Der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) hat aktuell die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlich. Und diese zeigen eine durchaus positive Entwicklung in einem ziemlich gesättigten Markt.
Im Bereich Schaden-Unfall (inklusive KFZ-Versicherungen, Haushalt, Rechtsschutz, Eigenheim etc.) wurde für 2025 ein Prämienvolumen von 13,7 Mrd. Euro erfasst. Das entspricht einem Plus von 4,9%. Dieses Plus ist natürlich auch durch (2025 noch recht hohe) Indexanpassungen zu erklären.
Ob weniger Naturkatastrophen reduzierte sich der für Versicherungsleistungen aufzuwendende Betrag auf 8,8 Mrd. Euro - ein Minus zu 2,8% zu 2024.
Mehr Prämieneinnahmen und weniger Schadensleistungen - das wirkt sich natürlich fein auf die Bilanzen der Versicherer aus.
Besonders stark gewachsen ist 2025 wieder einmal die private Krankenversicherung: 3,4 Mrd. Prämien (+8,4%) stehen hier einem Leistungsvolumen von 2,8 Mrd. Euro (+6,7%) gegenüber. In der Krankenversicherung darf man davon ausgehen, dass hier durchaus noch Wachstumspotenzial (über der Inflationsrate) besteht!
Schwach hat sich wieder einmal die Sparte Lebensversicherung entwickelt: 5,2 Mrd. Prämienvolumen sind zwar ein kleines Plus von 0,9% - zieht man davon den Index ab, bleibt da schon ein Minus...
Dieses Minus zeigt sich auch bei den laufenden Prämien, welche um 1,9% auf 4,5 Mrd. Euro sanken. Bei den Einmalerlägen wurden 0,8 Mrd. Euro verlautbart - ein Plus von 20,3%.
Im Bereich Lebensversicherung (da zählt auch die Pensionsversicherung dazu) gab es 2025 Auszahlungen von 6,3 Mrd. Euro. Dass hier die Auszahlungen deutlich höher liegen als die Prämieneinnahmen liegt auch daran, dass aktuell schon viele Lebensversicherungen mit Sparleistung im Auslaufen sind und sich die Versicherten die Prämien auszahlen lassen. Versicherungen, die in den Boomjahren abgeschlossen wurden und nun zur Auszahlung bzw. zur Rentenleistung kommen.
Die Lebensversicherung ist (auch durch den Wegfall der steuerlichen Begünstigung) ziemlich unter Druck gekommen. Auch sorgten lange niedrige Zinsen für wenig Neugeschäft und das Anlageverhalten jüngerer Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten auch von der Lebensversicherung bzw. privaten Pensionsversicherung wegbewegt. Ähnliche Probleme hat ja auch das Bausparen...
Für 2026 sind wohl wieder moderate Zuwächse im Bereich Schaden-Unfall zu erwarten, die Krankenversicherung wird weiter wachsen und die Lebensversicherung bzw. die Privatpension via Versicherung wird leider ein wenig zum Auslaufmodell...
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Februar 2026