Die Geldmarie hat ja selbst rund 10 Jahre im Versicherungsbereich gearbeitet und ist daher in Versicherungsfragen nicht ganz ahnungslos. Aktuell gilt es daher unbedingt wieder einmal auf die Möglichkeit einer Unterversicherung in der Haushaltsversicherung hinzuweisen!
Viele haben es ja schon vernommen: Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin sind in den letzten Jahren (insbesondere durch ständige Unsicherheiten in der Weltpolitik, Trump, Putin & Co. lassen grüßen) massiv angezogen.
Konnte man da z.B. einen großen Wiener Philharmoniker (1 Unze Feingold) Anfang 2019 noch um knapp über 1.100 Euro erwerben, so sind dieser Tage schon fette 4.700 bis 4.800 Euro dafür zu bezahlen.
Wer sich also 2019 (aus welchen Gründen auch immer) 10 Stück davon gekauft hat und diese zu Hause aufbewahrt (z.B. als "Eiserne Reserve" oder auch als "Katastrophenwährung"), könnte im Falle eines Einbruchdiebstahls ziemliche Probleme bekommen:
In den Haushaltsversicherungen gilt nämlich für Schmuck, Münzen, Barren und Sammlungen nicht die gesamte Versicherungssumme (deren Richtigkeit man auch ab und an überprüfen lassen sollte) sondern ein individueller Grenzbetrag (Maximalbetrag).
Dieser Grenzbetrag ist bei den unterschiedlichen Versicherungen natürlich nicht gleich hoch - liegt aber bei den meisten normalen Polizzen bei 10.000 bis 20.000 Euro. Diese Beträge gelten dann im Einbruchsfall für diverse Sammlungen als Höchstbetrag (unter der Voraussetzung, dass diese Sammlungen auch nicht freiliegend "herumkugeln" sondern zumindest in Schränken etc. verwahrt sind) - und da kommt man mit einigen Goldstücken oder vielen Silberlingen mittlerweile sehr leicht deutlich drüber...
Hat man dann nur 15.000 Euro versichert und es werden z.B. 30.000 Euro an Münzen etc. entwendet, so tritt eine äußerst unangenehme Unterversicherung ein!
Was tun? Da gibt es doch einige Möglichkeiten:
So könnte/sollte man einmal selbst den aktuellen Wert der Sammlungen errechnen und dann (so die versicherte Summe zu niedrig ist) mit der Versicherung Kontakt aufnehmen. Im Normalfall lassen sich die Maximalsummen noch etwas (gegen Mehrprämie) erhöhen. So Sie die entsprechende Versicherungssumme für Schmuck, Sammlungen etc. nicht wissen oder aus den Versicherungsunterlagen herauslesen können, kontaktieren Sie die Versicherung oder den persönlichen Versicherungsberater.
Bei der Anschaffung eines Safes mit einem bestimmten Sicherheitsgrad sind auch deutlichere Erhöhungen (z.B. auch über 100.000 Euro) möglich.
Und so Sie nach dem Durchrechnen Ihrer "Schätze" bemerken, deutlich unterversichert zu sein und eigentlich ohnehin ein wenig davon verkaufen wollen: Tun Sie das und sprechen Sie im Bedarfsfall (so die Grenzsummen immer noch überschritten werden) auch mit dem Versicherungsberater.
Durch den starken Anstieg der Edelmetalle (zumeist Gold, aber auch Silber ist in Österreich immer noch stark in Privathaushalten "eingebunkert") sind die aktuellen Höchstversicherungssummen mittlerweile oft deutlich zu gering.
Ein Gespräch mit dem Versicherungsberater ist ohnehin alle paar Jahre sinnvoll - denn nicht nur Autos oder Lebensumstände ändern sich, oft auch die Preise für Vermögenswerte...
So Sie weiterhin einen "Goldschatz" besitzen wollen jedoch sich keinen Tresor/Safe kaufen wollen bzw. auch kein Safe-Schließfach bei den immer weniger werdenden Bankfilialen mieten wollen so gibt es z.B. noch die Möglichkeit das Gold im GoldDepot bei der Münze Österreich selbst einlagern zu lassen. Das ist aber nur dort neu gekauftes Gold möglich, Silber kann man nicht einlagern. Die Goldstücke können Sie dann im Bedarfsfall natürlich auch abholen. Dass hier eine kleine "Einrichtungsgebühr" (derzeit 19,50 Euro) und ein laufender "Lagerentgeltsatz" anfallen, darf nicht verwundern;-)
Noch ein Tipp bezüglich Wertgegenstände: Machen Sie davon Fotos und bewahren Sie Ankaufsrechnungen auf. Das erleichtert in Versicherungsfällen die Abwicklung massiv!
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Jänner 2026