CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

Rubriken

Wiener Börse startet KMU-Segment direct market


KMU-Börsensegment in Wien gestartet

Schon viele Jahre schrumpft der Kurszettel an der Wiener Börse laufend. Mit CEO Christoph Boschan hat sich dies aber zuletzt grundlegend geändert: Einerseits wurde das neue Segment "global market" mit vielen internationalen Top-Aktien gefüllt, die man nun auch in Wien kaufen und verkaufen kann, andererseits lohnte sich auch das ständige Bearbeiten der in Sachen Börse stets trägen und oft skeptischen bis negativ eingestellten heimischen Politik.

Das ermöglicht nunmehr den Start eines neuen Segments: Ab sofort kann man kleinere Unternehmen bzw. klassische KMU am "direct market" bzw. am "direct market plus" in Wien handeln.

4 Neue: startup300, EYEMAXX, VST Building Technologies und Wolftank-Adisa Holding

Gleich 4x konnte Boschan heute die Börsenglocke läuten: Im neuen Segment "direct market plus" notieren ab 21.1.2019 gleich 4 Unternehmen, die man bisweilen nicht bzw. nicht in Wien handeln konnte:

Da wäre einmal der Start-Up-Finanzierer bzw. das Start-Up-Netzwerk "startup300 AG", dessen Aktien im direct market plus fortlaufend gehandelt werden können. Zum Start wurde gleich einmal kräftig um den Referenzpreis von 10 Euro gehandelt (bis 10,40 Euro ging es rauf), am späteren Vormittag gab man es dann mit Preisen unter 9 Euro aber schon deutlich billiger. Mit 9,45 Euro ging es dann am Abend aus dem Handel, zwischendurch war die startup300-Aktie schon auf 8,20 Euro runtergerutscht - also ein sehr abwechslungsreiches Börsendebut...

Erst nach Mittag kommt es dann auch zu einer Kursbildung bei 3 weiteren neuen "Wiener-Börse-Aktien": Die EYEMAXX Real Estate AG aus dem deutschen Aschaffenburg (ein Immobilienentwickler) ist ja bereits in Deutschland börsenotierend, dazu gesellen sich auch noch die VST Building Technologies AG (Hochbau-Verschalungstechnik aus dem niederösterreichischen Leopoldsdorf) sowie auch die Wolftank-Adisa Holding AG (Tankanlagen - Instandhaltung und Überwachung), welche in Innsbruck zu Hause ist.

Durchaus möglich, dass hier bald noch einige neue Unternehmen (vielleicht auch als Neuemission) folgen - die Marinomed AG hatte ja im Spätherbst 2018 Pech mit der damals üblen Börsenstimmung und könnte (weitere gute Nachrichten wie z.B. heute veröffentlicht und gutes Börsenklima vorausgesetzt) 2019 durchaus noch an der Börse durchstarten.

Rockets Holding als Börsenzubringer?

Durchaus interessant auch die aktuelle Aussendung des Grazer Crowdinvestingportalanbieters "Rockets Holding" (Green Rocket, Home Rocket, Lion Rocket):

Quasi als "Vorstufe zum Börsenlisting" kleinerer Aktiengesellschaften möchte man hinkünftig auch Aktien via Crowdinvesting anbieten. Und zwar nicht (wie z.B. schon bei CONDA und der oekostrom AG erfolgreich geschehen) nur als Vermittler für nicht börsenotierende AG's sondern es soll auch möglich sein, via Rockets Holding Aktien von Unternehmen zu zeichnen/erwerben, welche sofort ins Depot eingebucht werden.

Das kann durchaus sinnvoll sein, schließlich ist ein direkter Börsengang für kleinere Ag's oft nicht rentabel bzw. möglich (und Banken sind unter 10 Mio. Volumen in der Regel daran auch nicht interessiert...) - entwickelt sich dieses Unternehmen dann gedeihlich, wäre der nächste Schritt dann wohl auch der Gang an die Wiener Börse.

Eine ähnliche "Aktienausgabe via Crowdinvesting" wurde übrigens gerade vom deutschen Unternehmens-Crowdinvestingsportal Companisto erfolgreich durchgeführt.

Ein möglicher Kanditat für einen Börsengang (depotfähige bzw. an der Börse handelbare Aktien herzustellen wurden jedenfalls schon auf der letzten Hauptversammlung positiv bewertet, aber noch nicht verbindlich beschlossen) wäre u.a. auch die oekostrom AG, von welcher es aktuell auch News gibt: Diese gewann nämlich (in Sachen Ökostrom sowie auch zertifizierter Ökostrom) die aktuelle Ausgabe des VKI-Energiekosten-Stop und darf sich demnach wohl demnächst über weiteres Kundenwachstum freuen. Wieder ein Beweis mehr, dass grüner Strom schon lange nicht mehr teuer ist...

Ad hoc-Meldung - Jänner 2019
Zuletzt verändert: 21. 01. 2019, 18h58