Mit 1.6.2026 hat die Statistik Austria wie üblich den Bestand von Rindern sowie Schweinen in Österreich gezählt bzw. erfasst. Ob der dann folgenden Hitzewellen mit großen Problemen für die Rinderhaltung (zu wenig Heu, teure Futtermittel...) dürften insbesondere bei den Kühen die Statistik auch schon wieder etwas veraltet sein...
Zum Stichtag 1.6.2026 war der Bestand an Rindern in den österreichischen Betrieben noch sehr stabil: 1.790.211 erfasste Rinder sind sogar ein kleines Plus von 64 Stück im Vergleich zum Vorjahr.
Rinder mit einem Alter unter einem Jahr zählte man 560.600 (-0,3%), 1-2 Jahre alt waren 416.900 Rinder (+0,6%) und über 2 Jahre alt wurden 812.700 Tiere erfasst (gleichbleibend).
Die Anzahl der Betriebe mit Rinderhaltung sinkt weiterhin deutlich: Nur noch 48.988 Betriebe wurden gezählt - ein Minus von 1,9% zum Vorjahr. Dafür betrug die durchschnittliche Anzahl an Rindern pro Betrieb nunmehr 37 Tiere (nach 36 davor). Die Betriebe in der kleinteiligen österreichischen Viehwirtschaft werden somit weiter deutlich weniger - dafür aber größer.
Auf die nächsten Zahlen bezüglich Rinderbestand darf man schon gespannt sein. Es ist aber ob der vielen Meldungen bezüglich Notschlachtungen ob Futtermangel für den Herbst/Winter (zu wenig Niederschläge, zu heiß für die Wiesen...) davon auszugehen, dass sich der Rinderbestand schon aktuell ziemlich reduziert hat.
Mit 2,7 Mio. Scheinen in den heimischen Betrieben per 1.6.2026 stellte die Statistik Austria ein Minus von 0,7% gegenüber dem Vorjahr fest.
1,27 Mio. Ferkel & Jungschweine (-1,2%), 997.900 Mastschweine (+0,4%) sowie 201.900 Zuchtschweine (-2,8%) wurden dabei gezählt. Zu 94,1% sind diese in den 3 Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich sowie der Steiermark untergebracht.
Gerade bei den Schweinen sinkt der Bestand deutlich weiter. Das hat einerseits mit massiven Ernährungsumstellungen in der zumeist jüngeren Bevölkerung (Veganismus etc. boomt weiter) zu tun und anderseits natürlich auch mit der Tatsache, dass viele Zuwanderer aus religiösen Gründen gar kein Schweinefleisch essen.
Auch bei den Schweinderln ist demnach weiterhin mit einem Bestandsrückgang zu rechnen.
Ad hoc-Meldung - August 2026