Der PKW-Neuwagenmarkt läuft ja laut jüngster Zahlen der Statistik Austria 2026 bisweilen sehr positiv: Von Jänner bis Juni 2026 wurden 164.529 neue PKW angemeldet - ein Plus von immerhin 15% zu den ersten 6 Monaten 2025.
Der Trend zum Alternativantrieb hält weiter an. Während die weiterhin im Gesamtbestand führenden Antriebsarten Benzin und Diesel Anteile verlieren, legt insbesondere der Hybridantrieb kräfig zu. Aber auch Elektroautos kommen in Österreich immer häufiger auch bei privaten Käufern an!
Von den 164.529 neu in Österreich angemeldeten PKW waren immerhin 60.910 Stück Hybrid-Benziner. Ein Zuwachs von 33,5% gegenüber dem Vorjahr und stolze 37% der Neuzulassungen. Hybrid-Diesel kommt hingegen weniger an (was eher am Diesel liegt...) und muss mit 6.864 Stück sogar ein Minus von 10,7% hinnehmen.
Platz 2 bei den Antriebsarten geht gerade noch an den Benzinmotor: 40.509 Benziner sind 24,6% vom Gesamtkuchen und (trotz steigender Zulassungszahlen im Gesamtmarkt) ein Minus von 0,1%.
Durchaus möglich, dass der reine Elektroantrieb da bei den Neuzulassungen schon bald an den Benzinern vorbeizieht: 40.060 Stück sind ein Marktanteil von 24,3% und ein Plus gegenüber 2025 von starken 27%.
Wieder einmal abgestunken ist der Diesel. Dieselskandal und hohe Dieselpreise an der Tankstelle machen den Dieselantrieb immer unbeliebter und so ist es nicht verwunderlich, dass Diesel-PKW mit 16.184 Stück nur auf 9,8% der Neuzulassungen kommen was einem Minus von 8,3% gegenüber 2025 entspricht.
Die Geldmarie kommt ja gerade aus Schweden bzw. Norwegen (Oslo) zurück. In Oslo sieht man dieser Tage fast nur noch Elektroautos auf den Straßen - was natürlich auch mit den hohen Förderungen im Ölförderland (!!!) für E-Cars zu tun hat.
2025 waren rund 96% der PKW-Neuzulassungen in Norwegen E-Cars. Dänemark kann da mit rund 68% fast mithalten und auf Platz 3 folgt Schweden mit immerhin 37%. Da ist demnach für Österreich (und viele weitere Länder) noch Luft nach oben.
Sieht man sich die E-Ladeinfrastruktur in diesen nordeuropäischen Ländern an, kann man klar nachvollziehen, dass dem Elektroauto die Zukunft gehört. Die Preise für die Kilowattstunde liegen dort an den Ladestationen bei ziemlich einheitlichen 45 Cent - deutlich mehr natürlich als wenn man zu Hause lädt, aber auch nicht unverschämt teuer wie noch häufig bei uns, wenn man an öffentlichen Ladestationen lädt.
37.000 öffentlich zugängliche Ladestationen soll es schon in Österreich geben - und auf rund 200.000 Wallboxen im Lande dürfte man auch bei uns schon kommen. In Verbindung mit Photovoltaik und Speicher plus bidirektionales Laden haben wir eigentlich in Österreich (ob mehr Sonne) ja sehr gute Möglichkeiten, das Laden von E-Cars günstig (und "grün") zu gestalten...
Schön langsam (aber sicher) erhöhen sich auch die Reichweiten bei E-Autos und deren Preise sind auch mit dem Eintritt neuer Anbieter (z.B. BYD) ins Rutschen gekommen.
Die Zulassungsstatistik bei den Marken wird zwar nach wie vor von VW (13,9%) und Skoda (10,7%) sowie Audi (6,6%) angeführt - die Marktanteile der einstigen Großen sinken aber schon. BYD hat sich hier schon auf Platz 8 (3,5%) hochgeschoben, Tesla mit 2,6% hat mit derzeit Platz 16 schon bessere Zeiten gesehen.
Bei den reinen E-PKW liegt Tesla aber mit 10,6% Anteil noch knapp vor Skoda (10,5%), BMW (9,9%), BYD (9,8%) und VW (8,8%).
VW & Co. haben aber wohl den ersten Zug bei der Elektromobilität versäumt - und hecheln nun den Innovatoren (Tesla, BYD etc.) nach. Ein Rückstand, den man wohl nicht leicht und schmerzlos (siehe aktuelle Planung bei VW) aufholen kann - wiewohl es ein Herr Musk (Tesla) wohl ob einiger Taten bzw. Wortmeldungen geschafft hat, das Tesla-Image kräftig anzuknacken.
Schon 2027 zieht wohl das Elektroauto bei den Neuzulassungen kräftig an den Benzinern vorbei und früher oder später wird sich das E-Car auch den Hybrid-Verkäufen nähern. Im PKW-Gesamtbestand wird es aber noch viele Jahre dauern, bis Hybrid- bzw. Elektromotor den Diesel- bzw. den Benzinmotor überholen.
Mehr Statistiken/Zahlen dazu hier: Entwicklung Elektroautos und Alternativantrieb in Österreich
Ad hoc-Meldung - Juli 2026