2026 wird für die Luftfahrt ja ein interessantes Jahr und dies gilt auch für die Flughafen Wien AG, auf welche da einige Herausforderungen zukommt. Der Wegfall von Billigfluglinien, die Krisen im Nahen und Mittleren Osten sowie die deutlich steigenden Ölpreise sind schwer negative Fakten - die sich aber im 1. Quartal 2026 noch nicht in den Zahlen ausgewirkt haben.
Von Jänner bis März 2026 konnte die Flughafen Wien-Gruppe (Flughäfen Wien-Schwechat, Malta und Kosice) nämlich nette 8,3 Millionen Passagiere verzeichnen - ein solides Plus von 5,3%. In Wien fiel das Plus mit 1,6% (6,11 Mio. Passagiere) deutlich geringer aus, Malta boomt aber weiter (2,07 Mio., +15,4%) und auch der kleine Flughafen in Kosice (Slowakei, +40,9%, 166.034 Passagiere) legte fett zu.
Hier gilt es aber zu erwähnen, dass der wichtige Osterverkehr in den März fiel. Von Jänner bis April gerechnet liegt Wien mit 8,69 Mio. Passagieren nun sogar schon mit 1,5% im Minus. Ein Minus, welches sich voraussichtlich 2026 fortsetzen wird...
Während die Flugbewegungen in Wien mit 47.422 schon leicht sinkend war (-2,4%) wurde dieses Minus durch höheren Sitzladefaktor mehr als kompensiert. Das Frachtvolumen zog in den ersten 3 Monaten 2026 um 0,4% auf 73.605 Tonnen an.
Die Finanzzahlen sind nach dem 1. Quartal 2026 ebenfalls noch sehr positiv: Der Umsatz ging um 6,1% auf 239,6 Mio. hoch, das EBIT erhöhte sich um 11,6% auf 54,4 Mio. Euro und das Ergebnis vor Minderheiten konnte um 5,3% auf 42 Mio. gesteigert werden.
Der Start ins neue Jahr ist also durchaus gelungen und seitens Flughafen Wien AG geht man weiterhin von einem Jahresumsatz von 1,05 Mio. Euro aus, erwartet 41,5 Mio. Passagiere (davon 30 Mio. in Wien). Wie im Vorjahr soll der Gewinn bei rund 185 Mio. Euro liegen.
Wohin die Reise 2026 wirklich geht, wird sich wohl schon im 2. Quartal zeigen: Während Kosice und Malta wohl weiter zulegen, wird es in Wien wohl weniger Passagiere geben als noch im Vorjahr.
Diese negativen Aussichten für den Flugverkehr sind auch schon in der Aktienentwicklung des letzten Jahres eingepreist: Zahlte man im Februar 2026 noch rund 56 Euro pro Anteil, kriegt man die Aktie aktuell schon um etwas über 48 Euro.
Hält die Nahostkrise sowie der hohe Ölpreis weiter an und ziehen weitere Billigairlines ihre Flugzeuge aus Wien ab, sind schwächere Zahlen wohl logische Folge. Tritt gegenteiliges ein (Iran-Krise zu Ende, Ölpreis fällt), kann man zu den aktuellen Preise wohl auch zuschlagen.
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Mai 2026