Gute Nachrichten (wie das etwas besser ausgefallene Budgetdefizit 2025 in Österreich) kommen dieser Tage nicht so wirklich rüber. Denn der Iran-Krieg und dessen weltweite Auswirkungen (Energieknappheit und starke Preissprünge nach oben bei Fossilen) trieben schon im März die Inflation hoch und werden dies wohl noch länger tun. Eine weitere Folge: Steigende Zinsen.
Das freut zwar vielleicht die Sparer bzw. Anleger in Tagesgeld und Festgeld - wie üblich werden die Sparzinsen aber nicht so stark steigen wie die Inflationsrate und somit scheint eine weitere Prolongation der Ära "Realwertverluste beim Sparen" fix.
Schon beim Tagesgeld zeigt sich da und dort, dass Banken die Zinssätze nach oben schrauben.
Die besten Zinssätze sind hier weiterhin Zinssätze für Neukunden. Solche Zinssätze werden aber zumeist nur für 3 oder 4 Monate geboten - da macht es schon Sinn (außer man möchte "Tagesgeldhopping" betreiben und die Gelder laufend umbuchen) sich auch die jeweiligen Zinssätze für Bestandskunden anzusehen.
Neu in unserer Aufstellung ist hier die Bigbank aus Estland: 2,05% für Bestandskunden sowie 2,50% für Neukunden auf 3 Monate (dann Normalzinssatz) sind derzeit besonders attraktiv.
Sehr fair auch das Angebot der Santander: 1,50% für den Bestand an Tagesgeldkunden sowie 2,25% für Neukunden auf 4 Monate sind ebenfalls fesch.
Die DADAT zahlt nun 2,40% für Neukundengelder (3 Monate fix) und Bestandskunden kriegen derzeit 1,30%. Auch noch nennenswert das Angebot der DenizBank, welche 2,30% für Neukunden-Tagesgeld bietet, Bestandskunden aber nur mit 1% Zinsen belohnt.
Tendenz für Tagesgeld: Leicht steigend.
Beim Festgeld (mit Fixzins) auf 1 Jahr Bindung zeigt sich der aktuelle Zinsanstieg noch deutlicher: Fast alle Banken im Spitzenfeld haben die Zinssätze im letzten Monat erhöht.
Weiterhin ganz vorne befindet sich die in Schweden beheimatete Klarna Bank die nun auf 12 Monate Bindung 2,65% bietet. Im Vormonat waren es noch 2,50%.
Ganz neu in dieser Aufstellung haben wir die Bigbank aus Estland: 2,55% sind hier Platz 2 bei 12 Monaten Laufzeit.
Stark beim Festgeld (und auch bei den Sparbüchern) ist die DenizBank: 2,35% (nach 2,15% davor) sind ebenfalls ein feiner Satz und Platz 1 bei den Banken mit heimischer Einlagensicherung. Knapp dahinter mit 2,30% (nach 2,20%) die Kommunalkredit Austria.
Auch für den April sind hier weitere Zinssatzanhebungen zu erwarten. Auch bei längeren Laufzeiten zeigen sich die Banken nun mutiger und zahlen höhere Zinsen für längere Bindungen.
Wie es mit den Zinsen weitergeht, hängt derzeit leider stark vom Geschehen im Iran ab: Je länger dieser Krieg bzw. die Krise andauert, desto stärker leidet die Weltwirtschaft und steigt die Inflation. Mit steigender Inflation sind in der Regel auch steigende Zinsen zu erwarten.
Tendenz für Festgeld: Leicht steigend.
Die besten heimischen Anbieter beim Tagesgeld finden Sie unter: Tagesgeldvergleich gelistet.
Die Bestbieter beim Festgeld finden sich unter: Festgeldvergleich
Die ganz aktuellen Bestzinsen von Direktbanken finden Sie übrigens laufend bei unserem "Sparzinsen-Ableger" - siehe Linktipp.
Stets aktualisierte Bestzinsen von diversen Sparformen in Österreich sind hier abzurufen: Zinsen vergleichen
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - April 2026