Wenn ein offensichtlich geistig gestörter Mann die USA regiert (der WM-Manipulationsversuch via Intervention beim FIFA-Präsidenten war ein weiterer "Höhepunkt") und ziemlich aus dem Nichts kommend den Iran angreift, darf man sich über eine Blockade der Öl- und Gasproduktion in der Region (via Straße von Hormus) nicht wundern. Über folgend steigende Öl- und Gaspreise natürlich auch nicht.
Nachdem Trump und seine Haberer nunmehr schon gewaltig unter Druck gerieten, ließ man sich auf einen (eigentlich permanent brüchigen) Waffenstillstand mit dem Iran ein - was zumindest den Ölpreis etwas nach unten drückte.
Ob nun die Verhandlungen mit dem Iran wieder beendet werden oder auch nicht (bei Trump ändert sich die Laune wohl stündlich), wird sich erst weisen. Es scheint aber klar zu sein: So rasch kommt in die -leider noch immer sehr fossil abhängige- Weltwirtschaft keine Ruhe.
Während wir uns im letzten Monat zumindest über deutlich fallende Ölpreise freuen konnten und Benzin und Diesel an den Tankstellen fast schon wieder "Normalniveau" erreicht haben, sind die Gaspreise an der Börsen aber nach wie vor deutlich erhöht.
Gegenwärtig kostet die Megawattstunde in Amsterdam sowie auch in Wien an der CEGH rund 49 Euro - Ende Februar (vor dem Ausbruch der Iran-Krise) waren es deren noch 30 bis 32 Euro...
Während sich der Ölpreis ziemlich beruhigt hat (was sich natürlich auch wieder negativ ändern kann), ist Gas für Europa seit dem Kriegsausbruch in der Golfregion konstant teuer.
Das ist insbesondere für Europas gasabhängige Staaten bzw. deren Wirtschaft und Menschen sehr ungünstig. Schließlich waren die Gaslagerstätten nach dem doch recht verbrauchsintensiven Winter ziemlich leer und werden nun seit März/April mit teurem Gas nachgefüllt. Dass sich dies schon sehr bald auch auf die Gaspreise für die Verbraucher sehr negativ auswirken wird, ist absehbar. Denn bis in den Herbst hinein (vor dem Winter) müssen die Speicher wieder prall gefüllt sein um problemlos über den Winter zu kommen.
Das sieht in Österreich solide aus: Aktuell sind die Speicher schon wieder zu 58% gefüllt und werden laufend dotiert - ein Gasmangel ist also nicht wirklich in Sicht.
Das jetzt teuer eingespeicherte Gas wird sich aber auch spätestens im Herbst (wenn dann die Sonnen weniger scheint, die Flüsse trocken liegen und auch der Wind nicht wehen will) sehr negativ auf die Strompreise auswirken: Bei "Dunkelflauten" wird dann wieder stark Gas "verstromt" und die Strompreise an den europäischen Preisen ziehen wieder kräftig nach oben. Schon jetzt kann man in Österreich außerhalb der Sonnenstunden recht hohe Strompreise an den Börsen beobachten - das wird sich wohl im Herbst/Winter noch verstärken...
Tritt dieses Szenario ein, wird sowohl die Strom- als auch die Gasrechnung 2027 ziemlich fett ausfallen. Wohl kein Fehler, sich jetzt noch um einen Garantietarif umzusehen...
Geldmarie-Linktipps:
Ad hoc-Meldung - Juli 2026