In Sachen Zinsen gab es im Juni 2026 2 relevante Ereignisse: Einerseits hob die EZB die Leitzinsen nach längerer Zeit wieder einmal an und andererseits beruhigte sich zuletzt auch der Ölpreis deutlich. Ersteres spricht für weiter steigenden Zinsen für Spareinlagen wie Tagesgeld, Festgeld bzw. auch auf Sparbücher, zweiteres für einen Rückgang der in den letzten Monaten (ob hoher Öl- und Gaspreise) ziemlich stark gestiegenen Inflation.
Im Juni 2026 zeigte die Zinskurve aber noch nach oben und es wurde auch gemunkelt, dass die EZB die Leitzinsen vielleicht schon bald nochmalig etwas anhebt. Das spricht eher für noch leicht weiter steigende Zinsen für Spareinlagen (und leider auch für Kredite). Sehr viel wird aber von der Entwicklung der Energiepreise abhängen die wieder einmal gezeigt haben, wie stark negativ sie auf die Wirtschaft einwirken...
Neben Klimaaspekten (die man dieser Tage wieder verstärkt hören konnte, die man dann aber leider wieder recht rasch vergisst...) ist der Ausstieg aus den Fossilen wohl auch für die Verringerung der Wirtschafts-Vulnerabilität ausgesprochen wichtig.
Die Bestbieter beim Tagesgeld zeichnen sich weiterhin durch Neukundenaktionen aus.
Den besten Zinssatz hat hier wiederum die Bigbank aus Estland: 2,10% für Bestandkunden und gar fette (temporäre) 3,10% Neukundensatz sind schon ziemlich verlockend.
Konstant fein auch das Angebot der Santander: 1,50% für den Bestand an Tagesgeldkunden sowie nunmehr 2,40% für Neukunden auf 3 Monate fix sind ebenfalls fesch.
Die DADAT zahlt weiterhin 2,70% für Neukundengelder (3 Monate fix), Bestandskunden kriegen derzeit 1,60%. Erhöht hat die Zinsen für Tagesgeld aktuell auch die Austrian Anadi Bank, welche Stammkunden 1,50% zahlt und Neukunden nun mit 2,40% lockt.
Tendenz für Tagesgeld: Leicht steigend.
Weiterhin klar vorne ist die Bigbank aus Estland beim Festgeld auf 12 Monate Laufzeit: Die 3,00% blieben unverändert und sind weiterhin klar der Bestzins auf einjähriges Festgeld.
Die Hypo Oberösterreich hat weiterhin starke 2,75% auf 1 Jahr Bindung im Angebot, die schwedische Klarna Bank bietet 2,71 Prozent.
Neu auf Platz 4 nun die Kommunalkredit Invest mit 2,55%.
Viele Banken folgen dann mit 2,50% - sieht fast aus, als wäre das derzeit die "Norm" für einjähriges Festgeld.
Tendenz für Festgeld: Leicht steigend.
Bei den Sparbüchern teilen sich wieder einmal die DenizBank sowie die VakifBank die Spitzenplätze auf: Während die DenizBank bei kurzen Laufzeiten (bis 12 Monate) mit 2,50% vorne liegt, ist die VakifBank ab 18 Monaten mit 2,55 bis 2,80% (längere Laufzeit) on top.
In den nächsten Wochen sind wohl noch leicht steigende Zinsen zu erwarten und die Banken werden wohl der Reaktion der EZB folgen. Wie diese ausfällt, hängt wohl stark von der Entwicklung im Nahen Osten (Ölpreis) ab. Beruhigt sich dieser nachhaltig, hat wohl auch der heuer einsetzende Zinsanstieg bald sein Ende gefunden.
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Ad hoc-Meldung - Juli 2026