Keine Frage: Aktuell braut sich wieder eine Mega-Inflation zusammen. Die durch den Ölmangel (sowie auch dem Gasmangel) steigenden Preise für Produktion und Transport sind bisweilen ja noch nicht wirklich in den Läden angekommen - dauert der Iran-Konflikt bzw. die Blockade in der Straße von Hormuz aber weiter an, sind steigende Preise die logische Konsequenz. Und steigende Preise führen in der Regel auch zu höheren Zinsen - zuerst bei den Krediten und mit etwas Abstand dann auch bei den Spareinlagen...
Dies ist nun schon die letzten Monate deutlich zu beobachten - wiewohl sich bei den Zinsen für Sparer wohl weiterhin kaum ein Werterhalt (Inflation minus Ertrag) ausgehen wird.
Wer aktuell Geld zur Veranlagung hat, sollte dies aber keinesfalls am Konto (mit 0,01% Zinsen oder ähnlich...) herumtümpeln lassen - da macht es schon Sinn, seine Euronen auf Tagesgeld (täglich behebbar) oder Festgeld (mit frei gewählten Bindungen) umzubuchen.
Die Tagesgeldzinsen sind ob der laufenden Behebungsmöglichkeit natürlich geringer als beim Festgeld. Trotzdem haben einige Banken (in der Regel sind es Direktbanken) hier recht passable Angebote:
Die Topzinsen (derzeit 2,30 bis 2,50 Prozent) bei diversen Tagesgeld-Vergleichen sollte man aber natürlich hinterfragen. Denn zumeist sind diese nur auf 3 oder 4 Monate garantiert, dann folgt die Verzinsung mit dem Normalzinssatz welcher in der Regel deutlich niedriger ist. Also nicht gleich beim höchsten Neukundensatz zuschlagen wenn Sie das Geld vielleicht länger dort liegen lassen wollen. Gilt natürlich nicht für sogenannte "Tagesgeldhopper" welche ihre Gelder laufend zum aktuellen Bestbieter umbuchen.
Die meisten Tagesgeld-Veranlager möchten sich aber nicht laufend um die Zinshöhe kümmern sondern schätzen es, wenn die Banken laufend gute Zinsen bieten und nicht nur mit "Lockangeboten" Neukunden ködern wollen.
Empfehlenswert hier derzeit die Bigbank aus Estland, welche Stammkunden immerhin 2,05% auf Tagesgeld zahlt und Neukunden mit 2,50% locken will.
Von den Banken aus Österreich liegt z.B. die Santander Consumer Bank mit 1,50% für Stammkunden und nunmehr 2,40% für Neukunden weit vorne. Auch die 1,30% der DADAT sind o.k., Neukunden dürfen sich auf temporäre 2,40% freuen.
Kriegen Sie für Ihre täglich fälligen Spareinlagen nicht zwischen 1,00 und 1,50% sollten Sie unbedingt ein Tagesgeldkonto in Betracht ziehen!
Tendenz für Tagesgeld: Leicht steigend.
Kann man seine Ersparnisse binden, sind die Zinsen auch über die vereinbarte Laufzeit garantiert. Hier können die Banken dann ob der Bindung natürlich auch höhere Zinssätze anbieten.
Bei unserem Vergleich von Festgeld auf 12 Monate Bindung hat nun die Bigbank aus Estland mit einer Erhöhung von 2,55% auf 3,00% ein ziemlich leckeres Zinsangebot hingelegt.
Die einstige Nummer 1 im Festgeldvergleich, die schwedische Klarna Bank, hat die Zinsen (entgegen dem Trend) für 1 Jahr Bindung von 2,65% auf 2,60% reduziert, liegt damit aber immer noch im Spitzenfeld.
Von den Banken mit österreichischer Einlagensicherung sind derzeit 2,40% (Addiko Bank, Wüstenrot Bank) zu holen, die DenizBank und die VakifBank folgen hier mit 2,35%.
Zinssätze über 2% sind hier im Spitzenfeld der Anbieter schon Standard - liegt man aktuell unter 2% sollte man unbedingt einen Wechsel in Betracht ziehen.
Fast alle Topanbieter beim Festgeld haben im April die Zinsen erhöht.
Tendenz für Festgeld: Leicht steigend.
Die besten heimischen Anbieter beim Tagesgeld finden Sie unter: Tagesgeldvergleich gelistet.
Die Bestbieter beim Festgeld finden sich unter: Festgeldvergleich
Die ganz aktuellen Bestzinsen von Direktbanken finden Sie übrigens laufend bei unserem "Sparzinsen-Ableger" - siehe Linktipp.
Stets aktualisierte Bestzinsen von diversen Sparformen in Österreich sind hier abzurufen: Zinsen vergleichen
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - Mai 2026