Banken verdienen in der Regel schon einige Jahre ziemlich gut. So auch Österreichs größte Bank, die börsennotierende Erste Group Bank, welche durch den jüngsten und großen Zukauf in Polen (Santander) das Zahlenwerk 2026 wohl noch deutlich ausbauen wird.
2025 endete für die Erste Group Bank AG jedenfalls wieder sehr erfreulich und brachte wiederum neue Rekordzahlen mit sich:
So zogen die Betriebserträge von 11,18 Mrd. Euro auf 11,66 Mrd. um 4,3% hoch. Der Zinsüberschuss 2025 lag bei 7,79 Mrd. Euro (Vorjahr 7,53 Mrd.) und der Provisionsüberschuss zog von 2,94 Mrd. auf 3,19 Mrd. Euro hoch.
Aber auch die Betriebsaufwendungen erhöhten ich - 5,58 Mrd. Euro nach 5,28 Mrd. im Vorjahr wurden hier erfasst.
Das Betriebsergebnis legte von 5,90 Mrd. Euro um 3% auf 6,08 Mrd. Euro zu und das Periodenergebnis 2025 der Erste Group Bank zog gar um 12,3% auf 3,51 Mrd. Euro (Vorjahr 3,13 Mrd.) hoch. Der nächste Rekordgewinn der Bank.
Die Bilanzsumme zog um 4,2% auf 368,57 Mrd. Euro hoch und der Personalstand (der bei den meisten Banken ziemlich reduziert wird) blieb mit 45.717 Menschen (Vorjahr: 45.700) fast gleich.
Was so manche dividendenorientierte Aktionäre der Ersten wohl etwas treffen wird ist die geplante Reduktion der Dividende von 3 Euro pro Aktie (Vorjahr) auf nunmehr 0,75 Euro. Diese Reduktion ist dem Kauf der Santander in Polen geschuldet, welcher gänzlich aus Eigenmittel finanziert wird. Verständlich.
2026 wird dann die Vollkonsolidierung der Erste Bank Polska einfließen und das Zahlenwerk wohl deutlich erhöhen. Für 2026 geht man einmal von einem Nettogewinn bei etwas unter 4 Mrd. Euro aus - mit Bereinigungen (Aufwertungen) des Polen-Kaufs könnte dieser sogar über 4 Mrd. Euro liegen.
Ob der Kauf in Polen ein guter Deal war, wird sich wohl erst langfristig weisen. Im letzten Jahr legte der Kurs der Aktie jedenfalls einmal fett zu: Lag dieser vor 12 Monaten noch bei 69 Euro pro Aktie und konnte man im April 2025 noch um 55 Euro einkaufen, lag der Preis im Februar schon bei 110 Euro pro Anteil. Mit 105 Euro ging es vor Zahlen aus dem Markt, die ersten Kurse an den Wiener Börse lagen bei 103 bis 104 Euro (also leicht negativ).
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Februar 2026