In den letzten Jahren war die Markteinschätzung des Fachverbrand der Mineralölindustrie (FVMI) bezüglich Verbrauch von Diesel, Benzin und Heizöl immer pünktlich zum Jahresstart vorhanden, 2025 gibt es schon am Silvestertag eine entsprechende Schätzung für das ablaufende Jahr 2025.
7,1 Mio. Tonnen Diesel und Benzin wurden 2025 von den Mineralölfirmen abgesetzt. Das entspricht 8,6 Milliarden Liter Treibstoff. 2024 wurden hier noch 8,9 Mrd. Liter verkauft, 2023 waren es deren noch 9,1 Mrd. Liter. Der Trend weist demnach eindeutig (wenn auch langsam) nach unten.
2,2 Mrd. Liter Benzin (entspricht 1,68 Mio. Tonnen) zeigen für Benzin sogar abermals ein kleines Plus (+0,8% zum Vorjahr).
6,4 Mrd. Liter Diesel (5,42 Mio. Tonnen) sind aber ein starkes Minus von 5% zu 2024. Auch 2024 wurde schon weniger Diesel in Österreich abgesetzt als noch 2023.
Beim Heizöl gab es hingegen mit 712.000 Tonnen sogar einen Zuwachs von 2,3%. Auch wenn wohl die Anzahl der Ölheizungen weiter schwindet waren wohl die Preise für Heizöl günstiger bzw. so mancher Öltank musste dringend nachgefüllt werden. 2024 betrug der Rückgang beim Heizöl ja noch mehr als 20% - so rasch geht das "Aussterben" der Heizölhaushalte ja dann doch nicht. Auch war das Jahr 2025 von etwas kälteren Temperaturen geprägt als noch die Jahr davor.
Diesel bleibt aber im KFZ-Bereich nach wie vor klare Nummer 1: Nur 55% des Diesels werden über Tankstellen abgegeben, 45% wird direkt an Großkunden (LKW-Flotten...) abgegeben. Noch ist der Dieselantrieb auch bei den PKW Nr. 1 bei den Antriebsarten, bei den Neuzulassungen ist Diesel aber schon klar hinter Hybridfahrzeuge, Benzin oder reinen Elektroantrieb zurückgefallen.
Für 2026 darf man wohl wieder mit einem klaren Minus beim Diesel rechnen: Effektivere LKW-Fuhrparks und sinkende Diesel-Bestände bei den PKW sowie eine mittelprächtige Wirtschaftslage werden wiederum dafür sorgen. Nachdem Diesel an den Tankstellen (trotz steuerlicher Vorteile) nunmehr schon fast ganzjährig teurer ist als Benzin, fällt auch hier der "Diesel-Preisvorteil" weg und der Dieselskandal tat sein übriges...
Der Benzinverbrauch wird wohl wieder recht stabil bleiben und beim Heizöl ist natürlich sehr viel von der Witterung abhängig.
Beim Benzin ist hingegen wieder mit ziemlich konstaten Zahlen zu rechnen.
Auch 2025 ist bei den Gesamtabsatzmengen wieder ein Rückgang abzusehen. Gut so.
In Summe ist aber auch 2026 mit einem Rückgang der gesamten Treibstoffabsatzmengen zu rechnen. Die Richtung stimmt - wenn auch die Transformation nur sehr langsam vorankommt.
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Dezember 2025