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Die Geldmarie

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Privatbanken


Was ist eine Privatbank?

Prinzipiell ist eine Privatbank jede Bank, die keine Genossenschaft darstellt bzw. deren Eigentümer nicht die öffentliche Hand ist. Der Begriff "Privatbank" wird in Österreich (und auch anderswo) jedoch ziemlich frei interpretiert. Urspünglich zählten zum elitären Kreise der Privatbanken allerdings nur solche, deren Besitzer mit ihrem Privatvermögen die Haftung übernahmen.

Diesen Kriterien entsprechen (mehr oder minder) in Österreich allerdings nur eine Handvoll von Banken (Auswahl):

  • Bank Gutmann AG (Familie Kahane)
  • Semper Constantia Privatbank AG (Österr. Konsortium)
  • Bank Winter (Familie Moskovics)

Aber auch andere Banken kann man durchaus als Privatbanken im klassischen Sinn bezeichnen, sie stehen nunmehr eben im Besitz von größeren Kapitalgesellschaften.

  • Bankhaus Carl Spängler & Co.
  • Walser Privatbank (Raiffeisen)
  • Kathrein Privatbank (Raiffeisen)
  • Krentschker & Co (Steirische Sparkasse)
  • Schoellerbank (BA)
  • Meinl Bank (Kapitalgesellschaft)
  • Bankhaus Schelhammer & Schattera (GRAWE)
  • Capital Bank (GRAWE)
  • Valartis Bank (Austria) AG (Valartis Group)
  • Liechtensteinische Landesbank AG (LLB)
  • Deutsche Bank Österreich (Deutsche Bank Gruppe)
  • Privatbank (RLB Oberösterreich)
  • Erste Private Banking (Erste Bank)

Hier finden Sie übrigens eine längere Linkliste mit Privatbanken, bei der auch die Internetpräsenzen der Banken angegeben sind.

Die persönliche Haftung ist also immer mehr in der Hintergrund gedrängt worden - im Vordergrund steht nun die kaum ausgesprochene Botschaft "Private Bank = bessere Beratung für das bessere Klientel". Denn sehr wohl ist es auch dem "Durchschnittskunden" gestattet, die Privatbank zu betreten. Das volle Geschäftsumfeld erschließt sich aber eher erst im zumindest 6-stelligen Vermögensbereich (auf Eurobasis).

Bis ca. 1970 war es nur wenigen Menschen vorbehalten, Bankkonten zu haben - das Lohnsackerl kennt aber heute fast niemand mehr. Auch war es ein Privileg (und der Kunde kam sich eher vor wie ein Bittsteller, denn als ein umworbener Kunde) einen Privatkredit zu erhalten.

Dies hat sich bis heute gewaltig geändert: Die Großbanken kämpfen um die Masse - der Individualkunde bleibt beratungstechnisch in der Automatisierungsfalle stecken. Wer sich nicht mehr wohlfühlt, bzw. wer in der Masse nicht als Topkunde erkannt wird, geht zur Privatbank (bzw. zur kleineren und individueller agierenden Bank).

Geldmarie-Tipp:

Wenn Sie ein beratungsintensiver Kunde sind, der auf persönliche Betreuung Wert legt (und diese beim derzeitigen Bankinstitut nicht gegeben ist) und Sie auch noch über eine ansehliches Vermögen verfügen, erkundigen Sie sich doch einmal bei einer Privatbank nach den Möglichkeiten. Fragen kostet einmal vorerst nichts.
Es muss Ihnen aber auch bewusst sein, dass höherwertige Beratung auch Geld kosten kann und darf. Für Schnorrer und Kleingeister ist demnach die Privatbank auch nicht wirklich die ideale Lösung.

Zuletzt verändert: 22. 10. 2018, 10h16