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Die Geldmarie

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Weltsparen - Sparen im Ausland


WeltSparen lockt mit Bestzinsen für Festgeld

Der Vergleich von Festgeld (Termingeld) kann sich schon lohnen - viele Direktbanken kämpfen in Deutschland und Österreich um Kunden und versuchen, sich bei den Zinssätzen zu übertrumpfen. Sogar nach Österreich haben es mittlerweile einige Banken aus dem Ausland geschafft.

Anfangs nur für Personen mit Wohnsitz in Deutschland gibt es seit Ende 2013 auch ein hochinteressantes Angebot für Sparer, die auch nicht davor zurückschrecken, ihr Festgeld im europäischen Ausland anzulegen: WeltSparen.de

Mit 11.2.2016 wurde dann (endlich) auch in Österreich losgelegt - WeltSparen.at startete einmal mit Angeboten von 3 Banken: Alior Bank, Polen, FirstSaveEuro (GB) sowie der J&T Banka (Tschechien), im März gesellte sich die Banca Sistema aus Italien hinzu, ab Mai 2016 stand die KentBank aus Kroatien am Start und Mitte 2016 waren es mit der Younited Credit (Frankreich) und der EURAM Bank (Österreich) schon solide 7 Stück. Im Frühherbst 2016 folgte dann auch noch die Haitong Bank aus Portugal mit interessanten Festgeldzinsen, im Dezember ging dann auch die Inbank aus Estland ins Rennen um Festgeldanlagen.

Auch 2017 bereicherten einige weitere Banken mit guten Zinsen das Angebot in Österreich.

Im März 2016 startete Weltsparen auch mit Tagesgeld durch - allerdings vorerst nur in Deutschland. Dafür kann man in Österreich auch schon Flexgeld anlegen - eine Mischform aus Tagesgeld und Festgeld.

WeltSparen vermittelt Festgeldkonten

Bei WeltSparen handelt es sich um einen Vermittler von Festgeldkonten und Tagesgeldkonten im Ausland. Hinter der Marke steckt die Raisin GmbH (vorher Saving Global GmbH) aus Berlin, die erkannt hat, dass es im europäischen Ausland oft recht attraktive Zinsangebote gibt und nach einer Abwicklungslösung dafür gesucht hat.

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner MHB-Bank AG aus Frankfurt (hat eine deutsche Bankenlizenz) ist man fündig geworden und bietet deutschen und österreichischen Sparern mittlerweile eine Vielzahl von attraktiven Anlagemöglichkeiten im Ausland an - für österreichische Anleger ist die Auswahl an Banken aber etwas kleiner.

Die Abwicklung für Österreich ist recht einfach und entspricht in etwa der Abwicklung bei der normalen Kontoeröffnung bei einer modernen Direktbank:

Konto online eröffnen, Personaldokument (Reisepass, Personalausweis, Führerschein) bereit halten und dann via VideoIdent-Verfahren (Webcam oder Handy) identifizieren.

In Deutschland läuft das so: Festgeld- oder Tagesgeldkonto bei WeltSparen eröffnen, Unterlagen ausdrucken und damit zur nächsten (deutschen) Postfiliale eilen - oder einfach ebenso das VideoIdent-Verfahren verwenden.

Beim Post-Ident-Verfahren (Deutschland) den Ausweis nicht vergessen - bei der Post wird nämlich das die Legitimierung vorgenommen. Die Post sendet dann die Unterlagen an WeltSparen sowie die Partnerbank (bei der MHB-Bank AG wird ein Verrechnungskonto eröffnet) und in ein paar Tagen erhält der Kunde die Online-Zugangsdaten via Post zugestellt. Los geht's!

Wie funktioniert WeltSparen?

Sobald man die Zugangsdaten hat, kann man auch anlegen - zumindest 5.000 Euro sollten es aber schon sein, die man bei einer der zahlreichen Auslandsbanken anlegt.

Dazu gibt es 3 Konten: Das Referenzkonto (Girokonto), das WeltSpar-Konto (=Verrechnungskonto bei der MHB-Bank) und das eigentliche Festgeld- oder Tagesgeldkonto bei der gewählten Bank.

Am Ende der gewählten Laufzeit wird dann die Einlage plus Zinsen (abzüglich etwaiger Steuern) auf das Verrechnungskonto zurücküberwiesen - auch eine Verlängerung bzw. Neuanlage ist natürlich möglich - eine automatische Verlängerung ist nicht vorgesehen. Tagesgeld kann man natürlich täglich anfordern.

Die steuerliche Behandlung entspricht den Usancen von normaler Veranlagung bei Auslandsbanken ohne bzw. mit nur teilweisem Steuerabzug - unter Quellensteuer EU lesen Sie mehr darüber. Für deutsche Staatsbürger ist in der Regel der Steuersatz von 25% der erhaltenen Zinsen mittels Steuererklärung (Veranlagung) abzuführen. Dafür notwendige Unterlagen werden seitens WeltSparen automatisch und zeitgerecht zur Verfügung gestellt, abgeführte Steuern sind natürlich anrechenbar.

Für Anleger aus Österreich hier die Infos in Sachen KESt: Zinserträge von Auslandsbanken versteuern

Gefahren beim Weltsparen

Ob der europäischen Standards in Sachen Einlagensicherung sind sämtliche Spareinlagen bei EU-Banken zu 100 Prozent im Gegenwert bis zu 100.000 Euro (pro Bank und Sparer) abgesichert.

Kommt es tatsächlich zu einem Ausfall einer Bank, gilt natürlich das jeweilige Landesrecht bezüglich Abwicklung - so kann es natürlich sein, dass Sie (nach einigem Papierkram) dann die Entschädigung auch in Landeswährung erhalten.

Daraus resultiert natürlich auch ein Währungsrisiko im Konkursfall und jedenfalls auch Spesen für die Konvertierung der Fremdwährung.

Die Anlage der Gelder erfolgt (ausgenommen in Norwegen, wo durch die Konvertierung in Norwegische Kronen Spesen entstehen) bei allen Banken derzeit auf Eurobasis - das Währungsrisiko ist also (ausgenommen Insolvenz der Bank) nicht gegeben.

Bis Anfang 2018 konnte WeltSparen immerhin schon über 5 Mrd. Euro Sparanlagen für seine Partnerbanken gewinnen, wofür über 100.000 Kunden verantwortlich waren.

Viele Banken aus unterschiedlichen Ländern sorgen -insbesondere für Deutsche- schon für eine breite Auswahl - und vielleicht auch Streuung der Gelder. Aber auch das Angebot für Österreich ist mittlerweile durchaus attraktiv und breit geworden:

Liste Banken bei weltsparen.at

Stand November 2018

Liste Banken bei weltsparen.de

  • Addiko Bank (Österreich)
  • Alior Bank (Polen)
  • Allied Irish Banks - AIB (Irland)
  • Banca Farmafactoring (Italien)
  • Banco Progetto (Italien)
  • Banca Systema (Italien)
  • Banco BNI (Portugal)
  • Banco de Negócios Internacional - Banco BNI (Portugal)
  • Banco Portugues de Gestao (Portugal)
  • Bank & Clients (UK)
  • BESV - Banque Espirito Santo et de la Venetie (Frankreich)
  • Blue Orange (Lettland)
  • BN Bank (Norwegen)
  • BOS Bank (Polen)
  • Bulgarian American Credit Bank, BACB (Bulgarien)
  • EURAM Bank (Österreich)
  • Expobank (Tschechien)
  • Fibank (Bulgarien)
  • FirstSaveEuro (UK)
  • Greensill Bank (Deutschland)
  • GRENKE Bank (Deutschland)
  • Hanseatic Bank (Deutschland)
  • Haitong Bank (Portugal)
  • Hoist Finance (Schweden)
  • Inbank (Estland)
  • J&T Banka (Tschechien)
  • KentBank (Kroatien)
  • Key Project (Italien)
  • Medicinos Bankas (Litauen)
  • Nordax Bank (Schweden)
  • North Channel Bank (Deutschland)
  • Novo Banco (Portugal)
  • Podravska banka - PDB (Kroatien)
  • Poštová banka (Slowakei)
  • Wyelands Bank (UK)
  • Younited Credit (Frankreich)

(Auszug, Liste nicht vollständig)

Die Geldmarie in Summe zu WeltSparen: Ein durchaus bereicherndes Angebot in Sachen Festgeld - so einem das notwendige Nachversteuern der Zinsen nicht stört und man auch mit den Risken (siehe oben) leben kann, sicher eine sehr interessante Option.

Schon im Sommer 2015 war die Geldmarie übrigens bei WeltSparen in Berlin eingeladen - eine ausgesprochen sympathische und kompetente Truppe bot hier sehr brauchbare Informationen in angenehmen Klima.

Der Berliner Mitbewerber Savedo hat es übrigens mit April 2015 nach Österreich geschafft und bietet auch andere Banken an.

Geldmarie-Linktipp:

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Zuletzt verändert: 02. 11. 2018, 13h03