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Auch Volksbanken machen reinen Tisch


Volksbanken AG 2011 auch mit Riesenverlust

Nachdem schon Anfang dieser Woche die Erste Bank Group reinen Tisch gemacht hat und aus dem prognostizierten Gewinnen ein dickes Minus von über 900 Mio. Euro für 2011 bekanntgeben musste, zog heute auch die Volksbanken AG nach und musste für heuer schwere Verluste ankündigen.

Schon vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die (beim europäischen Bankenstresstest noch durchgefallene) Volksbanken AG (ÖVAG) für 2011 keine Dividende zahlen wird. Später wurde auch die Bedienung des staatlichen Partizipationskaptials für 2011 ausgeschlossen.

Nunmehr ist die dunkelrote Katze aus dem Sack: Aufgrund hoher Wertberichtigungen wird die ÖVAG 2011 voraussichtlich einen Verlust von ca. 900 Mio. Euro hinnehmen müssen.

Wertberichtigungen bei der Investkredit sowie bei der Rumänien-Tochter (wo auch eine Kapitalzufuhr notwendig ist) von ca. 700 Mio. Euro sind die Hauptgründe für dieses abermalige Debakel.

Schon 2009 wurde ca. 1 Milliarde Euro Verlust gemacht. 2010 dann mit 55 Mio. Euro immerhin ein kleiner Gewinn - 2011 ist die ÖVAG aber wieder kräftig in Schieflage geraten.

Durch einen optimierten Haftungsverbund mit den Volksbanken (denen die Mehrheit der ÖVAG gehört) möchte man nun das Unternehmen stärken. Auch der Verkauf des 6%-Anteils an der RZB an Raiffeisen könnte noch (dringend benötigtes) Kapital ins Unternehmen bringen.

Ob Raiffeisen sich das allerdings leisten kann und will, ist eine andere Frage. Auch wenn die RBI anlässlich der Zahlen der Erste Bank Group sich zu einer Stellungsnahme veranlasst fühlte, welche in etwa besagte, dass hier keine mittlere Katastrophenmeldung seitens RBI zu erwarten ist: Die abschließenden Zeilen "Das wechselnde und sich verschlechternde gesamtwirtschaftliche Klima wird zu einem herausfordernden Marktumfeld führen. Die RBI hat für das erste Halbjahr 2011 einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile) von EUR 615 Millionen ausgewiesen und erwartet für das Gesamtjahr 2011 einen Gewinn." weisen auch auf höchte Vorsicht bei Gewinnprognosen hin.

Bezüglich ÖVAG bleibt nur zu hoffen übrig, dass hier schon ziemlich alle Leichen aus dem Keller genommen wurden (im Ostgeschäft kann da auch nicht mehr so viel kommen - ein Großteil wurde ja schon an die Sberbank verkauft) und die Konzernkonsolidierung 2012 gelingt.

Die schlechten News seitens ÖVAG ließen übrigens am Freitagmorgen die Aktienkurse von Erste Bank Group und RBI wieder deutlich nach unten tendieren - bad news sind im Finanzbereich derzeit sehr ansteckend.

Ad hoc-Meldung - Oktober 2011
Zuletzt verändert: 14. 10. 2011, 09h29