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cashpresso - neues Fin-Tech aus Wien


cashpresso startet mit Dispokrediten für Österreich und Deutschland

Wenn FinTechs (Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie) starten, so kommt diesbezüglich zumeist Nachricht aus Germany - ob Lendico, Weltsparen, Savedo etc., die Deutschen geben im Finanzbereich ziemlich Vollgas und nehmen dann (nach einer Anlaufphase) zumeist auch gleich Österreich "mit".

Seit September gibt es aber auch ein Fin-Tech aus Österreich am Start: "cashpresso" heißt das Portal, welches der Credi2 GmbH mit Firmensitz in der Schottenfelsgasse (7. Bezirk in Wien) gehört, welche wiederum mit Venture Capital (z.B. von Durchblicker-Investor Hansi Hansmann bzw. von Speedinvest) ausgestattet wurde um den Markt in Österreich und auch in Deutschland aufzumischen.

8 Personen sind gegenwärtig schon bei cashpresso (bzw. bei der dahinterstehenden Credi2 GmbH) beschäftigt, bezüglich Zahlen gibt man sich angesichts des erst erfolgten Starts noch zurückhaltend. Im ersten Monat hat man aber (auch ohne große Werbekampagne) immerhin schon 200 Kunden - der Start ist demnach durchaus geglückt.

cashpresso bietet (in der Regel primär für Smartphoneuser) einen raschen und unkomplizierten Dispokredit bis zu 1.500 Euro an - über den der Kleinkreditnehmer dann nach Zusage gänzlich oder auch teilweise "disponieren" kann.

Ein "Dispo" ähnelt einem Kontoüberziehungsrahmen, in dessen eingeräumten Bereich man sich bewegen kann. Im Rahmen des Dispos können nach Erteilung die Kunden von cashpresso dann z.B. online zahlen oder sich auch das Geld auf das Girokonto zur weiteren Disposition überweisen.

Verrechnet werden dafür 9,99% Sollzinsen - auch das entspricht in etwa der üblichen (geregelten) Kontoüberziehungsgebühr bei der Hausbank. Für einen Kredit zu viel, für eine kurzfristige Überziehung allerdings durchaus üblich.

Die Abwicklung ist keine grobe Hexerei: Persönliche Daten bei cashpresso eingeben, Videoidentifizierung durchführen (Webcam vonnöten, Ausweis bereithalten), Vertrag mit elektronischer Signatur unterschreiben, Passwort vergeben und die Unterschrift mit SMS-TAN bestätigen. Laut cashpresso soll das rund 10 Minuten dauern - im Einzelfall wohl auch länger...

Ein solcher Dispo muss natürlich auch zurückgeführt werden: 3% des ausbezahlten Betrages, mindestens aber 10 Euro pro Monat muss man dann auch das Cashpress-Konto zurückzahlen.

Die Kreditvergabe (die natürlich auch via Kreditverbände in Österreich oder Deutschland geprüft wird - nicht jeder erhält so mir nix dir nix einen Dispo) erfolgt durch den deutschen Partner von cashpresso: Die Deutsche Handelsbank ist eine Marke der Deutschen Kontor Privatbank AG und verfügt somit auch über die notwendige Bankenlizenz.

Auch wenn die Geldmarie kein großer Fan von (teuren) Kontoüberziehungen und Dispos ist: So man wirklich nur kurzfristig Geld benötigt, keine weiteren Kontoüberziehungen offen hat und diesen "Kleinkredit" auch wieder recht rasch zurückführen kann, entspricht ein solcher "moderner Dispo" sicher den Anforderungen des heutigen Bankwesens.

Die AK Niederösterreich hat auch schon fleißig kritisiert, dass man hier zum Schuldenmachen animiert wird - und liegt hier bei naiven Menschen sicher auch nicht falsch. Wer mit Kontoüberziehungen und Dispos allerdings umgehen kann und nicht sowohl am Girokonto als auch bei cashpresso immer ans Überziehungslimit geht, kann sich via cashpresso sicher einen "Notgroschen" zu halbwegs passablen Konditionen sichern.

Dem jungen Unternehmen ist jedenfalls viel Erfolg zu wünschen: Schön, dass man auch einmal in Österreich in Sachen Fin-Techs berichten kann. Wir bleiben dran.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Oktober 2016
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Zuletzt verändert: 19. 10. 2016, 11h28