Trotz Rekordzahlen bei den Passagieren blieb die Flughafen Wien AG (plus Beteiligungen in Malta und Kosice) im Geschäftsjahr 2025 unter den Zahlen des Jahres 2024. Hauptsächlich dafür verantwortlich: 55,9 Mio. Euro an Wertberichtigungen für den nun (vorläufig) abgesagten Bau der 3. Piste am Flughafen Wien.
Ob boomender Flughäfen (insbesondere Malta, aber auch der Hauptflughafen Wien sowie der kleine Flughafen in Kosice liefen gut) stieg der Umsatz der Gruppe 2025 um 7,2% auf 1,129 Mrd. Euro an.
Ob der Wertberichtigungen in Wien fiel das EBIT allerdings um 8,7% auf 279,5 Mio. Euro und das Ergebnis sank von 239,5 Mio. Euro auf 210,1 Mio. Euro ab.
Die Dividende lässt man mit 1,65 Euro zum Vorjahr unverändert - bei 2,21 Euro Gewinn/Aktie kann man sich das auch locker leisten.
Trotz Rekordzahlen bei den Passagieren im Vorjahr und guten Jänner-2026-Verkehrszahlen gibt man sich für 2026 deutlich vorsichtiger:
2026 erwartet man in Wien nur noch rund 30 Mio. Reisende (2025: 32,6 Mio.), einen Umsatz von 1,05 Mrd. Euro sowie einen Gewinn von rund 185 Mio. Euro. 2026 erfolgte Tarifsenkungen und ein Passagierrückgang in Wien ob Angängen von Fluglinien werden den Umsatz wohl etwas drücken. Der Flughafen Wien ist in seinen Prognosen aber traditionell eher vorsichtig.
Der Wegfall von Wizz Air sowie die Reduktion von Ryan-Air-Flugzeugen ist aber fix und auch die aktuelle Entwicklung rund um den Iran wird dem Flughafen Wien wohl Passagiere und Umsätze kosten. Auch ist aktuell schwer einzuschätzen, ob der Ölpreis die Fluglust 2026 negativ beeinflussen wird (=Preisanstiege bei den Flugtickets) und auch die steigende Terrorgefahr könnte die Flugbranche negativ treffen.
In den letzten 12 Monaten notierte die (marktenge) Aktie des Flughafen Wien ziemlich konstant bei 51 bis 56 Euro und startete den Tag der Ergebnisveröffentlichung mit knapp über 54 Euro. Da scheint nach oben ziemlich die Luft draußen zu sein.
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - März 2026