Seit 2023 schwächelt das Crowdinvesting in Österreich deutlich und auch das erste Quartal 2026 zeigt klar: Die Vorsicht der Anleger nach vielen schlechten Erfahrungen aus den Boomjahren (insbesondere im Immobilienbereich) hält weiter an. Hinzu kommt nun auch der endgültige Rückzug des einst sehr prosperierenden Portals Rendity (nur Immo-Crowdinvestings) welches lange Jahre im Vorderfeld der Anbieter lag und nun die Abwicklung bekanntgab.
Das erste Quartal 2026 lief besonders schwach an. Nur 5,92 Mio. Euro wurden in insgesamt 11 erfolgreich Projekte investiert. 5 davon kommen aus dem nach wie vor von dagobertinvest und den Rockets angebotenen Immo-Crowdinvesting - rund 980.000 Euro entfielen auf diese 5 Fundings.
Die extrem schwache Summe liegt aber auch primär daran, dass wir bei vielen schon 2025 aktiven Projekten die Fundingsumme für 2025 schon abgezogen haben (da 2025 schon berücksichtigt) und darüber hinaus dauert das Funding vieler Projekte derzeit deutlich länger. Dadurch "verstecken" sich einige Milliönchen aus 2026 noch in schon laufenden Portalen und werden die Zahlen im 2. Quartal 2026 wohl verbessern. Auch 2 mit Monatsende März (vielleicht) endende Projekte sind hier noch nicht inkludiert.
Von genannten fast 6 Mio. Euro entfällt alleine die Hälfte (3 Mio.) auf ein Funding von FMTG Invest (für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group) - ohne diese weiterhin erfolgreichen Großfundings wären die Zahlen der letzten Jahre (und auch 2026) noch deutlich schwächer ausgefallen.
Auf 1,32 Mio. Euro kommen die Rockets mit 6 finalisierten Fundings. Conda finalisierte 2026 bisher kein 2026 gestartetes Funding (viele Fundings sind aber derzeit online und auch schon über der Fundingsschwelle), hat aber einen "Überhang" aus 2025 (Zahlen aus 2025 schon berücksichtigt, 2026 noch gesammelt) von 712.000 Euro zu Buche stehen.
Das Immo-Crowdinvestingportal dagobertinvest kam mit 3 Fundings auf bescheidene 376.000 Euro und Klimja finalisierte 2026 schon 515.000 Euro (hier wurden 15.000 Euro abgezogen, die wir 2025 zu viel geschätzt haben). Beide Portale haben derzeit aber auch Projekte am Start.
Aktiv sind im österreichischen Crowdinvesting-Segment derzeit nur noch 5 gänzlich transparente (=Zahlen laufend zu sehen) Portale: Rockets, dagobertinvest, Conda, Klimja und FMTG Invest.
Der Markt ist demnach ziemlich bereinigt und sollte 2026 seine Talsohle erreicht haben. Ob es dann auch wieder aufwärts geht, ist angesichts der schwachen Performance in den ersten Jahren noch fraglich - zu groß ist die Enttäuschung bei vielen Anlegern nach hohen Verlusten.
Interessanter wäre das Crowdinvesting in Unternehmen auch mit echten Beteiligungen/Anteilen. Das bietet z.B. Companisto in Deutschland schon ziemlich erfolgreich an und auch in der Schweiz kann man via Oomnium schon digitale Aktien erwerben. Wird Zeit, dass Österreich hier nachzieht!
Ganz neu gestartete Fundings finden Sie immer unter: Crowdinvesting Österreich - frisch gestartet. Bookmark setzen und kein neues Projekt mehr versäumen!
Die persönliche Crowdinvesting-Statistik der Geldmarie: Zahlt sich Crowdinvesting aus? Ein Geldmarie-Praxistest
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Ad hoc-Meldung - März 2026