Nach Rekordjahr auf Rekordjahr ging es mit dem Crowdinvesting seit 2023 deutlich bergab. Primär ausschlaggebend dafür war bzw. ist die Immobilienkrise - Immobilienfinanzierungen ergaben viele Jahre lang hohe Summen bzw. Prozentanteile am heimischen Crowdinvesting-Markt.
2020 machte das Immobilien-Crowdinvesting noch 87% der Gesamtsumme (jener Portale, welche auch die Investmentsummen veröffentlichen) aus, 2021 waren es noch stolze 83%. Seitdem reduzierte sich der Immo-Anteil deutlich und lag 2024 nur noch bei 21%. Dieser Wert könnte 2025 noch niedriger ausfallen - nach den ersten 6 Monaten des Jahres 2025 liegt er nämlich gerade einmal bei 11%.
Haben wir bei den transparenten österreichischen Crowdinvestingportalen im 1. Quartal noch eine Gesamtsumme von 9,36 Mio. Euro erfasst, so waren es im 2. Quartal 2025 immerhin schon 17,28 Mio. Euro. Das Ende eines sehr großen Fundings von FMTG Invest (mit Conda-Technik) im 2. Quartal trug aber mit 11,94 Mio. Euro hier massiv zu einer Steigerung bei.
Aber auch die Projektanzahl war steigend: Nach 17 erfolgreichen Crowdinvestings im 1. Quartal haben wir im 2. Quartal 2025 nun schon 20 Projekte gezählt und gegenwärtig sind die aktiven Portale auch durchaus gut mit laufenden Projekten gefüllt.
Neben dem Großfunding von FMTG Invest (finanziert damit die Hotelgruppe Falkensteiner) konnten im Quartal 2 auch die bekannten Portale zumindest die Millionengrenze überschreiten:
Conda finalisierte 7 Projekte mit knapp über 2 Mio. Euro Gesamtsumme, dagobertinvest (weiterhin primär in der Immobilienfinanzierung aktiv) schaffte immerhin 6 Projekte mit 1,09 Mio. Euro und Rockets konnte 5 Fundings mit einer Gesamtsumme von 1,89 Mio. Euro erfolgreich abschließen.
Auch Klimja trug sich mit 322.800 Euro noch in die (dünner gewordene) Liste erfolgreicher Portale ein.
Durchaus möglich, dass der Immobiliensektor nun den Tiefpunkt erreicht hat. Auch wenn im "Geldmarie-Crowdinvesting-Portfolio" auch dieser Tage noch weitere Projekte (die schon seit 2022, 2023 oder 2024 in Schwierigkeiten waren) pleite gehen - der Immobilienmarkt dürfte sich 2025 jedenfalls ein wenig erholen. Ob geringerer Bautätigkeit in den Vorjahren könnte das dann doch wieder die Nachfrage nach Wohnraum verstärken, das eine oder andere dahinsiechende Projekt "retten" oder gar neue Projekte erfolgreicher machen, als sie dies in den letzten Jahren waren.
Nach längerer Zeit haben sogar die Grazer Rockets wieder eine (relativ kleine) Immobilienfinanzierung online gebracht - die 300.000 Euro waren in ein paar Tagen finanziert...
Auch wenn der Sommer jetzt wirklich da ist: Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. Und Crowdinvesting ist sowieso eine riskante Anlageform - das sei auch hier wieder einmal vermerkt;-)
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Ad hoc-Meldung - Juni 2025