Mit etwas Verzögerung hat sich Crowdinvesting ja auch in die Alpenrepublik begeben - und konnte da überraschenderweise (nach Anfangsproblemen) kräftig abheben. Schon sehr bald kam man auch in Sachen Immobilienprojekte auf die Idee, Kapital von Kleinanlegern via Crowd zu finanzieren und damit hob das Crowdinvesting in Österreich so richtig ab.
Insbesondere das im Herbst 2015 gestartete Portal "Rendity" legte toll los und konnte sich binnen kurzer Zeit bei den Immo-Investments an die Spitze setzen. Von 2018 bis 2023 war man Jahr für Jahr Top 3 bei den Gesamtsummen heimischer Portale, 2022 sogar die Nr. 1. Und das ausschließlich mit Finanzierungen von Immobilienprojekten.
Gnadenlos schlug dann aber die Immobilienkrise bei den Immo-Portalen ein und nicht nur bei Rendity gingen viele Projekte komplett schief und wurden zum Totalausfall. Denn auch wenn die hohen Zinsversprechen viele Anleger locken konnten - das Risiko bei solchen Nachrangdarlehen steckt schon im Wort des Produktes: "Nachrang". Bei sehr vielen Projekten folgte schon in der Bauphase das Aus des Projektbetreibers und nachdem die Pfand- bzw. Verwertungsrechte üblicherweise nur bei den Banken lagen, war dann für die Crowd kein Geld mehr da.
Nach viel Problemen 2023 gab man seitens Rendity schon in der ersten Jahreshälfte 2024 die Ausgabe von Nachrangdarlehen auf und plante, zukünftig nur noch echte Anteile an bereits bestehenden Immobilien auszugeben.
Doch auch dies wurde nun verworfen und Rendity teilte in einem Mail an die Anleger die endgültige Betriebseinstellung mit.
Erwartet man noch Gelder von laufenden Projekten, sollte man die Webseite von Rendity noch besuchen bzw. Daten aktualisieren: "Die technische Plattform wird während des Liquidationszeitraums, voraussichtlich mindestens bis 31. Mai 2026, weiterhin betriebsfähig und technisch erreichbar bleiben", teilt Rendity mit.
Aktuell bieten nur noch 2 Anbieter Crowdinvesting in Immobilien an: dagobertinvest und (seit einiger Zeit wieder) die Rockets. Ad hoc-Meldung - Februar 2026