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Die Geldmarie

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Rendite


Hohe Rendite ist nicht immer gleich Gewinn

Insbesondere bei Wertpapieren wird der Begriff "Rendite" sehr gerne verwendet. Bei der Rendite handelt es sich um das Verhältnis von Investition und Ertrag einer Anlage in Prozent ausgedrückt. Zumeist erfolgt die Angabe in Bezug auf ein Jahr Anlagedauer.

Renditeversprechen nicht immer fix

Die Verwendung des Begriffes "Rendite" ist immer sehr kritisch zu hinterfragen. Oft handelt es sich dabei nämlich ausschließlich um eine Erwartungshaltung bezüglich zukünftiger Erträge eines Wertpapieres bzw. einer Anlageform. Manchmal abgeleitet aus historischen Erträgen dieser Anlageform - manchmal sind es aber schlicht und einfach nur Annahmen...

So Ihnen also eine "hohe Rendite" in Aussicht gestellt wird, ist damit noch lange nicht gewährleistet, dass es sich dabei um Fixerträge bzw. garantierte Erträge handelt.

Bei relativ sicheren, seriösen und garantierten Anlageformen (wie z.B. beim Sparbuch oder bei sicheren Anleihen) will man mit der Angabe der Rendite auf die zukünftigen Durchschnittserträge (seriöserweise auf ein Jahr angegeben) dieser Anlage hinweisen. Auch der Begriff Effektivverzinsung kommt hier dem Begriff der Rendite im Finanzalltag sehr nahe.

Bruttorendite oder Nettorendite

Für Anleger ist es besonders wichtig zu wissen, wie der genannte Renditebegriff einzuschätzen ist.

Zumeist wird bei Wertpapieren oder Anlagen die Bruttorendite angegeben: Hier sind aber noch keine Steuern, Spesen und Gebühren abgezogen - der tatsächliche Ertrag für den Anleger ist deutlich geringer.

Dieser entspricht dann der (seriöseren) Nettorendite, bei welcher dem Ertrag dann auch noch die Steuern (z.B. KESt., Kursgewinnsteuer), Gebühren (z.B. Depotgebühren) und Spesen (z.B. Kaufspesen etc.) abgezogen werden. In manchen Fällen wird dieser Nettorendite auch noch die entsprechende Inflationsrate des betreffenden Zeitraums abgezogen - daraus resultiert dann der tatsächliche Kapitalzuwachs (welcher hoffenltich über Null ist, dann war die Anlage tatsächlich erfolgreich).

Ein kleines, vereinfachtes Beispiel einer Renditeberechnung:

Kauf einer Anleihe bei Emission (Neuausgabe) zum Ausgabekurs von 101,50%, Nominale 10.000 - Kaufpreis ist demnach 10.150 Euro. Kupon 4%.

Nach genau einem Jahr verkauft der Anleger das Wertpapier zum Kurs von 100%, erhält demnach 10.000 Euro plus die zwischenzeitlich erfolgte Kupongutschrift von 4% (=300 Euro, 25% KEst. wurden hier schon berücksichtigt) - somit betragen die Erlöse 10.300 Euro.

Von den 150 Euro Ertrag (=1,5% Rendite) sind aber zur Berechnung der Nettorendite noch die Depotgebühren, Verkaufsspesen und die letztjährige Inflationsrate abzurechnen - die Nettorendite wird in diesem Fall wahrscheinlich sogar negativ sein, die Bruttorendite leicht positiv.

Das Erzielen von positiven Nettorenditen ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen durchaus ein großer Erfolg für Anleger - jedoch häufig mit höheren Risken bei der Auswahl der Anlageform verbunden.

Berechnungsformeln und mehr zum Thema Rendite finden Sie bei den Linktipps - auch den "betrieblichen Bruder" der Rendite (den ROI - Return on Investment) finden Sie bei folgend umfangreich beschrieben.

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 18. 10. 2018, 15h00