Waren es nach dem starken Anstieg der Strom- bzw. Energiepreis anlässlich des Russen-Überfalls auf die Ukraine primär Photovoltaikmodule, die da in Massen auf die heimischen Dächer montiert wurden, so werden dieser Tage Batteriespeicher immer populärer.
Kaum ein Tag vergeht derzeit, an dem nicht ein Politiker mit einem Regionalversorger vor einem neuen Batteriespeicher steht und sich ablichten lässt.
Gerade der Hitzesommer 2026 (mit wenig Stromproduktion aus Wasserkraft) zeigt auf, dass es im mit Wasserkraft eigentlich gesegneten Österreich kein Fehler wäre, die Speicherkapazitäten für Strom recht rasch auszubauen. Da ist einerseits der hohe Stromimport aus dem Ausland (2026 wohl wieder sehr negativ), andererseits auch das Stromnetz, welches durch den raschen Ausbau der Photovoltaik immer stärker unter Druck kommt.
Egal ob man nun Überschussstrom aus Wasser, Wind oder Photovoltaik hat oder auch Überschussstrom aus dem Ausland günstig zukaufen kann: Hier sind Speicher aller Art natürlich netzdienlich. Die für Österreich so wichtigen Pumpspeicherkraftwerke sind aber nicht von heute auf morgen gebaut (und werden von "Umweltschützern" auch immer öfter hart bekämpft) - große Batteriespeicher (wie auch kleine in Massen) können hier helfen.
Das hat auch der Bundesverband Photovoltaic Austria schon länger erkannt (schon 2010 organisierte man die erste Speichertagung) und der aktive Verband mit rund 470 Mitgliedern benennt sich ab sofort "Bundesverband Photovoltaik & Battery Austria" (kurz: "PV&B Austria). Damit betont der Verband nach 30 Jahren erfolgreicher Existenz auch die zukünftige Wichtigkeit von Batteriespeichern - ein Thema, an dem man wohl die nächsten Jahre auch nicht vorbeikommt.
Batteriespeicher (zu Photovoltaikanlagen) sind in Österreich leider noch eher schwach vertreten: Laut Prognose des PV&B Austria waren 2025 rund 1.650 MW Leistung installiert, welche eine Speicherkapazität von rund 3,2 GWh ergeben. Wurde die Leistung 2021 noch um bescheidene 66 MW ausgebaut, so dürften 2025 schon rund 550 MW ausgebaut worden sein. Als 2023 die Photovoltaikanlagen so richtig abhoben, wurden da gerne auch Speicherbatterien "mitverkauft" - was nachträglich betrachtet wohl kein großer Fehler war. 2026 kann man wohl wieder mit starken Ausbauzahlen rechnen - ab und an rüsten manche Menschen sogar alte Photovoltaikanlagen mit einer frischen Batterie nach...
So auch die Geldmarie, deren Wechselrichter der Photovoltaikanlage sich im Sommer 2026 verabschiedete. So kam auch gleich ein Speicher zum neuen Wechselrichter ins Haus. Ökologisch sicher sinnvoll, ökonomisch hingegen (wie die Anschaffung einer damals noch teuren Photovoltaikanlage im Jahr 2012) noch ein großes Fragezeichen.
Ob sich ein Batteriespeicher für den Privathaushalt lohnt, ist nämlich auch aktuell (trotz deutlich gesunkener Preise für die Batterien) noch sehr fraglich und kommt neben den Anschaffungskosten auch sehr auf das individuelle Verbrauchsprofil an...
Eine grobe Kalkulation einer neuen Speicheranlage finden Sie hier: Speicher-Batterien für Photovoltaikanlagen - Stromspeicher und die (noch recht frische) Amortisationsrechnung des "Geldmarie-Batteriespeichers" ist hier zu verfolgen: Speicher für Photovoltaik im Test + Ertragsrechnung ab 2025
Geldmarie-Linktipp:
Ad hoc-Meldung - August 2026