Kein besonders feines erstes Halbjahr verzeichnete die Österreichische Post AG 2026: Das Ergebnis nach Steuern brach von 68,4 Mio. Euro (Halbjahr 2025) auf nunmehr 22,8 Mio. Euro gewaltig ein.
Der Umsatz der Post AG konnte in den ersten 6 Monaten 2026 noch um 3,8% gesteigert werden. Hier ist vor allem der Bereich "E-Commerce & Logistics" mit einem Zuwachs von 11,5% auf nunmehr 910,9 Mio. Euro hauptverantwortlich und hier wiederum die Integration des zugekauften E-Commerce-Providers "euShipments.com" per März 2026.
Traditionell schwächelte der Bereich "Brief, Filiale & Services" weiter und verlor beim Umsatz 7,4% auf 566,1 Mio. Euro. Der heimische Paketmarkt lief weiterhin fein und die Paketmenge zog in Österreich um 9% an. Man darf diesbezüglich schon gespannt sein, wie sich die neue "Paketsteuer" auf den Paketbereich auswirkt - diese ist voraussichtlich ab 1.10.2026 wirksam...
Sämtliche relevanten Zahlen waren im 1. Halbjahr 2026 negativ: So verlor das EBITA 5,9% auf 187,7 Mio. Euro, das EBIT reduzierte sich um 22% auf 73,3 Mio. Euro und das Finanzergebnis war mit einem Minus von 32,2 Mio. Euro (Vorjahr: -1,8 Mio.) hauptverantwortlich für den starken Gewinneinbruch der heimischen Post.
Auch die Markteinführung des Telekom-Anbieters YELLOW kostete natürlich Geld, könnte sich aber in den nächsten Jahren noch positiv auswirken. Die bank99 erzielte übrigens ein positives EBIT von 4,2 Mio. Euro und bietet seit Juni auch ein Wertpapierdepot an.
Die Aktie der Post AG (ein klassischer "Dividendentitel") ging zuletzt mit 32,40 Euro aus dem Handel und wird es wohl demnächst schwer haben, dieses Kursniveau zu halten. Die Dividende von 1,83 Euro für 2025 (bei einem Gewinn von 1,96 Euro pro Aktie) scheint nämlich 2026 eher sehr schwer zu erzielen...
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Ad hoc-Meldung - August 2026