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Die Geldmarie

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greenXmoney - Anlage in grüne Energie


Geldanlage in Wattpapiere bei greenXmoney

Seit dem Herbst 2014 gibt es (auch für Anleger in Österreich) die Möglichkeit, grüne Investments via greenXmoney zu tätigen. Das Start-Up aus Neu-Ulm (Mittelschwaben, Deutschland) bringt auf dem Portal Betreiber von Ökostromanlagen (z.B. Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen etc.) mit Investoren zusammen und lebt von Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren.

Ökostromanlagenbetreiber verkaufen zukünftige Einnahmen

Das Geschäftsmodell von greenXmoney ist relativ einfach erklärt: Betreiber von bereits errichteten Ökostromanlagen lassen via greenXmoney interessierte Anleger in die zukünftigen Einnahmen der Kraftwerke investieren.

Dabei wird im Vorfeld eine feste Rendite errechnet (und ebenfalls ein Tilgungsplan für die Rückzahlungen) - Fixkosten wie Betriebsführung, Versicherung und auch ein Sicherheitspuffer (falls die Anlage weniger Erträge einfährt, als geplant oder auch unerwartete Reparaturkosten auftreten) sind bei dieser Berechnung dann schon eingepreist, sodass das Betreiberrisiko für die Anteilserwerber deutlich reduziert wird.

Die Anlagen sind natürlich versichert, ein Einspeisevertrag nach EEG oder O&M-Vertrag müssen gegeben sein, die Abwicklung erfolgt aus Sicherheitsgründen via Treuhandkonten und der besagte Sicherheitspolster sollte eigentlich dafür sorgen, dass es zu keinen bzw. ganz wenigen Ausfällen von Geldanlagen kommt.

Geht dann doch ein Betreiber einer Anlage Pleite, so sind die Ansprüche bei einem Konkurs nicht nachrangig (wie z.B. bei Nachranganleihen, die im Crowdinvesting sehr oft angeboten werden) - der Anteilskäufer hat volles Gläubigerrecht in Sachen Anspruch gegen die Insolvenzmasse (= hat Anspruch auf die Insolvenzquote).

Risikolos ist natürlich auch diese Anlagevariante nicht - eine Streuung des Risikos auf mehrere Anlagen ist natürlich (wie üblich beim Anlegen) sehr zu empfehlen. Und schließlich sind ja auch die Renditen zumeist bei 2 bis 4 Prozent angesiedelt (Stand 2017) - daraus kann man selbstverständlich auch ein vorhandenes Restrisiko ableiten, welches aber natürlich auch bei Anleihen & Co. vorhanden wäre...

Die Erträge aus der Veranlagung sind steuerpflichtig (in der EST-Erklärung oder im Jahresausgleich anführen), die Anteile können (so es Käufer gibt) auch während der Laufzeit (zumeist 4 bis 10 Jahre) via greenXmoney veräußert werden.

greenXmoney macht diese Vermittlungstätigkeit natürlich nicht gratis: Die Kaufgebühr (das "Orderentgelt") beträgt 1,5% + MwSt. der Investition bei Abschluss oder Übernahme eines Forderungskaufvertrages, der bei greenXmoney die nette Bezeichnugn "Wattpapier" trägt. Auch laufende Kosten resultieren: 0,2% + MwSt. halbjährlich auf die Restinvestition (also auf den Investition minus bisheriger Tilgungen). Für die Vermittlung von Weiterverkäufen nimmt greenXmoney überschaubare 20 Euro.

Die Mindestgebühr beträgt 20 Euro, die Mindestinvestitionssumme liegt schon bei bescheidenen 500 Euro - man kann also einmal mit Kleinbeträgen (die halt dann die Mindestgebühr aufweisen) reinschnuppern, Beträge von 1.500 bis 2.000 Euro oder auch mehr würden wohl eher wirklich Sinn ergeben.

Falls Sie sich fragen, warum manche Kraftwerksbetreiber hier die Erträge ihrer Anlagen "verkaufen": Das selbst investierte Kapital ist dann nicht mehr in den Anlagen (die oft Jahre brauchen, um sich zu amortisieren) gebunden - man kann mit den Erlösen gleich wieder neue Kraftwerke errichten. Und das ist auch sicher kein Fehler...

Für Ökofreaks: Auf greenXmoney kann man sich dann auch an Zahlenspielereien erfreuen (eigene Energiebilanz, eigene Kraftwerksleistung durch Investment).

Auch vielleicht eine feine Möglichkeit der Beteiligung an Ökostromanlagen, so man selber keine errichten kann oder gerade auch wieder keine Zuteilung an einer aktuellen Bürgerbeteiligung des Lokalversorgers (die immer sehr rasch ausverkauft sind) erhält.

Die Geldmarie hat sich jedenfalls schon einmal bei greenXmoney in mehrere Projekte "eingekauft" (man ist aber hier natürlich nicht beteiligt sondern es handelt sich rechtlich um den Besitz eines Forderungskaufvertrages!) - und wird weiterhin über diese interessante Anlageform berichten.

So das auf lange Jahre (Stand 2017: alles fein!) klappt, gibt es nur Sieger: Kapital für neue Ökostromprojekte (übriges auch für in Österreich geförderte Anlagen möglich!), gute Renditen für Anleger, greenXmoney als Unternehmen und schließlich auch noch die Umwelt.

Seit 2017 ist bei greenXmoney übrigens auch der deutsche Energieriese e-on mit on board, mit August 2017 startete man auch das Funding von Energieanlagen.

Geldmarie-Linktipp:

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Zuletzt verändert: 07. 08. 2017, 14h43