Auch wenn man die Urlaubsdestination Wien via Auto ansteuert: Es macht durchaus Sinn, Wien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ("Öffis") zu erobern. Denn gerade in den Bereichen, wo der Tourismus hinströmt (und diese Ströme werden immer dicker), ist es immer teurer und schwieriger, sich einen legalen Parkplatz zu sichern.
Die Wiener Linien betreiben das Öffi-Netz in Wien und haben für U-Bahnen, Straßenbahnen (werden in Wien "Bim" oder -noch älter- "Hengl" genannt), Autobusse und auch für die Schnellbahn durchaus freundliche (trotz deutlicher Erhöhung ab 2026) Tarife gestaltet. Darüber hinaus sind die Öffis auch ziemlich pünktlich, sauber und das Öffi-Netz ist auch sehr gut ausgebaut.
Auf Auto oder Taxi kann man also als Urlauber in Wien (natürlich auch als Einwohner oder Beschäftigter) durchaus verzichten - Jahr für Jahr verzeichnen die Wiener Linien auch einen neuen Fahrgastrekord. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Parken immer teurer wird und verstaute Straßen immer weniger Lust auf die Autoverwendung machen.
Mit einer Fahrkarte kann man in Wien alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.
Die Einzelfahrt für Erwachsene kostet 3,20 Euro - solche Fahrscheine kann man entweder Online (da beträgt der Preis genau 3 Euro), in Trafiken oder auch bei U-Bahn-Haltestellen im Vorverkauf erwerben - diese sind dann bei Eintritt in die U-Bahn-Haltestellen bzw. auch im Bus oder im Bus selbst an den "Entwertern" zu entwerten. Umgangssprachlich wird dieser Vorgang in Wien als "Zwicken" bezeichnet.
Dieser Fahrschein berechtigt dazu, eine Fahrt in Wien zu absolvieren - dabei können aber beliebig viele Verkehrsmittel benutzt werden, (sinnvolles) Umsteigen ohne einen neuen Fahrschein zu lösen ist also erlaubt bzw. vorgesehen.
Eine Fahrtunterbrechnung ist aber nicht vorgesehen: Geht man z.B. auf der Strecke irgendwo länger essen oder besucht eine Sehenswürdigkeit, so gilt es dann einen neuen Fahrschein zu lösen. Sich unterwegs aber einen Imbiss zu holen etc. geht sich aber natürlich immer aus...
Ist man mehrere Tage in Wien mit den Öffis unterwegs, ist z.B. ein 24-Stunden-Fahrschein um 10,20 Euro eine gute Variante. Dieser gilt 24 Stunden ab dem "Stempeldatum" und der gestempelten Uhrzeit.
Sehr interessant (für einen längeren Aufenthalt) ist auch die 7-Tage-Wien-Karte, die es in Papierform oder auch digital gibt. Das Papierticket ist übrigens nicht personengebunden (also übertragbar).
Weitere Möglichkeiten: Siehe Auflistung etwas weiter unten bzw. auf der Seite der Wiener Linien (siehe Linktipps).
Für Wiener bzw. dauerhaft in Wien die Öffis benützende Menschen ist natürlich die Jahreskarte der Wiener Linien der Renner: 365 Euro kostete diese lange Jahre und war damit ein klares Bekenntnis der Stadt (welche hinter den Wiener Linien steht) zur Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Im internationalen Vergleich war das ein sensationeller Preis welcher 2026 allerdings auf 467 Euro (bzw. 506,40 Euro bei monatlicher Zahlung) erhöht wurde. Immer noch relativ günstig... Man darf sich demnach nicht wundern, dass es in Wien Ende Dezember 2024 immerhin 828.000 BesitzerInnen von Öffi-Jahreskarten gab.
Auch bei sportlichen Touristen sehr gefragt: Das Wien Mobil Rad (früher "Citybike") - ideal zum Erobern der Innenstadt und auch preiswert. Wer Infos zum Parken in Wien benötigt, wird hier fündig: Parken in Wien
Schönen Aufenthalt in Wien zu wünschen - nutzen Sie die Öffis!
Alte Einzel- und Tageskarten sind noch bis 30.06.2026 gültig.
Die Digitalvarianten aller untenstehenden Ticketpreise sind ein paar Euro bzw. Cent günstiger!
"Schwarzfahren" (also Benützung der Öffis ohne gültiges Ticket) kostet seit 2026 135 Euro (davor 105 Euro), zahlt man nicht sofort sondern mit Zahlungsanweisung, beträgt die "Strafe" 145 Euro.
Geldmarie-Linktipp: