Nach Corona und dem Russland-Überfall auf die Ukraine folgte mit der zweiten Amtszeit von Trump die nächste Katastrophe. Der unsinnige (weil wohl in Sachen Extremismusregierung Irans nicht erfolgreiche) Überfall auf den Iran seitens USA und Israel bringt im Jahr 2 von Trump II wieder einmal die Weltwirtschaft in Bedrängnis. Als wären die schwachsinnigen US-Zölle 2025 nicht schon schädlich genug gewesen...
Da und dort gibt es weltweit schon Mangellagen in Sachen Gas und Öl, Europa dürfte sich diesbezüglich etwas breiter aufgestellt haben. Dass die Preise für die -nach wie vor wirtschaftlich relevanten- Fossilen aber ober der Blockade der Straße von Hormus überall kräftig in die Höhe knallten, darf nicht weiter verwundern.
Tagtäglich sieht man nun seit Wochen den Öl- und Gaspreis den Absonderungen Trumps folgen (einmal rauf, dann wieder runter) und die erst vor wenigen Monaten zur Ruhe gebrachte Inflation (sowie auch die Zinsen) zieht auch bei uns schon wieder kräfig an. Konjunkturprognosen, Gewinnprognosen oder auch Staatsbudgets sind da derzeit eher sehr schwer seriös abzugeben bzw. zu planen...
So machtlos wir dem kranken Hirn Trumps (plus dem Iran, da ist ja auch kaum Regierungsintelligenz zu erwarten) derzeit auch in Sachen Ölpreis ausgeliefert sind: Sehr wohl kann man aber den persönlichen finanziellen Schaden ein wenig kleiner halten!
Da wäre z.B. eine freiwillige Temporeduktion auf der Autobahn: 110 oder 115 statt den üblichen 130+ sparen gewaltig Sprit ein. Eigentest: Für 100 durchschnittliche (100 km/h) Autobahnkilometer (mit 80er-Zonen ob Baustellen) auf der Südautobahn benötigt mein mittelgroßes Auto bei intelligenter Fahrweise unter 5 Liter. Mit 130, 140 oder 150 (wie viele unterwegs sind) wären es da rund 2-3 Liter mehr...
Das ergibt dann an der Zapfsäule schon einen respektablen Unterschied - wer unbedingt Vollgas glühen muss: Selber schuld, kein Mitleid.
Auch wenn die Strompreise im letzten Jahr gesunken sind: Derzeit trügen die Börsenstrompreise etwas! Bis in den Oktober hinein sollte die gut ausgebaute Photovoltaik an den meisten Tagen für (zumindest untertags) erträgliche Strompreise sorgen. Spätestens ab Herbst wird es dann aber wohl unangenehm!
Denn wenn dann die Sonne deutlich weniger wird, die Flüsse wenig Wasser führen und vielleicht auch noch der Wind ruht, zieht der Einsatz von viel Erdgas die Strompreise dann kräftig in die Höhe. Wer zumindest die nächsten 12 Monate einen halbwegs günstigen Strompreis haben möchte, sichert sich jetzt einen Garantietarif. Denn die Gaslager in Österreich sind ob des strengeren Winters ziemlich leer und müssen heuer wohl besonders teuer befüllt werden - und das gilt auch für andere Länder mit den Österreich im Stromaustausch steht.
Das wird natürlich auch an den Gaspreisen im nächsten Winterhalbjahr nicht spurlos vorübergehen: Auch hier ist derzeit ein Blick auf Garantietarife zu empfehlen.
Natürlich kann seitens Trump (TACO = Trump Always Chickens Out) jederzeit eine Kehrtwende im Nahen Osten bevorstehen und der Öl- und Gasfluss aus der Region hebt wieder an. Jedoch hat der bisherige Krieg (auch eine weitere Eskalation ist natürlich jederzeit möglich) auch sehr viele Anlagen zerstört und bis die einstigen Lieferkapazitäten wiederhergestellt sind vergehen noch viele Monate, wenn nicht da und dort auch einige Jahre...
Für 2026 darf man in Sachen Energiepreise demnach durchaus pessimistisch (= hohe Energiepreise zu erwarten) sein. Wer kann, sollte seine Energieunabhängigkeit ausbauen und neben einer Photovoltaikanlage (die ohnehin schon viele haben) auch an ein E-Auto (kommt gerade in eine Entwicklungsphase, die auch schon für Private interessant wird) denken.
Aus Öl und Gas in Sachen Heizung sollte man (so man kann) ohnehin schon länger ausgestiegen sein. Hier empfehle ich zwecks Umstieg jedenfalls eine Wärmepumpe. Auch Pellets (z.B. beim Ausstieg aus Öl) oder gar das gute alte Brennholz (hier gibt es schon deutlich effektivere Öfen) sind zukunftsträchtige Alternativen. Auch wenn Brennholz leider ein wenig arbeitsintensiver ist als voll- bzw. teilautomatische Heizsysteme: Hier ist die Versorgung via Inland ziemlich gesichert und die Abhängigkeit von Schurkenstaaten bzw. seniler Staatenlenker deutlich reduziert. Darüber hinaus zeigt sich Brennholz (außer in der Panikphase 2022-2023) sehr preisstabil.
Im letzten Jahr ist es um den Ausbau der Erneuerbaren leider ziemlich ruhig geworden. Einerseits fehlt nach der VP-Grünen-Regierung das Geld in der Staatskassa, andererseits gibt es z.B. bei Windrädern immer mehr populistisch motivierten Gegenwind. Dabei wäre ein starker Ausbau der Windkraft insbesondere im stromproduktionsarmen (aber verbrauchsintensiven) Winterhalbjahr sehr relevant - genau dann produziert nämlich die Windkraft deutlich mehr und kann den Rückfall der Photovoltaikanlagen bzw. die Niederwasserführung der Flüsse einigermaßen kompensieren.
Die Klimaziele in Österreich bis 2030 werden trotz der aktuell wieder aufkommenden Diskussion wohl nicht geschafft - wiewohl die Abhängigkeit von Fossilen (zumindest beim Strom, langsam aber auch beim Öl) sich laufend etwas reduziert. Viel hängt hier halt nach wie vor von der in Österreich so wichtigen Wasserkraft ab...
Was man in den nächsten Jahren seitens Politik deutlich mehr fördern sollte: Batteriespeicher für Photovoltaik & Wind, Pumpspeicherkraftwerke und den raschen Netzausbau.
Was man selber machen kann: Auf Erneuerbare setzen, E-Car kaufen, Speicher kaufen (schon bald auch wirtschaftlich...), weniger Energie verbrauchen, Haustechnik optimieren (Strom dann verbrauchen, wenn er billig ist bzw. gerade produziert wird) und unbedingt auch laufend den Energieanbieter (Strom, Gas) vergleichen.
Geldmarie-Linktipps:
Ad hoc-Meldung - April 2026