Die Schwarmfinanzierung via Crowdinvesting ist seit dem Beginn der Immobilienkrise ebenfalls in die Krise gerutscht. Erfasste die Geldmarie 2022 noch 133 gesammelte Millionen (via 180 erfolgreichen Fundings), waren es 2023 nur noch 108 Mio. Euro und 2024 deren nur noch 59. 2025 konnten nun gerade einmal 76 Projekte erfolgreich finalisiert werden welche auf ein Fundingvolumen von 53,87 Mio. Euro kamen.
Von den 53,87 Mio. Euro entfiel der Löwenanteil auf die Crowdinvestings der FMTG-Invest (für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group) - etwas mehr als 30 Mio. Euro konnten hier (mit Technik von Conda) in Österreich und Deutschland finanziert werden.
Da bleibt nicht mehr viel für die anderen Crowdinvesting-Portale, die anno 2025 auf 4 relevante Portale (Rockets, Conda, Dagobertinvest und Klimja) geschrumpft sind. Vor einigen Jahren buhlten noch mehr als 10 Portale um die Crowd - der Markt hat sich also deutlich bereinigt...
Der Rückgang der Volumina im Crowdinvesting-Bereich ist leicht erklärt: Viele Jahre lang prägte ein steigender Anteil von Immobilien-Crowdinvesting die Szenerie. 2020 wurden noch 87% der erfolgreichen Projektsumme in Immobilien investiert.
Nach einer Reihe von Ausfällen in den letzten Jahren lassen nun viele Investoren die Hände weg von Immo-Finanzierungen - schließlich steht man im Pleitefall von Projekten ob der nachrangigen Anleihen mit leeren Händen da.
2025 haben wir 76 erfolgreiche Projekte heimischer (transparenter) Portale beobachtet. Diese sammelten 53,87 Mio. Euro Gesamtsumme ein. Davon waren nur noch 5,35 Mio. Euro im Immobilien-Crowdinvesting zu verzeichnen - also gerade einmal rund 10 Prozent...
Die meisten dieser Immo-Crowdinvestings entfiel dabei auf dagobertinvest - aber auch Rockets kam (nach längerer Pause) 2025 wieder mit Immobilienprojekten an den Start. Die Fundingsummen bei diesen Investments sind aber deutlich kleiner als noch vor 3 Jahren und der rasche Ausverkauf von einst ist (vorläufig) auch Geschichte.
Die schon oben erwähnten 30,49 Mio. Euro Fundingsumme für 4 Crowdinvestings (2x Österreich, 2x Deutschland) der FMTG Invest sind (wie schon im Vorjahr) der Löwenanteil im heimischen Crowdinvesting. Hier handelt es sich um "Eigeninvestments" für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group - mit Technik von Conda.
Bei den klassischen Crowdinvesting-Portalen hatte mit 23 Projekten und einer Fundingsumme von 10,76 Mio. Euro Rockets die Nase vorne. Im Vorjahr haben wir bei den Rockets noch 11,37 Mio. Euro für erfolgreiche Fundings notiert.
Conda konnte 2025 16 Projekte über die Ziellinie bringen - 6,22 Mio. sind gegenüber 2024 (12,29 Mio.) auch ein deutliches Minus.
Dagobertinvest hatte wieder zumeist Immobiliencrowdinvestings am Start und konnte via 27 Fundings 4,52 Mio. aufstellen. Vorjahr: 6,27 Mio.
Neben den Rockets, Conda und dagobertinvest ist eigentlich nur noch Klimja nennenswert: 4 im Jahr 2025 finalisierte Projekte mit 1,79 Mio. Volumen sind ebenfalls ein kleiner Rückfall im Vergleich zu 2024.
Eigentlich haben wir ja schon für 2025 mit dem Durchschreiten der Talsohle beim Crowdinvesting gerechnet.
2025 wurde aber nur der starke Abschwung deutlich gebremst.
Für 2026 sehen die Vorzeichen aber tatsächlich besser aus: Einerseits ist das Niveau schon sehr schwach, andererseits kommen nun wohl auch wieder mehr Immo-Investments an den Start und deren Ausfallsquote sollte sich auch beruhigen. Ob Immobilien-Crowdinvesting eine erfolgreiche Anlageform ist, bleibt aber nach wie vor den "proof of Concept" schuldig und kann wohl erst nach einigen Jahren ohne einschlägige Krise beurteilt werden.
Tatsächlich werden aber neue Fundings schon deutlich besser geprüft als noch in den Boomjahren - Ausfälle beim Crowdinvesting gehören aber wohl weiterhin zur Tagesordnung. Also keinesfalls von hohen Zinsen locken lassen und nur Beträge in Projekte investieren, deren Verlust man sich auch leisten kann.
Und ein paar Euro (die man entbehren kann) in neue, interessante bzw. sinnvolle Projekte zu investieren, ist wohl auch kein Fehler;-)
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Die persönliche Crowdinvesting-Statistik der Geldmarie - bisweilen ein "Fiasko": Zahlt sich Crowdinvesting aus? Ein Geldmarie-Praxistest
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Ad hoc-Meldung - Dezember 2025