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Die Geldmarie

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Tipps und Tricks rund um die Marie

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Versicherungsvergleich


Versicherungen vergleichen kann sich lohnen...

... kann aber auch manchmal zu unliebsamen Überraschungen führen. Denn eine billige Versicherung hat sich schon sehr häufig als teuer herausgestellt: Und zwar vor allem dann, wenn die Versicherung im Schadensfall nichts zahlt. Das ist dann keine Bösartigkeit der Versicherung - Sie haben einfach am falschen Fleck gespart bzw. erwarten, dass ein nichtversicherbares Risiko gedeckt wäre. Billige Versicherungen sind nicht immer günstige Versicherungen...

Was Sie vor dem Versicherungsvergleich wissen sollten

Nicht einmal der beste Versicherungsfachmann weiß alle aktuellen Versicherungsbedingungen aller möglichen Versicherungssparten auswendig - demnach kann selbst vom Profi nur einigermaßen oberflächlich beraten werden. Aber genau in der Art dieser "oberflächlichen Beratung" trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Der Profi stellt die wichtigsten Fragen oder bietet passende Lösungen an.

Wenn Sie einmal einen guten Versicherungsbetreuer gefunden haben und schon lange mit diesem zusammenarbeiten: Lassen Sie diesen nicht mehr so schnell los. Auch wenn dessen Versicherungen vielleicht ein paar Euro mehr kosten als die Angebote des Ihnen unbekannten "Versicherungsprofis" - wegen wenig Geld sollten Sie sich nicht von der Qualität eines bewährten Stammversicherers trennen.

Abgesehen von persönlichen bzw. qualitativen Vorteilen eines Versicherungsbetreuers kann nämlich auch die Tatsache, dass Sie mit mehreren Verträgen jahrelanger Stammkunde einer Versicherung sind sehr günstig sein: Insbesondere bei umstrittenen Schadensfällen. Und die gibt es in der Versicherungsbranche leider zuhauf - selbst die besten Versicherungsbedingungen können solche Fälle nie ganz vermeiden. Da tut sich dann Ihr Stammbetreuer in Sachen Kulanzlösung mit Sicherheit leichter als bei Laufkundschaft mit einem "Billigvertrag".

Ein weiterer Nachteil von Billigversicherern: Nach Schadensfällen wird dort oft sehr schnell der gesamte Vertrag gekündigt. Sie haben also quasi ein "Negativmal" (durch die Kündigung seitens Versicherung) und müssen sich wieder eine neue Versicherung suchen.

Erwarten Sie aber selbst bei einer langjährigen Kundenverbindung nicht in jedem Fall eine Kulanzzahlung. Der Schadensfall sollte schon in der Nähe der Versicherbarkeit sein - wenn Ihnen z.B. die alte Waschmaschine eingeht, so wird sich wohl fast jede Versicherung schwer tun...

Aber es gibt schon sehr wohl gute Argumente, ab und an einmal fremdzugehen bzw. sich am freien Versicherungsmarkt umzusehen - insbesondere, wenn es wirklich nur um den Preis der Versicherung geht und die Leistung ohnehin ziemlich gleich ist.

Die Geldmarie hat Ihnen hier eine kleine Auflistung mit Tipps und Wissenswertem zusammengestellt, was im Zuge eines Versicherungsvergleichs beachten sollten.

Versicherungsvergleich - wie anlegen?

  • Bevor Sie (bestehende) Versicherungen vergleichen, überprüfen Sie zuerst, ob Sie die Altverträge im Fall der Fälle überhaupt schon kündigen können - oft haben solche Verträge (besonders wenn der Berater fleißig war) noch eine Restlaufzeit, welche Sie beachten müssen.
  • Ideal für den Versicherungsvergleich sind KFZ-Haftpflichtversicherung und KFZ-Kaskoversicherungen - hier gibt es oft massive Prämienunterschiede bei gleichen Leistungen.
  • Wenn Sie ältere Polizzen haben, welche schon lange nicht mehr aktualisiert wurden, holen Sie sich vom Stammversicherer ein Offert zur Neugestaltung der Polizze und vielleicht noch ein vergleichbares Zweit- oder Drittoffert von anderen Versicherungen.
  • Bei Versicherungen mit Jahresprämien von 50 bis 200 Euro rechnet sich der Aufwand selten - es sei denn, Sie haben eine Uraltpolizze ohne Rabatte. Es ist zwar relativ sicher, dass Sie jemanden billigeren finden werden - eine Vergünstigung der aktuellen Polizze bzw. eine Leistungserhöhung sind aber zumeist leichter durchzuführen als ein aufwändiger Vergleich. Besonders Haushaltsversicherungen sind oft in diesem Preisbereich angesiedelt und sollten zumindest 1x in 10 Jahren aktualisiert werden.
  • Die Vergleichbarkeit von Inhalten sollte gegeben sein - kaum ein Angebot gleicht dem Offert einer anderen Versicherung. Lassen Sie sich beim Erstabschluss unbedingt über das Produkt beraten oder lesen Sie als Basisinformation die entsprechenden Rubriken der Geldmarie.
  • Qualität geht oft vor Preis. Bevor Sie einen guten Berater verlassen, lassen Sie diesen noch das beste Gegenoffert zukommen. Wahrscheinlich kann dieser sogar gleich- oder nachziehen.
  • Wie schon oben erwähnt: Das Vorhandensein eines Beraters macht Sie zum VIP-Kunden. Sie müssen nicht mehr mit der Telefonvermittlung sprechen sondern klären Fragen direkt mit dem Betreuer. Auch im Schadensfall oft ein Vorteil.
  • Wenn der Ihnen zugewiesene Berater schon länger (5 Jahre aufwärts) bei der selben Versicherung ist, kann dies durchaus ein Vorteil sein - Versicherungsangestellter waren nämlich schon viele Menschen. Die wenigsten über mehrere Jahre...
  • Erfragen Sie vor einem Neuabschluss auch, an wen Sie sich im Schadensfall bzw. bei Fragen wenden können. Oft gibt es nämlich sogenannte Schalterpolizzen - hier müssen Sie sämtliche Versicherungswege (Schadensfälle, Anmeldungen KFZ, Abmeldungen KFZ etc.) selbst durchführen. Entsprechende Informationen ("wie melde ich ein Auto an und ab, etc.") finden Sie hier: Papiere Autoanmeldung
  • Makler oder Mehrfachagenten (mit mehreren Versicherungen im Portfolio) nehmen Ihnen oft viel Arbeit ab - die wissen, wo zur Zeit Qualität und Preis stimmen. Die Betreuung eines angestellten Versicherungsberaters kann aber wohl von Maklern nicht übertroffen werden da der Hausbezug zumeist fehlt.
  • Wenn Sie schon bestehende Kapitalversicherungen haben (z.B. Lebensversicherungen, Pensionsversicherungen etc.) lohnt ein Vergleich kaum - die Versicherungen kochen alle mit dem gleichen Wasser. Ein Rückkauf oder eine Prämienfreistellung wäre zumeist mit Nachteilen verbunden - wer Ihnen dazu rät, hat wohl seinen Beruf falsch gewählt.
  • Bei neuen Kapitalversicherungen vergleichen Sie vor allem die garantierten Werte - Prognosen und Schätzungen bringen hier wenig...
  • Je teuerer die Versicherung, desto mehr Offerte sollten Sie einholen: Entweder Sie übernehmen selbst die Anfrage (siehe Link unten) oder Sie überlassen dies einem oder mehreren Maklern.
  • Lassen Sie sich nicht nur vom Preis überzeugen - vergleichen Sie auch die wichtigsten Leistungen bzw. eventuelle Selbstbehalte. Wer sich nicht auskennt, sollte einen Fachmann (bzw. auch eine Fachfrau) besuchen bzw. einladen.
  • Wenn es sich nicht um Formulare (Internetportale zum Vergleich) handelt, sollten Sie in Ihren Emails an die Versicherungen möglichst genaue Angaben zum versicherten Objekt bzw. zur versicherten Person machen. Entsprechende Informationen finden Sie hier: Angaben für ein gutes Versicherungsoffert
  • Für junge Versicherungsnehmer (insbesondere Fahranfänger) macht es oft auch Sinn, beim Stammversicherer der Eltern anzufragen: Oft gibt es hier "Familienvorteile" bzw. einen Verzicht auf Zuschläge, die Neukunden ansonsten zahlen müssten.

Zumindest bei KFZ-Versicherungen sollten Sie immer (beim Fahrzeugwechsel oder nach ein paar Jahren bzw. beim Umstieg auf eine Teilkaskovariante) ein Gegenoffert (idealerweise von einem bekannten Billigversicherer) einholen. Denn genau hier gibt es das größte Einsparungspotenzial - die KFZ-Branche ist quasi das Lockangebot für Neukunden. Einmal billig - dann wieder (wenn die Schadenssätze auf die günstigen Prämien wirken) sauteuer.

Wenn Sie mit dem Vehikel zu einer anderen Versicherung wechseln (weil diese bei gleichen Leistungen ein paar hundert Euro billiger ist), wird das der Versicherungsbetreuer sogar (mehr oder minder) verstehen: Er würde ja selber nicht gerne mehr zahlen. Beim nächsten Auto kann das schon wieder ganz anders sein. Möglicherweise kommt er Ihnen ja auch doch noch ein wenig entgegen (oft kann der Chef noch ein wenig Nachlass drauflegen) und die Differenz ist für Sie vertretbar.

Große Preisunterschiede gibt es fast nur bei exotischen Sparten: Zum Beispiel auch in der gewerblichen Versicherung.

Für besondes sparsame Menschen mit viel Zeit und Versicherungswissen kann es natürlich auch Sinn (bzw. Spaß) machen, sämtliche vorhandenen Versicherungen einem Check zu unterziehen. Wenn Sie dies gewissenhaft und einigermaßen kompetent machen, werden Sie höchstwahrscheinlich für jeden Vertrag eine andere Versicherungsanstalt erhalten. So also der Zeitfaktor für Sie keine Rolle spielt: Ein bisserl was geht fast immer - der Versicherungsvergleich ist nämlich gratis und kostet schlimmstenfalls Zeit.

Wie auch immer - eine Liste der wichtigsten heimischen Versicherungen finden Sie hier: Versicherungen Österreich Einige passende Linktipps für den Versicherungsvergleich finden Sie bei den Linktipps.

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Zuletzt verändert: 08. 10. 2013, 07h43