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Vorstellungsgespräch


Erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Es ist schon sehr erfreulich, wenn Ihre Bewerbung bei einem Unternehmen Anklang gefunden hat und Sie zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Egal, ob es sich nun um eine Stelle in einem Großbetrieb handelt oder auch nur ein Arbeitsplatz in einem Klein- und Mittelbetrieb zur Disposition steht: Ihre Bewerbung dürfte jedenfalls Gefallen gefunden haben. Im Regelfall bewerben sich nämlich für eine freie Stelle viele (bis unzählig viele) Menschen - da müssen Sie demnach schon Interesse an Ihrer Person geweckt haben (denn selten werden alle Bewerber auch persönlich eingeladen).

Wir haben für Sie einige (oft) wesentliche Punkte bei einem Bewerbungsgespräch zusammengestellt - ungeachtet der Tatsache, dass fast jedes Gespräch individuell abläuft. Zumeist individueller und länger, wenn die ausgeschriebene Stelle auch gut dotiert ist und es sich um einen Großbetrieb mit einer Menge an Mitarbeitern in der Personalabteilung handelt.

Vor dem Bewerbungsgespräch

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist demnach schon ein Teilerfolg, welchen Sie keinesfalls leichtfertig herschenken sollten. Die Bewerbung selbst war oft schon Arbeit - da schaden ein paar Recherchen im Vorfeld des Bewerbungsgespräches sicher nicht.

So sollten Sie sich im Internet (wo heute schon fast jedes Unternehmen mit eigener Website vertreten ist) ein wenig über das Unternehmen erkundigen: Tätigkeitsbereich, Größe, Filialen, Mitarbeiter etc. - viele Unternehmen haben auch eine CI (Corporate Identity, Leitbild) im Web veröffentlicht. Auch aktuelle Nachrichten (Bilanzen, Quartalsberichte, Schlagzeilen, neue Produkte) könnten Ihr Interesse am Unternehmen im Gespräch verdeutlichen.

Nebenbei sollte man sich auch nochmalig die ausgeschriebene Stelle genau ansehen und dabei überlegen, was Sie besonders für diese Stelle qualifizieren würde und auch warum Sie diesen Job gerne haben. Fragen, die mit einiger Sicherheit im Vorstellungsgespräch gestellt werden.

Kennen Sie schon jemanden im Unternehmen? Wenn ja, dann erfragen Sie von dieser Person etaiges Insiderwissen (welches natürlich diskret zu behandeln ist).

So Sie noch Unterlagen zum Gespräch mitnehmen sollen, vergessen Sie nicht, diese auch einzupacken.

Oberstes Gebot bei jedem Bewerbungsgespräch ist wohl die Pünktlichkeit! Wer schon zum Vorstellungstermin unpünktlich kommt, hat sehr schlechte Karten - oder eine gute Ausrede (ein Megastau kann immer passieren). Rufen Sie aber jedenfalls (so sich ein Zuspätkommen abzeichnet) vorher bei Ihrem Ansprechpartner an - das zeigt zumindest von guten Manieren und lässt Ihrem Gegenüber Zeit für eventuell andere Erledigungen. Kommen Sie aber auch nicht deutlich zu früh - 10 Minuten vor Termin kann man ja z.B. schon im Hause sein...

Vergessen Sie keinesfalls, das Handy im Vorzimmer schon abzudrehen. Übrigens: Auch die Mitarbeiter im Sekretariat könnten bei der Auswahl ("der oder die war aber nett") eine bedeutende Nebenrolle spielen - also zeigen Sie auch dort Ihr schönstes und ehrlichstes Lächeln.

Der erste Eindruck beim Vorstellen

Gepflegtes Äußeres und Sauberkeit sind wohl selbstverständlich - je nach Job kann/muss es natürlich auch Businesskleidung sein. "Kleider machen Leute" ist in vielen Berufen auch heute noch (teils völlig unangebracht) gültig.

Sehr wichtig ist aber auch der persönliche Eindruck - Mimik und Gestik werden von erfahrenen Personalsuchenden sehr wohl studiert. Lassen Sie sich hier aber nicht verunsichern und seien Sie möglichst natürlich. Aufrechte Körperhaltung, freundlicher Blick beim Begrüßen und ein Lächeln sowie ein sicherer Händedruck (brechen Sie dem Gegenüber aber nichts!) sind oft schon die halbe Miete.

So Sie den angebotenen Sitzplatz bezogen haben, nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein (nicht die Beine und Füße übereinanderlegen bzw. verschränken) - interessanten Gesprächseröffnungen folgt man zumeist mit leicht vorgebeugtem Oberkörper. Verbiegen und verstellen Sie sich hier aber nicht unnatürlich...

Auch kurzer Smalltalk vor der eigentlichen Gesprächseröffnung kann nie schaden - so Sie z.B. die Fahne Ihres Lieblingsfußballclubs oder ein interessantes Accessoire im Büro tatsächlich gut leiden können, so können Sie dies durchaus erwähnen (kann aber natürlich auch nach hinten losgehen, wenn der Rapid-Fan gerade nur im Austria-Büro sitzen muss...).

Während dem Vorstellungsgespräch beachten

Nach der kurzen oder langen Gesprächseinleitung geht es dann zur Sache. Die wohl häufigste Frage bei Bewerbungsgesprächen: "Warum haben Sie sich bei uns beworben?". Normalerweise sollten Sie hier jedenfalls schon eine Antwort haben - vielleicht genügt hier ja auch ein Verweis auf die Bewerbungsunterlagen.

Verstärken können Sie dies (besonders, wenn Sie um die Art der Beschäftigung schon näher Bescheid wissen) mit Argumenten, was Sie für das Unternehmen in Form Ihrer Person einbringen können und zukünftig könnten. Zeigen Sie dem Gegenüber also Ihre Vorzüge, Erfahrungen und Fähigkeiten deutlich auf - Referenzen aus vergangenen Beschäftigungen könnten durchaus hilfreich sein.

Treten Sie hier aber nicht angeberisch auf ("bin der Beste in der Branche") - falsche Bescheidenheit wäre aber ebenso fehl am Platz. Lügen Sie dabei aber nicht und verstellen Sie sich auch nicht massiv - das fällt Ihnen dann vielleicht einmal gewaltig auf den Kopf.

Sehr oft möchte man von Bewerbern auch ein wenig über ihre Vorbeschäftigungen wissen - auch wenn man dieser Tage den Beruf schon ein paar Mal im Leben wechselt: "Warum haben Sie eigentlich den letzten Job (vielleicht sogar in der gleichen Branche und Stelle) verlassen bzw. wurden gekündigt?".

Bei hochdotierten Jobs geht es oft sogar ein wenig ins Persönliche: "Woher kommen Sie, wo stehen Sie und wohin wollen Sie" wird subtil hinterfragt - so mancher Betriebspsychologe muss schließlich seine Anstellung rechtferigen.

Vermeiden Sie es, über den bzw. die letzten Arbeitgeber zu schimpfen bzw. über diese herzuziehen. Dem neuen Unternehmen ist dies nämlich ziemlich egal (das können Sie dann machen, wenn Sie schon angestellt sind) - es könnte aber der Eindruck entstehen, dass Sie ein Jammerer sind und alles in den Dreck ziehen. Auch wenn es tatsächlich beim letzten Job Streit gab - das ist sicher keine Referenz für Sie. Erwähnen Sie demnach eher nur die positiven Dinge im alten Job - insbesondere, wenn Sie dafür (auch nur teilweise) mitverantwortlich waren.

Stellen Sie aber ebenso unbedingt Fragen über den potenziellen Job und Arbeitgeber. Lassen Sie sich Ihr Tätigkeitsfeld und Arbeitsumfeld ausführlich erklären - oft freut sich das Gegenüber sogar darüber, ein wenig positives über seine Firma sagen zu dürfen.

Fragen Sie auch nach vorerst scheinbar nebensächlichen Details: Arbeitszeiten, Arbeitsort, Karrieremöglichkeiten, Weiterbildung im Unternehmen, finanzielle Anreize, Bonuszahlungen etc. können das Gehalt natürlich deutlich auf- oder abwerten.

Gehalt erfragen

Die Gretchenfrage bei jedem Vorstellungsgespräch ist natürlich die Gehaltsfrage - Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer fürchten sich in der Regel etwas davor. So Sie der Gesprächspartner nicht ohnehin mit Zahlen und Fakten versorgt, kommen Sie an dieser Frage nicht vorbei.

Im Vorfeld sollten Sie schon wissen, was man in etwa für diese Tätigkeit (in Ihrem Alter) dafür verlangen darf - je nach Job, Fähigkeiten, Wissen, Erfahrungen, Arbeitszeit, Tätigkeitsort etc. sind die Verhandlungsspielräume naturgemäß sehr individuell.

So der Vorschlag deutlich unter Ihren Erwartungen liegt, teilen Sie dies auch mit - mehr als ein Entgegenkommen (nach Abklärung Ihrer Fähigkeiten) kann Ihnen ohnehin nicht passieren. Billiger geben als angeboten muss natürlich nicht sein...

Sehr wohl gibt es auch die Möglichkeit, schon jetzt eine spätere Gehaltsverhandlung auszumachen. Es gibt ja auch tatsächlich tolle Betriebe, die momentan nicht so tolle Gehälter zahlen können...

Bei einigen Jobs kann man ja (insbesondere bei kleineren Unternehmen) auch auf Leistungsmodelle mit fixen Erhöhungszusagen einsteigen - diese Versprechen sollten jedoch schriftlich festgehalten werden (machen Sie sich jedenfalls auch Notizen bei besonders wichtigen bzw. komplexen Punkten).

Betteln Sie aber nicht schon beim Bewerbungsgespräch um mehr Geld - das macht Personalverantwortliche wie auch Chefs eher unruhig.

Klären Sie auch ab, ab wann der neue Job disponibel ist - und deponieren Sie auch, ab wann Sie dafür in Frage kommen (eventuell besteht ja noch eine Verpflichtung/Kündigungszeit gegenüber dem alten Arbeitgeber).

Weitere Tipps für das Bewerbungsgespräch

Betteln Sie bitte auch keinesfalls um den Job - Ihre Finanzlage interessiert hier eher nicht. Im Gegenteil: Hoch verschuldete Menschen versieht man schnell mit einem Stigma.

Es ist aber keinesfalls fehl am Platze, das Interesse am Job via "das würde mich wirklich interessieren", "darauf würde ich mich freuen" oder "das klingt ja hochinteressant" zu bekunden.

Frauen wird oft gerne (und nicht immer zu Unrecht) die Möglichkeit einer Schwangerschaft unterstellt - leider ein tatsächlicher (wenn auch oft politisch geleugneter) Nachteil gegenüber gleichqualifizierten Männern. Notlügen sind hier wohl angebracht und erlaubt (auch wenn die meisten Personalverantwortlichen nicht danach fragen): "Derzeit nichts geplant" oder "Kinderplanung abgeschlossen" hat wohl (leider Fakt) in unseren Kreisen noch immer höhere Erfolgsaussichten bei einer Bewerbung als "Hätte schon gerne ein paar Kinder".

So die Kinderplanung tatsächlich abgeschlossen ist und auch bei Krankheit der Kids für Alternativen bezüglich Kinderbetreuung gesorgt ist (Oma, Opa, selbständiger Papa etc.), sollten Sie dies unbedingt erwähnen - das gibt oft ein echtes Plus.

Apropos "echtes Plus": Vitamin B in Sachen "Man kenn jemanden im Unternehmen" ist natürlich auch heute noch oft ein wesentliches Plus. Verlassen Sie sich aber primär auf Ihre eigenen Fähigkeiten - "Beziehungen" können dieser Tage auch durchaus negativ ausgelegt werden. Insbesondere, wenn der oder die Bekannte ein besonderer Arsch ist...

Nach dem Vorstellungsgespräch nachsetzen

So man nicht schon während dem Gespräch festgestellt hat, dass die ausgeschriebene Stelle doch nicht interessant ist, sollten Sie vor dem Ende des Gespräches noch einmal kurz das Gesagte zusammenfassen (wenn es nicht ohnehin Ihr Gegenüber tut). Besonders Zugesagtes sollte notiert bzw. nochmalig bestätigt werden.

Im Normalfall (viele Bewerbungsgespräche für eine Stelle) sind weitere Gesprächsrunden zu erwarten (insbesondere bei guten Jobs) - erwarten Sie demnach nicht eine sofortige Zusage nach dem Erstgespräch. "Wir melden uns bei Ihnen" ist die Standardantwort - welche noch gar nicht einmal negativ interpretiert werden muss.

Bedanken Sie sich für das nette Gespräch (das hoffentlich auch ein solches war) und die Zeit, die sich das Gegenüber genommen hat und verabschieden Sie sich höflich - nicht aber ohne zu wissen, wann Sie in etwa Antwort erhalten. Während man bei Initiativbewerbungen im Internet bzw. bei normalen Bewerbungsschreiben oft nicht einmal eine Antwort erhält, so ist nach einem Vorstellungsgespräch sehr wohl zu erwarten, dass sich das Unternehmen nochmalig (auch bei Ablehnung Ihrer Bewerbung) bei Ihnen meldet.

Tut sich über den vereinbarten Zeitraum hinaus nichts, greifen Sie unbedingt einmal zum Telefon und erfragen höflich, wie es denn mit der Bewerbung steht. Diesbezüglich aber nicht lästig sein (und täglich anrufen). Im Falle einer Ablehnung erfragen Sie unbedingt auch noch den Grund dieser Ablehung: Nehmen Sie diesen nicht persönlich sondern ziehen Sie daraus positive Schlüsse.

Und nicht vergessen: Lächeln und locker bleiben!;-)

Gutes Gelingen!

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Zuletzt verändert: 21. 01. 2016, 15h01