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Die Geldmarie

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Crowdinvesting für Skigebiet Unterberg bei Pernitz


Crowdinvesting für Skifahren in Wien und am Unterberg bei Pernitz

Für Donnerstag sind wieder Schneefälle im Osten Österreichs angesagt - und das freut Christian Guthauer sowie Erich und Klaus Panzenböck wohl besonders. Die drei Herren sind nämlich seit dem Herbst 2014 Gesellschafter der Skilift Unterberg GmbH und haben damit den Betrieb von Skiliften am Unterberg bei Pernitz (via Pernitz, Muggendorf, Myrafälle und Thal zu erreichen) übernommen.

Nachdem die Töchter des Gründers die Liftanlagen nicht mehr weiterbetreiben wollten, haben sich die 3 lokal ansässigen Herren auf ein "Packl" geworfen und lobenswerterweise die Rettung des Skigebiets im Nahbereich Wiens in Angriff genommen.

Bis zu 150.000 Euro zusätzliches Kapital möchte sich das Unternehmen nunmehr via Crowdinvesting (Crowdfunding) besorgen - über Regionalfunding Niederösterreich kann man sich schon seit einiger Zeit zum "Mitbesitzer" der Liftanlage machen. 33.500 Euro haben sich bereits gefunden - die zumindest angestrebten 50.000 Euro sollten bis März 2015 durchaus noch machbar sein.

Nachdem die Talstation des Skigebietes gerade einmal auf 920 Meter Höhe liegt und der Gipfel des Unterberg mit 1.342 Meter auch kein Riese ist, ist das Unterfangen der 3 Gesellschafter natürlich auch mit hohen Risken verbunden. Das Hauptrisiko: Fehlender Schnee.

Nachdem man sich am Unterberg auf Naturschnee verlässt (man wirbt sogar mit "das Naturschneeparadies"), kann ein milder Winter dem Unternehmen natürlich sehr gefährlich werden. War das Vorjahr für die Vorgänger schon katastrophal, so begann der Winter 2014/2015 für die Skilift Unterberg GmbH bisweilen auch eher traurig: Gerade einmal 5 Skitage konnte man im bisherigen Winterverlauf die Pforten der Skilifte öffnen.

Mit ca. 30 bis 60 Öffnungstagen pro Saison kalkuliert das Unternehmen derzeit - kann man dieser Tage noch rechtzeitig zu Ferienbeginn aufsperren (was sich angesichts der Wetterprognosen abzeichnet), könnte man mit ein paar starken Wochen noch die ganze Saison retten.

Man sieht schon: Das Skiliftbetreiberrisiko ohne Schneekanonen ist äußerst spannend und kann natürlich für die Investoren (wie immer beim Crowdinvesting) zum Totalverlust führen. Hier ist aber neben der möglichen Gewinnchance auch das Motiv der "Rettung des Skigebietes mit Naturschnee" für ein Investment sehr tauglich - quasi Crowdinvesting als Crowdfunding gesehen.

Die Geldmarie hat schon einen kleinen Obolus geleistet und wird sich das Skigebiet nächste Woche (so der Schnee noch wie angekündigt fällt und liegen bleibt) mit den familieneigenen Skihasen einmal in Natura ansehen.

Mut kann man nicht kaufen - aber sehr wohl unterstützen. Das sollten sich wohl auch die Anrainer aus dem Piesting- und Triestingtal sagen - der Betrieb am Unterberg hat durchaus auch sehr positive Auswirkungen auf die Region.

Also: Greifen Sie ins Börserl - vielleicht wird der Mut ja sogar belohnt! Und Sie werden sich zukünftig über jeden Schneefall im Flachland freuen! ;-)

Plastikmatten statt Schnee in Wien

Mit einer Seehöhe von ungefähr 150 Meter über der Adria zählt Wien nicht unbedingt zu den alpinen Kerngebieten. Mangelnder Schneefall lässt auch den einzigen Skihang mit Lift Wiens diesen Winter bisweilen dauerhaft ruhen. Aber ruhen wirklich alle Hänge Wiens? Nein, am Rande der Seestadt Aspern, gleich gegenüber der U2-Station "Aspern Nord" macht sich mehr und mehr eine weiße Fläche breit: Die Schneeerlebniswelt Wien.

Seit Ende Dezember 2014 kann man auf Kunststoffmatten (natürlich in Weiß gehalten) das Kinderland der Schneeerlebniswelt benutzen - ein Teppichlift befördert die Kids auf den "Gipfel" des ersten Hügels.

Aktuell legt GF Martin Freiberger von der Schneeerlebniswelt kräftig nach und die Erdarbeiten an etwas längeren Pisten für Skifahrer und Snowfahrer sind schon in der Endphase.

Ob der fehlenden Schneefälle in ganz Österreich wurde Martin Freiberger in den letzten Wochen von der Presse fast überrollt - die Werbung für die Schneeerlebniswelt (die auch immer Sommer geöffnet sein soll) lief fast von alleine. Während man unter dem Unterberg auf Schnee hofft, kann sich die Schneeerlebniswelt und deren Inhaber fast schon über jeden warmen Tag ohne Regen und Schnee freuen...

Auch hier hat die Geldmarie schon ein paar Euro via Crowdfunding investiert - an der Schneeerlebniswelt konnte man sich nämlich im Vorjahr schon via Portal 1000x1000.at beteiligen. Nach den ersten paar Betriebswochen sieht die Sache schon durchaus gelungen aus, insbesondere am Wochenende und in den Ferien war die Kinderwelt schon hervorragend besucht.

Schon sehr bald kommt dann (wieder über 1000x1000.at) die 2. Tranche der Schneeerlebniswelt als Crowdinvesting-Modell. Wer die 1. Tranche verpasst hat bzw. sich noch kein Bild machen konnte, kann sich die Sache jetzt schon vor Ort ansehen...

Plastik oder Naturschnee?

Beides! Plastik und Naturschnee müssen kein Widerspruch sein!

Die Plastikvariante in Wien macht absoluten Sinn und erspart vielen Eltern auch weite Autofahrten ins nächstgelegene Skigebiet - das Pflugbogerl funktioniert auf Plastik und Schnee nahezu gleich gut. Nicht unmöglich, dass die Schneeerlebniswelt Wien-Aspern für schneearme Regionen im Flachland zukünftig ein Vorzeigeprojekt wird.

Und auch der Erhalt eines Naturschneegebiet wie der Unterberg ist ausgesprochen wichtig: Einerseits können die ortsansässigen Kinder dort wunderbar Skifahren lernen und auch aus dem Einzugsgebiet Wien/Ungarn/Slowakei/Burgenland/Südbahnstrecke sind die Anreisewege sehr kurz und daher ökologisch und ökonomisch vorteilhaft.

Darüber hinaus sind der Geldmarie Schneekanonen und Speicherteiche in der Landschaft ziemlich unsympathisch (wiewohl natürlich wirtschaftlich für klassische Skigebiete oft überlebenswichtig).

Der Geldmarie sind beide Projekte ein paar Euro Risikokapital wert - ideal wäre: Sonnenschein in Wien bei leichten Plusgraden, viel Dezember-Schneefall im Industrieviertel und dann gleichfalls Sonnenschein mit leichten Plusgraden. Man wird sich ja noch etwas wünschen dürfen...;-)

Geldmarie-Linktipps:

Ad hoc-Meldung - Jänner 2015
Zuletzt verändert: 28. 01. 2015, 17h30