Sind die Ölpreise hoch, sind es auch die Gewinne von Ölfirmen - insbesondere wenn diese von der Förderung bis hin zum Tankstellengeschäft an der Wertschöpfung beteiligt sind. 2025 waren die Ölpreise mit eher sinkender Tendenz unterwegs und das blieb auch in der (vorläufigen) Bilanz der heimischen OMV nicht ohne Folgen.
Nachdem der Ölpreis (Brent) im Vorjahr im Schnitt um 14% unter dem Wert aus 2024 lag (69 Dollar/Barrel), waren fast sämtliche Geschäftsfelder der OMV rückläufig. Ein steigender Gaspreis konnte hier allerdings den Rückgang beim Umsatz etwas kompensieren.
Dieser lag 2025 bei 24,31 Mrd. Euro (26,19 Mrd.) und damit um 7% unter dem Umsatz aus 2024.
Das EBIT fiel um 26% von 4,01 Mrd. Euro auf 3,05 Mrd. Euro und unter dem Strich blieb immer noch ein Gewinn von 1,02 Milliarden Euro. Im Jahr davor waren hier noch 1,39 Mrd. Euro gestanden - also 27% mehr.
Trotzdem möchte man die Aktionäre (darunter auch wir - 31,5% gehören der ÖBAG) aber mit einer Sonderdividende bei Laune halten und zahlt für 2025 eine Dividende von 4,40 Euro (3,15+1,25 Euro) aus. Das liegt über dem Ergebnis pro Aktie von 3,11 Euro (Vorjahr 4,25 Euro).
Die Nettoverschulderung der OMV ist mit 3,63 Mrd. (davor 3,23 Mrd.) nicht besorgniserregend, die Mitarbeiteranzahl sank um knapp über 1.000 Mitarbeiter auf 22.315.
Schon bald steht bei der OMV eine große Fusion im Chemiebereich an: Borouge und Borealis fusionieren (plus Übernahme von Nova Chemicals) - die Geschäftszahlen 2026 werden somit noch interessanter.
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen durchschnittlichen Ölpreis (Brent) von 65 US-Dollar und einen Gaspreis von unter 30 Euro/MWh. Aktuell liegen sowohl Ölpreis (68 Dollar) als auch Gaspreis über diesen Annahmen - man gibt sich also vorsichtig.
Die Aktien des Unternehmens zogen in den letzten 12 Monaten von 38 Euro auf aktuell rund 51 Euro hoch und zeigten sich auch nach den heutigen Zahlen in guter Laune (=Anstieg). Ob der hohen Dividendenrendite ist der Kurs natürlich zu verstehen - ob die 4,40 Euro aber auch für 2026 bezahlt werden können steht auf einem anderen Blatt.
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Februar 2026