Auch im Vorjahr hat die Geldmarie sich wieder an eine Prognose von wesentlichen Wirtschaftskennzahlen bzw. Börsen für das nächste Jahr gewagt. Wie so oft ist dieser Versuch wiederum nur mittelprächtig gelungen. Denn wäre hätte schon im September des Vorjahres den Angriff der USA auf den Iran sowie die dadurch resultierenden hohen Energiepreise voraussagen können.
Dadurch sind auch die Zinsen wieder etwas gestiegen (als Inflationskiller) - Gift für die ohnehin schwächelnde Weltwirtschaft. Interessanterweise haben sich die Aktien weltweit trotz Krise deutlich nach oben geschoben und so mancher Index verzeichnet im September 2026 täglich einen neuen Höchststand. Die Börsenwelt agiert nicht immer logisch - und so mancher Weltkonzern macht auch im trüben Fahrwasser guten Fang. Hinzu kommt wohl auch die immer noch vorherrschende KI-Begeisterung. Hier sind die Vorschusslorbeeren wohl da und dort zu dick verteilt...
Wie auch immer: Auch für 2026/2027 wagt die Geldmarie wieder eine eigene Prognose - und hofft, wiederum zumindest mehr als die Hälfte der Werte tendenziell richtig einzuschätzen. Begründungen für diese Annahmen (natürlich ohne Garantie;-) gibt es weiter unter dem Zahlenwerk.
| Titel | Kurs/Stand 7.9.2026* | Progn. 7.9.2027 | Kurs/Stand 7.9.2027 | Tendenz Richtig/Falsch |
|---|---|---|---|---|
| ATX | 6.868 | 6.900 | ||
| Dow Jones | 53.233 | 50.000 | ||
| Euribor 1 Mt. | +2,36 | +2,60 | ||
| Gold $ | 4.398 | 4.800 | ||
| Euro/$ | 1,16 | 1,24 | ||
| Öl/$ Brent | 96 | 80 | ||
| Inflation AT | 3,2 | 3,5 |
*= 7.9.2026, 12.30h
ATX
Der ATX notiert zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung gerade auf Rekordniveau. Getragen wird der ATX primär durch den Bankensektor, welcher in den letzten Jahren ausgezeichnet verdient hat. Hier sehe ich kaum noch viel Platz nach oben. Mit steigenden Zinsen werden sich auch die Kreditvorsorgen erhöhen und die Wirtschaft kommt wohl auch in absehbarer Zeit nicht wirklich in Schwung...
Dow Jones
Während die USA eigentlich in Richtung Staatsbankrott treibt (und das noch nicht wirklich aufgefallen ist bzw. man weiterhin wegsieht...), geht es den Dow-Jones-Unternehmen weiterhin zumeist recht gut. Darum habe ich auch letztes Jahr den Dow falsch eingeschätzt. Aber früher oder später kracht es auch dort kräftig (insbesondere solange der unfähige Trump noch agiert) - und der Dow Jones muss nach unten korrigieren.
Euribor
Weil wir gerade bei Trump waren: Fast ausschließlich dieser und seine Bande haben den unnötigen Krieg in der Goldregion begonnen und für stark steigende Öl- und Gaspreise gesorgt. Die werden uns eine wieder anziehende Inflation bescheren was wiederum die EZB auch die Leitzinsen anheben lässt. Vielleicht sogar noch mehrmals...
Gold in Dollar
Gold hat im letzten Jahr einen Riesensprung nach oben gemacht. Nach einer Konsolidierung in den letzten Monaten ist ein weiterer Ausbruch nach oben für mich aktuell wahrscheinlicher als ein Rückgang. Krisenzeiten sind für Goldpreise Aufwindbedingungen...
Euro zum US-Dollar
Nochmals Trump: Explodierende Staatsfinanzen und ein launischer Vogel müssten den Dollarpreis eigentlich drücken.
Ölpreis
Der Ölpreis ist besonders schwer zu prognostizieren. Einerseits hängt er von der Wirtschaftslage und dem Winter in kälteren Regionen ab, andererseits gegenwärtig sehr stark von der Straße von Hormus (Iran-Krieg). Gibt es hier in den nächsten 12 Monaten Entspannung (hoffen wird man ja noch dürfen...), sollte sich auch der Ölpreis wieder beruhigen.
Inflationsrate Österreich
Kurz war man in Österreich ja schon in Richtung 2% unterwegs, dann sorgten die steigenden Energiepreise aber wieder für einen Schub nach oben. Der wird wohl leider noch einige Zeit (wohl den gesamten Winter) anhalten bzw. sich vielleicht sogar verstärken. Gibt es in Sachen Öl- und Gasversorgung Entspannung, wird sich auch die Inflationsrate wieder beruhigen. Die angestrebten 2% Inflation sehe ich aber keinesfalls - eher sind wir gegenteilig unterwegs...
Die Prognosen sind selbstverständlich ohne Gewähr!
Geldmarie-Linktipp: