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Handelbilanz ÖsterreichImporte und Exporte in ZahlenWie schon die Überschrift verrät, handelt es sich bei der Handelbilanz um eine Gegenüberstellung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs eines Landes (Importe - Exporte) über einen bestimmten Zeitraum (meistens über das abgelaufene Jahr). Weitere Bezeichnungen für die Handelsbilanz: Außenhandelsbilanz, Warenbilanz oder Warenhandelsbilanz. Sie ist eine wesentliche Grundlage für wirtschaftspolitische Reaktionen, welche insbesondere beim in Österreich lange Jahre geläufigen Begriff "Handelsbilanzdefizit" erforderlich sind bzw. waren. In Österreich wird die Handelsbilanz von der Statistik Austria (Link unten) errechnet. Die 3 Komponenten der Handelsbilanz: 1. Intrastat (Warenverkehr mit EU-Ländern), 2. Extrastat (Warenverkehr mit Drittländern), 3. Korrekturen (Transithandel, Währungsgold und Lohnveredelungen). Die Handelsbilanz Österreichs war über viele Jahrzehnte tiefrot - es wurde wesentlich mehr importiert denn exportiert. Im engen Kreis des EWR war der fleißige Handelsriese Deutschland ein übermächtiger Partner - weitere nennenswerte Partner gab es wenig. Erst der EU-Beitritt sowie die Öffnung der Ostgrenzen und das Erschließen der Märkte im fernen Osten brachte den Umschwung: 2002 gab es erstmals einen kleinen Überschuss (siehe Link). In der Regel übersteigen die Importe allerdings die Exporte - hier die Zahlen der letzten Jahre: Handelsbilanz Österreich
Quelle: Statistik Austria, siehe Link unten - leichte Änderung jüngerer Zahlen noch möglich. Die wesentlichen Importgüter mit "Überschuss" (bedeutend mehr Import als Export): Brennstoffe und Energie (Öl!). Die wesentlichen Exportgüter mit "Überschuss" (bedeutend mehr Export als Import): Warenbearbeitung (z.B. Stahl, Papier- und Holzwaren). Das Gros der Importe und Exporte Österreichs wird innerhalb von Europa betrieben - die wichtigsten Handelspartner (Stand 2010) sind Deutschland (mit Abstand), Italien, Schweiz, Tschechien und das aufstrebende China. Daß Österreich kein klassischer Industriestandort mehr ist, weiß wohl ohnehin jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht - daß wir als Dienstleistungs- und Kapitalverwaltungsland auch nach wie vor sehr viel Energieträger importieren müssen, sollte uns (auch wenn nicht gerade wieder ein neuer Ölpreisrekord aufgestellt wird) schwer zu denken geben und zum baldigen Reagieren veranlassen... Geldmarie-Linktipps: Zuletzt verändert: 30. 06. 2011, 09h34
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