Der Deutschen Mark jammern ja auch noch heute viele Deutsche nach - immerhin war sie eine stabile/harte Währung, mit welcher viele Deutschen das Wirtschaftswunder in Germany in Verbindung brachten (und immer noch bringen). In so manchen Tourismusgebieten Österreichs war die Deutsche Mark fast so etwas wie eine "Zweitwährung" und der Schilling in Österreich hat sich in Sachen Währungspolitik auch (sinnvollerweise) an die DM (D-Mark - also die Deutsche Mark) gekoppelt.
Hat man sich ein paar alte Geldscheine aufgehoben (und auch noch nicht in Euro gewechselt) und sind diese dazu auch noch in sehr gutem Zustand (idealerweise noch nicht im Umlauf gewesen), so sind mit alten DM-Scheinen dieser Tage recht nette Preise zu erzielen.
Historisch gibt es Papiergeld in Deutschland mit Markwährung schon deutlich länger als 1948. "Mark" waren schon in den diversen Deutschen Reichen die Währungseinheit, "Reichsmark" dann in einer weniger erfreulichen Periode...
Ab 10.6.1948 ersetzte dann aber die Deutsche Mark die alten Reichsmark oder auch das Geld der Allierten Militärbehörde und die neuen Geldscheine wurden in "Westdeutschland" unter der Kontrolle der Westallierten ausgegeben. In der DDR war hingegen schon die "Deutsche Notenbank" (später "Staatsbank der DDR") zugegen - die heutige Preise für deren Geldscheine (1948 bis 1990 im Umlauf) können Sie hier nachlesen: Banknoten DDR mit Preisen
Ab 2026 finden Sie hier (Rubrik noch im Aufbau) Auktionsergebnisse von Ebay bezüglich folgender Banknoten aus der BRD. Bitte beachten, dass sich diese Preise natürlich auch sehr stark nach dem jeweiligen Zustand der Banknoten richten: Für zerknitterte, schmutzige oder rissige Geldscheine gibt es natürlich deutlich weniger Geld als für neuwertige oder gar bankfrische Banknoten. Die Ergebnisse der gleichen Banknote können daher durchaus abweichen!
Die erste Serie der neuen Banknoten für den Westteil Deutschlands wurde in den USA gedruckt. Daher sind einige Banknoten auch dem US-Dollar nicht unähnlich ausgefallen. Einige dieser Banknoten tragen auch die Aufschrift "Serie 1948" und ein Hinweis auf die ausgebende Nationalbank fehlte - immerhin war es damals ja noch möglich, dass der Ostteil Deutschlands ja nicht ausschließlich in die "Freundesgruppe Sozialismus" kommt...
Auflistung noch in Arbeit!
| Jahr | Nominale | Preis(e) Euro |
|---|---|---|
| 1948 | 1/2 Mark | 4 |
| 1948 | 1 Mark | 2, 3, 3, 3, 4, 19 |
| 1948 | 2 Mark | 20 |
| 1948 | 5 Mark | x |
| 1948 | 10 Mark | x |
| 1948 | 20 Mark Blau-Rot*1 | x |
| 1948 | 20 Mark Grün-Grün*1 | x |
| 1948 | 50 Mark Schwarz-Rot*1 | x |
| 1948 | 50 Mark*1 Violett-Violett | x |
| 1948 | 100 Mark | x |
*1: Von 20- und 50-Mark-Scheinen gab es 2 unterschiedliche Motive. Die angegebenen Farben sind die hier jeweiligen Farben auf der Vorder- und der Rückseite dieser Geldscheine.
Die zweite Serie der deutschen Banknoten trug dann anstatt der Aufschrift "Banknote" schon die Aufschrift "Bank Deutscher Länder". Anfangs wurden diese Banknoten auch noch nicht in Deutschland gedruckt (sondern in England, Frankreich und den USA), ab 1955 war dann die Bundesdruckerei Deutschlands für die Herstellung der Geldscheine zuständig.
Nicht alle alten Geldscheine wurden gleich durch diese neue Serie ersetzt - im Gegenteil, es kamen sogar noch 5- und 10-Pfennig-Scheine hinzu.
| Jahr Ausgabe | Nominale | Preis(e) Euro |
|---|---|---|
| 1948 | 5 Pfennig | 2 |
| 1948 | 10 Pfennig | 5 |
| 1950 | 5 Mark | 22, 23, 146 (Unzirkuliert) |
| 1951 | 10 Mark | 7, 8, 14, 15, 15, 21 |
| 1952 | 20 Mark | 14, 16, 23 |
| 1951 | 50 Mark | 36, 41 |
| 1951 | 100 Mark | x |
Nachdem 1957 die Bank Deutscher Länder zur Deutschen Bundesbank wurde, war der Aufdruck auf den alten Geldscheinen eigentlich falsch und man startete gleich mit den Planungen für eine neue Banknotenserie.
Darüber hinaus waren die alten Banknoten qualitativ noch deutlich minderwertiger und waren schon nach einigen Jahren ziemlich abgegriffen. So war eine neue Serie höchst an der Zeit und ab 1961 wurde die dritte Banknotenserie der Bundesrepublik Deutschland in den Umlauf gebracht.
Wurden die ersten beiden Serien noch im Ausland produziert, erfolgte hier der Druck schon fast ausschließlich in Deutschland. Kleinere Banknoten wurden nun nicht mehr herausgegeben - die 5-Mark-Banknote sollte ab sofort der Schein mit dem geringsten Nominalwert sein.
Insgesamt gab es von der 3. Serie 5 Ausgaben (u.a. wegen Wechsel des Bundesbankpräsidenten und auch technischen Neuerungen) - mehr dazu beim Wikipedia Link ganz unten. Bei der Erfassung von Auktionen haben bei den Banknote den jeweiligen Aufdruck des Jahres in Klammer (hinter dem Preis) hinzugefügt.
| Jahr Ausgabe | Nominale | Preis(e) Euro |
|---|---|---|
| 1963 | 5 Mark | 5 (1980) |
| 1963 | 10 Mark | 23 (1960), 24 (1970), 4 (1980) |
| 1961 | 20 Mark | 19 (1980) |
| 1962 | 50 Mark | 39, 50, 52 (alle 1970) |
| 1962 | 100 Mark | 76 (1977), 64 (1980) |
| 1965 | 500 Mark | 466 (1977) |
| 1964 | 1000 Mark | 730 (1977) |
Nach einigen Adaptierungen innerhalb der dritten Banknotenserie dachte man dann in den 1980ern einige Zeit über eine neue Serie nach. Diese sollte dann erstmals ab 1990 ausgegeben werden und deutlich mehr sowie bessere Sicherheitsmerkmale aufweisen als die alten Serien.
Und kaum waren diese Scheine so richtig angekommen und angenommen, stand 2002 auch schon der Euro mit seinen neuen Scheinen und Münzen vor der Türe...
Auch bei dieser Serie stehen auf manchen Banknoten ob zwischenzeitlicher Adaptierungen unterschiedliche Jahreszahlen - diese wurden neben den Preisen in Klammern hinzugefügt.
| Jahr Ausgabe | Nominale | Person | Preis(e) Euro |
|---|---|---|---|
| 1992 | 5 Mark | Bettina von Arnim | 3 (1991) |
| 1991 | 10 Mark | Carl Friedrich Gauß | 16 (1993) |
| 1992 | 20 Mark | Annette von Droste-Hülshoff | 15, 26 (beide 1993) |
| 1991 | 50 Mark | Balthasar Neumann | 32, 34 (beide 1996) |
| 1990 | 100 Mark | Clara Schumann | 49 (1989), 51 (1996) |
| 1990 | 200 Mark | Paul Ehrlich | 415 (1989) |
| 1992 | 500 Mark | Maria Sibylla Merian | 322, 350, 455 (alle 1991) |
| 1992 | 1000 Mark | Brüder Grimm | 790 (alle 1991) |
Man sieht schon recht rasch nach nur einigen Auktionen: Die meisten Banknoten aus der BRD sollte man dieser Tage gar nicht in Euro (zum Kurs von 1,95583 DM für 1 Euro) umtauschen. Auch wenn ein Umtausch von DM-Banknoten und -Münzen bei allen Filialen der Deutschen Bundesbank sowie auf dem Postweg über die Filiale Mainz gebührenfrei und ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung möglich ist und auch Banknoten der Bank deutscher Länder (BdL) noch immer getauscht werden.
Insbesondere schöne DM-Banknoten (idealerweise unzirkuliert) erzielen Top-Preise - aber auch seltenere Nominalwerte sind selbst in mittelprächtigem Umlaufzustand noch mehr wert als den aufgedruckten DM-Wert...
So Sie auch an Banknoten aus Österreich interessiert sind, finden Sie hier die Auflistung der Banknoten mit Auktionsergebnissen: Banknoten bzw. Papiergeld sammeln, Schilling Banknoten ab 1945, mit Preisen
Geldmarie-Linktipps: