Auch 2026 dürfte die Gesamtsumme des heimischen (transparenten) Crowdinvestings wieder fallen. Kein Wunder - immerhin ist der seinerzeitige Hauptanteil an der Summe -das Immobiliencrowdinvesting- fast gänzlich verschwunden. Nach dem Rückzug von Rendity ging nun im Juni auch der zweite reine Immo-Crowdinvestinganbieter dagobertinvest in eine Pause und orientiert sich neu.
Somit verbleibt das klassische Crowdinvesting für Start-Ups und auch einige expansive Mittelstandsunternehmen bzw. ab und an auch ein größeres Unternehmen holt sich Geld von der Crowd.
Nach bescheidenen 5,92 Mio. im ersten Quartal 2026 konnte nun die Summe von erfolgreichen CI-Projekten immerhin auf 8,04 Mio. gesteigert werden.
Nach 11 erfolgreichen Projekten in den ersten 3 Monaten des Jahres 2026 waren es deren im 2. Quartal schon 23 Projekte. Nur noch 3 davon waren Immobilien-Crowdinvestings (von dagobertinvest) mit eher kleineren Summen.
Insgesamt hält man nun nach den ersten 6 Monaten bei 13,96 Mio. gesammelten Euronen (davon 1,25 Mio. aus Immo-Fundings). Die im Vorjahr gesammelten 54 Mio. Euro scheinen demnach noch in weiter Ferne. Dazu gilt es aber zu sagen, dass ein Funding von FMGT (Falkensteiner-Gruppe) derzeit schon bei über 9 Mio. Euro liegt und sich diese großen Fundings von FMTG sehr massiv auf die Gesamtsumme der Branche auswirken. Rund 4,5 Mio. haben andere Projekte derzeit schon gesammelt (und sind noch am Funden) - das 3. Quartal 2026 wird demnach die Summen noch kräftig verbessern.
Die Crowdinvesting-Landschaft Österreichs hat sich aber in den letzten Jahren massiv ausgedünnt: Rockets und Conda sind derzeit die Portale mit den meisten Fundings, Klimja ist ebenfalls noch aktiv. Die Riesenfundings von FMTG sorgen zumindest noch für nette Gesamtsummen.
Die Immo-Krise hat jedenfalls den Boom jäh gestoppt und die Branche sollte sich auch (wie z.B. Companisto in Deutschland) immer mehr zum Vertrieb von direkten Anteilen an Unternehmen entwickeln.
Denn auch wenn hohe Zinsen verlockend wirken: Geht ein Start-Up pleite (wie zumeist der Fall), geht man leer aus. Boomt ein Start-Up, kriegt man nur Zinsen und vielleicht eine kleine Erfolgsbeteiligung, ist aber am Aufstieg des Unternehmens nicht deutlich genug (wie bei Anteilen) beteiligt.
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Ad hoc-Meldung - Juli 2026