Trotz Wegfall von Billigfluglinien und der anhaltenden Nahost-Krise sehen die aktuell seitens Flughafen Wien AG präsentierten Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2026 durchaus gut aus. Für das Gesamtjahr 2026 kann man die Erwartungen sogar noch etwas nach oben schrauben.
Auch wenn der Flughafen Wien ob Wegfall einiger Airlines 2026 in Sachen Passagiere auf dem Heimatflughafen (Wien) ein wenig kleinere Brötchen backen muss: Nachdem die ebenfalls zur AG gehörenden Flughäfen Malta und Kosice (SVK) boomen, sehen die Gesamtzahlen weiterhin sehr gut aus.
So konnte die Flughafen Wien AG den Umsatz im 1. Halbjahr 2026 um 0,9% auf 529,3 Mio. steigern. Das EBIT nach 6 Monaten liegt bei 159,4 Mio. und damit um 9,1% höher als noch im Vorjahr. Und auch das Halbjahresergebnis liegt mit 123,2 Mio. Euro um nette 7% über dem ohnehin schon guten Vorjahr.
19,98 Mio. Passagiere wurden in der Gruppe bisweilen gezählt, 14,27 davon erfasste man in Wien. Das ist ein kleines Minus von 3,2% für Wien. In Malta ging es mit 5,25 Mio. Passagieren (+15,6%) weiter steil bergauf und der kleine Flughafen Kosice verzeichnete mit 460.245 Passagieren gar ein Plus von 43,5%.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet man nun für die Gruppe einen Umsatz von 1,08 Mrd. Euro sowie rund 190 Mio. Euro Gewinn. Damit läge man sogar leicht über dem Vorjahresgewinn. Passagiertechnisch rechnet man nun ganzjährig (optimistischer) mit 42,5 Mio. in der Gruppe und mit 30,5 Mio. in Wien.
Politisch äußert man den Wunsch, die Flugabgabe in Österreich zu streichen - solange man in Europa aber nicht zu einer einheitlichen Kerosinbesteuerung kommt (die solche Abgaben dann obsolet macht), sollte man seitens Politik aber wohl auf dieser Abgabe weiter insistieren bzw. diese ob Klimaschutz sogar ausdehnen. Denn Fliegen ist ja bekanntlich am Klimaproblem nicht ganz unbeteiligt...
Die Flughafen-Aktie ging (auch ob der guten Zahlen) im frühen Handel leicht erhöht in den Börsentag und ist um die 50 Euro nach wie vor wohl einen Kauf wert...
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - August 2026