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Die Geldmarie

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Aktienanalyst


Der Analyst hat nicht immer recht

Ein Finanzanalyst beschäftigt sich mit der Analyse von Wertpapieren (insbesondere Aktien). Für diese Tätigkeit in Banken, Wertpapierabteilungen etc. ist in der Regel ein Wirtschaftsstudium solide Basis.

Ein Analyst sollte jedenfalls gute Kenntnisse in der Bilanzanalyse bzw. der Finanzmathematik aufweisen und sollte auch in Sachen Chartanalyse firm sein. Gutes Allgemeinwissen in Wirtschaftsfragen ist jedenfalls für einen guten Finanzanalysten erforderlich.

Im Normalfall erhalten Analysten auch (bevor sie auf die Presse bzw. die Verbraucher losgelassen werden) eine Fachausbildung in diversen zertifizierten Ausbildungsstätten.

Um einen Interessenskonflikt zu vermeiden, geben Finanzanalysten in der Regel keine Prognosen zu eigenen Unternehmen.

Bei der Analyse von Unternehmen schätzen Analysten aufgrund der vorliegenden Daten die zukünftliche wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ein. Daraus resultierend kann es auch zu Empfehlungen kommen.

Die Prognosen der Analysten sind natürlich auch als solche zu sehen - müssen daher nicht zutreffend sein. Im Normalfall schätzen Analysten aufgrund des vorliegenden Datenmaterials (Zwischenbilanzen, Auftragsstand, laufende Unternehmensnachrichten, Branchenentwicklung, Zu- und Verkäufe etc.) die wirtschaftliche Entwicklung ein (Umsatz, Gewinn, EBITA etc.), sind aber in firmeninterne Informationen nicht eingebunden. So kann ein Analyst zumeist nur sehr eingeschränkt eine plötzlich notwendig gewordene Abschreibung bzw. Aufwertung von Unternehmensteilen einschätzen.

Einige häufige Empfehlungen von Analysten in Kurzform:

  • buy (kaufen)
  • sell (verkaufen)
  • hold (halten)
  • strong buy (starke Kaufempfehlung)
  • strong sell (starke Verkaufsempfehlung)
  • underweight (untergewichten)
  • overweight (übergewichten)
  • accumulate - akkumulieren (zukaufen, Bestand aufstocken)

Wie die (wesentlich größeren) Ratingagenturen kann sich natürlich auch ein Analyst gewaltig irren - Empfehlungen für Wertpapiere sind daher immer mit Vorsicht zu genießen. Möchte man sein Portfolio jedoch mit Analystenrat aufbauen, so ist es sicher zielführend, mehrere Meinungen zu beachten.

Es ist durchaus oft der Fall, dass ein Wertpapier von vielen Analysten mit "buy" empfohlen wird, während andere Finanzanalysten schon ein klares "sell" sehen...

Wer beim Aktienkauf nicht auch selbst sein Börsenwissen bzw. ein wenig Bauchgefühl einbringen möchte und sich ganz auf Empfehlungen von Analysten verlässt, der könnte auch eine passende Zielgruppe für diverse Fonds sein. Solche folgen nämlich auch sehr oft den Analystenempfehlungen.

Zuletzt verändert: 19. 10. 2018, 13h22