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Zukunftsvorsorge - PrämienpensionWas kann die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge?Im Jahre 2003 ging durch die damals durchaus boomende Pensionsvorsorgelandschaft Österreichs ein gewaltiger Ruck: Ein neues, staatlich verordnetes, Produkt war geboren: Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge. Diese löste ein absolut unattraktives Produkt ab und sorgte in Folge in den Banken und Versicherungen für jahrelange Zuwachsraten im Kapitalversicherungssegment. Aber was ist so toll an diesem Produkt, welches mit unterschiedlichen Produktnamen ("Bonuspension", "staatliche Vorsorge", "Prämienpension" etc.) für Furore bei den Konsumenten sorgte? Die Geldmarie hat für Sie die wesentlichen Informationen zur Zukunftsvorsorge zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass sich die Produkte bei Banken und Versicherungen marginal unterscheiden können - die grundsätzlichen Produkteigenschaften sollten jedenfalls gleich sein. Produktinformation Zukunftsvorsorge
Beurteilung der ZukunftsvorsorgePrinzipiell handelt es sich bei dieser Pensionsvorsorge um ein Egoistenprodukt zum Ansparen der eigenen Zusatzpension. Bei anderen Pensionsprodukten gibt es z.B. auch im frühen Ablebensfall (kurz nach Pensionseintritt) für die Erben (insbesondere großjährige Kinder) das nicht verbrauchte Pensionskapital zurück. Nachdem keiner mit 20 die eigene Lebenssituation mit 65 oder 70 kennt und planen kann, sieht die Geldmarie hier einen kleinen Nachteil. Die Sicherheit der Veranlagung (auch wenn Aktien dabei sind) ist durch die Kapitalgarantie durchaus gewährleistet. Es sollte jedoch noch Änderungen im Produkt geben: In den letzten Jahren der Veranlagung sollten die Gewinne abgesichert werden und die Veranlagung konservativer (bis 100% Anleihen) werden. Durch die Alterstufen in der Veranlagung wurde das Produkt zwar per 2010 diesbezüglich entschärft - doch leider wurde für Neuverträge von jüngeren Menschen der Aktienanteil von 40% auf 30% reduziert. Dies wohl im Schatten der Finanzkrise 2008/2009 - und zulasten einer höheren Ertragschance. Für besonders junge (realistische) Anleger empfehle ich einen Einstieg mit geringen Prämien - damit eine Basis vorhanden ist, die später noch nach Bedarf an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden könne. Ein Ausstieg ist nämlich nicht so leicht möglich - Prämienfreistellung geht wie immer vor Rückkauf (der sowieso erst nach 10 Jahren möglich wäre). Vereinzelt gibt es aber auch schon Gerichtsurteile, welche einen Rückkauf vor der Mindestfrist (10 Jahre) möglich machen. Dass dann aber mit einiger Sicherheit schwere Verluste eintreten, ist garantiert. Also jedenfalls nur Geld in Pensionsprodukte leiten, welches Sie sicher nicht antasten müssen. Jedenfalls ist die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge eine tolle Alternative zu den klassischen und konservativen Pensionsversicherungen, da mit Aktienfonds höhere Zuwachschancen gegeben sind. Durch die zumeist langen Laufzeiten sollten Krisen auf den Aktienmärken leicht weggesteckt werden - in solchen Krisenzeiten wird sogar günstig (Cost-Average-Effekt) eingekauft. So Sie zu den Kunden von Banken und Versicherungen gehören, deren Verträge im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 "ausgestoppt" wurden (durch starke Verluste wurde der Aktienanteil aufgegeben bzw. auf ein Minimum reduziert - nur die Kapitalgarantie ist zu erwarten), sollten Sie unbedingt mit Ihrem Berater Kontakt aufnehmen. So Sie selbst nicht wissen, ob Ihr Vertrag ausgestoppt ist (die Transparenz seitens Anbieter hielt sich da in Grenzen), fragen Sie rasch beim Anbieter nach. Oft empfiehlt sich nämlich ein (vom Anbieter begünstigter) Umstieg in ein neues Produkt bzw. ein Prämienfreistellen der aktuellen Variante. Finden sie hier mehr Informationen zur ausgestoppten Zukunftsvorsorge Übrigens: Ich empfehle die Zukunftsvorsorge zumeist nicht als Einstiegsprodukt sondern als weitere Zusatzpension. Eine klassische (konservative) Pensionsversicherung oder Lebensversicherung mit Rentenoption sollte in der Regel die Basis einer sicheren Pensionsvorsorge sein - ein eventueller Mehrertrag mit der Zukunftsvorsorge könnte (bei gutem Wind) das angenehme "Mehr" darstellen. Geldmarie-Linktipp: Zuletzt verändert: 09. 01. 2012, 14h22
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