten Nichtraucherfragen lösen sich in Schall und (ehschonwissen) Rauch auf...

Insbesondere bei Inanspruchnahme eines Nichtrauchertarifs gilt : Teilen Sie der Versicherung auch mit, wenn Sie wieder mit dem Rauchen begonnen haben. Schlimmstenfalls droht Ihnen eine Prämienerhöhung - bei kurzer Restlaufzeit des Vertrages verzichten Versicherungen sogar häufig auf Prämienerhöhungen.

Und wenn Sie gerade das "Laster Rauchen" abgelegt haben: Sehen Sie sich nach einer neuen Risikoversicherung um - diese wird höchstwahrscheinlich wesentlich günstiger ausfallen als das Altprodukt. Risikoversicherungen sind nämlich zumeist jährlich zu kündigen.

Auch Altverträge (bei denen die Formel "Raucher oder Nichtraucher?" noch nicht zur Anwendung kommt) sollte man laufend einer Prämienüberprüfung unterziehen. Bedenken Sie dabei aber auch, dass Sie beim Neuabschluss einer Risikoversicherung wieder ein wenig älter geworden sind (was das Risiko gleichfalls erhöht). Also keine Verträge kündigen, bevor Sie nicht bessere (passende) Ersatzversicherungen gefunden haben.

Das Raucherrisiko wird übrigens auch bei anderen Lebens- oder Krankenversicherungen (BU, Er- und Ableben, Dread-Disease-Versicherung etc.) immer wesentlicher - fragen Sie diesbezüglich (bei bestehenden Verträgen) einmal Ihren Versicherungsberater nach neuen Möglichkeiten...

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Zuletzt verändert: 17. 10. 2018, 12h49