Viele Jahrzehnte bezog Österreich den größten Teil seiner Gasimporte via Pipeline aus Russland. Ende 2024 war dann damit endgültig Schluss und nun hieß es plötzlich neue Bezugsquellen zu erschließen bzw. Gasleitungen zu adaptieren.
Denn auch wenn der Bedarf an Erdgas wohl in den nächsten Jahrzehnten schwinden wird (oft durch Erneuerbare ersetzbar) so setzen viele Industriebetriebe nach wie vor auf Gas, kommt die flexible Stromerzeugung auch noch lange nicht ohne Gas aus und die Haushalte werden weiterhin (wenn auch immer seltener) mit Gas heizen bzw. dieses auch zum Kochen verwenden.
Der Ausstieg aus Gas ist demnach nur langfristig möglich - und nur hohe Preise dafür werden den Ausstieg etwas vorantreiben. Das sieht man z.B. schon deutlich beim Heizen wo Gas Jahr für Jahr unpopulärer wird und die Wärmepumpen einen Siegeszug angetreten haben.
Der Gaspreis orientiert sich in der Regel (aber nicht immer) am Ölpreis - ist Öl teuer, steigen auch die Gaspreise an den Börsen.
Nach der Preisexplosion von Gas im Jahr 2022 (Überfall Russland auf die Ukraine) hat sich der Gaspreis mittlerweile etwas beruhigt und nachdem Österreich seinen Bedarf anderweitig decken kann ist auch die Panikstimmung in Sachen Gaslieferungen verflogen. Und doch ist das nun importierte Gas (das in Österreich geförderte Gas deckt nur einen sehr kleinen Teil des Bedarfs ab) teurer als das jahrzehntelang bezogene russische Pipelinegas - was auch für gasintensive Industrien sowie Haushalte finanzielle Nachteile mit sich bringt.
Der heimische Gasverbrauch ist sehr abhängig von der jeweiligen Witterung (Heizen!) und auch stark von der aktuellen Wirtschaftslage (Industrie).
Ab 2026 finden Sie hier Börsen-Gaspreise (day ahead - also für Lieferungen am nächsten Tag) der heimischen Gasbörse CEGH (Central European Gas Hub AG).
Ebenso erfassen wir den aktuellen Füllstand der heimischen Gaslagerstätten (wobei nur ein Teil des dort eingespeicherten Gases auch Österreich gehört bzw. in Österreich verbraucht wird).
Dies erfolgt 1x zum Jahreswechsel und 1x zu Beginn der neuen Heizsaison, welche zumeist Anfang Oktober flächendeckend beginnt. So zum Jahreswechsel die Füllstände der Gasspeicher mehr als 50% voll sind, müssen Sie sich als Betreiber einer Gasheizung wohl keine Sorgen machen. Außer natürlich bezüglich der Preise...
| Datum | Preis MWh | Preis Tendenz | Füllstand in % | Füllstand? |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2026 | 30,405 | fallend | 63,43 | gut |
So Sie nicht aus dem Gasbezug rauswollen bzw. rauskommen, sollten Sie sich unbedingt einmal ansehen, ob es ein alternativer Gasanbieter nicht deutlich günstiger gibt als Ihr aktueller Gaslieferant: Unter Gaspreis vergleichen gibt es mehr Infos sowie Preisvergleiche dazu.
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