Die Austrian Anadi Bank aus Klagenfurt in Kärnten ist wohl vielen Bankkunden und Anlegern wenig bekannt. Tatsächlich wurde der Vorläufer der Bank aber schon im Jahre 1896 als Kärtner Landeshypothekenanstalt gegründet und erlangte viele Jahre später als Hypo Alpe Adria Bank traurige Berühmtheit.
2013 kaufte dann die britisch-indische Kanoria-Gruppe das (relativ kleine) österreichische Filialgeschäft aus der Konkursmasse der Hypo Alpe Adria und benannte die Bank schon sehr bald (aus nachvollziehbaren Gründen) in Austrian Anadi Bank um.
"Anadi" bedeutet auf Hindi "ewig" - ob die Filialen in Kärnten und die Geschäftsstellen in Wien, Graz und Salzburg ewig bleiben würden, durfte schon beim Kauf bezweifelt werden.
Mit 14. September 2024 wurde die Übergabe des Filialgeschäftes (10 Filialen) mit ca. 42.000 Retailkunden und einigen KMU-Kunden an die Bank Burgenland (GRAWE Bankengruppe) fixiert - "ewig" war demnach die Übernahme nicht. 1,7 Mrd. Euro Geschäftsvolumen und 70 Mitarbeiter wechselten damit zur Bank Burgenland.
Anfang 2026 wurde dann auch die Übernahme von 100% der Anadi-Anteile via Bank Burgenland (zur GRAWE Bankengruppe gehörend) verlautbart. Betont wurde dabei, dass die Anadi Bank "als selbstständiges Institut bestehen bleibt" und insbesondere die Präsenz in Kärnten wurde betont. Es scheint aber nicht unmöglich, dass so mancher Bereich (insbesondere die Onlineaktivitäten) früher oder später in der (ebenfalls der GRAWE-Bankengruppe zugehörigen) DADAT aufgeht...
Schon sehr bald nach dem Marktauftritt als "Austrian Anadi Bank" fiel die Bank jedenfalls sehr häufig im Sparbuchvergleich mit guten Zinsen positiv auf, ab 2015 gab es auch eine deutliche Strategieänderung hin zum Online-Banking, auf welches man sich auch ab 2024 ausschließlich konzentrierte.
Seit 2015 wurden auch Tagesgeld und Festgeld zur Onlineanlage angeboten - insbesondere beim Festgeld konnte man gleich im Vorderfeld gut mitmischen.
2017 war man dann auch beim Tagesgeld-Angebot mit einer Neukundenaktion vorne, die eingeschlagene Marschrichtung in Sachen Direktbank wurde konsequent weiterbeschritten. Im April 2017 folgte dann auch noch ein Online-Gratis-Gehalts- und Pensionskonto, auch Onlinekredite werden mittlerweile schon länger angeboten.
Ob der der guten Konditionen wurde die Austrian Anadi Bank 2017 auch von der Geldmarie zur Bank des Jahres gekürt. Auch in der Folgejahren blieb die AAB (die mittlerweile primär als "Anadi Bank" firmiert) durchaus oft eine interessante Option.
Stand 2026 ist die Anadi Bank im Direktbanken-Geschäft jedenfalls weiterhin im Vorderfeld präsent.
Geldmarie-Linktipp: