CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

BIGBANK - Festgeld anlegen

Rubriken

Heizen mit Pellets


Heizen mit Pellets - eine interessante Alternative

Pellets sind ja in Österreich schon seit einigen Jahrzehnten bekannt. Vorab verstand man allgemein darunter eher das Fischfutter oder sonstiges Trockenfutter für Tiere. Mittlerweile werden im Zusammenhang mit dem Wort "Pellets" immer öfter die Holzpellets zum Heizen gemeint.

Was sind Pellets?

Holzpellets sind ein (mehr oder minder) günstiger Brennstoff, der via Pressung von Sägemehl hergestellt wird. Heimische Pellets sind ca. 6 mm breit und 5 bis 30 mm lang. Sie sind eigentlich ein Nebenprodukt bei der Holzverarbeitung (Sägewerk) - und jedenfalls ein erneuerbarer Energieträger, der nicht zum Treibhauseffekt beiträgt.

Energiegehalt von Pellets

Der Energiegehalt von Pellets beträgt ca. 5kWh/Kilo. Der für Pellets benötigte Lagerraum entspricht maximal dem Lagerraum einer Ölheizung. In vielen Fällen kann der Ölkessel auch adaptiert/umgebaut werden. Der Jahresverbrauch für ein durchschnittliches Einfamilienhaus beträgt ca. 5000 bis 6000 Kilogramm.

Lagerraum von Pellets

Ein Raum von 5-10m2 Grundriss sollte eigentlich genug sein. Dieser Lagerraum sollte sich aber an einer Außenwand befinden, da die Zustellung mittels Tankwagen (plus Schlauch) erfolgt und die Schlauchlänge sonst möglicherweise nicht ausreichend ist. Besprechen Sie diesen Umstand jedenfalls mit dem Berater einer Pelletsheizung. Auch sollte der Raum unbedingt trocken sein bzw. staubdicht abgedichtet werden. Mehr Tipps bezüglich Lagerraum von Pellets bei den Linktipps.

Kosten bzw. Preise von Pellets

Das Heizen mit Pellets ist jedenfalls günstiger als z.B. mittels Heizöl, Gas oder Strom. Der Pelletspreis unterliegt natürlich auch saisonalen und marktbedingten Schwankungen - die Investition in den teureren Pelletsheizkessel sollte sich aber nach einigen Heizperioden (insbesondere wenn der Ölpreis wieder einmal nach oben zeigt) amortisiert haben. Und der Einbau eines neuen Ölkessels ist dieser Tage sowieso sehr zu hinterfragen...

Über viele Jahre betrachtet, gibt es bei Pellets (auch ob der nunmehr gewährleisteten Versorgungssicherheit) kaum nennenswerte Preisausreißer nach oben - das könnte durchaus ein wesentliches Argument dafür sein, Wärme in Zukunft mit Pellets zu produzieren.

Vorteile einer Pelletsheizung

  • Geringere Heizkosten als bei nichterneubaren Energieträger
  • Umweltschonend, nachhaltig, modern, CO2-neutral
  • Pellets sind in Österreich normalerweise keine Mangelware - einige Anbieter vorhanden (freier Markt), hohe Produktion im Inland
  • Förderung beim Einbau einer Pelletsheizung möglich (siehe Link unten)

Nachteile einer Pelletsheizung

  • Anschaffung der Pelletsheizung + Lagerraum ist noch deutlich teurer als bei Öl- oder Gasheizung oder auch normalen Holzvergaserkesseln
  • Asche muss ab und an ausgeleert werden
  • Platzverbrauch durch Heizung und Pelletslagerraum
  • Etwas höhere Preisschwankungen als bei Stückholz

Geldmarie-Tipps und Wissenswertes

  • Die Asche können Sie z.B. als Dünger weiterverwenden (kompostierbar). Asche muss ca. alle 1-2 Monate (in der Heizperiode) entleert werden (je nach Größe des Behälters).
  • Der richtige Zeitpunkt für den Einkauf von Pellets ist (wie auch beim Heizöl) nicht zu definieren: In den ersten Jahren des Pelletsbooms waren die Pellets sogar unwirtschaftlicher als Öl, da plötzlich sehr viele Menschen eine Pelletsheizung hatten und der Bedarf im Inland kaum abgedeckt werden konnte. Aber diese Zeit ist hoffentlich Geschichte - und in Österreich gibt es sehr, sehr viel Waldfläche. Wald, der laufend nachwächst. Vergleichen Sie einfach den Preis von gleichwertigen Anbietern (gleiche Qualität der Pellets)
  • Der Vergleich "Ölheizung versus Pelletsheizung" wird in Zukunft klar an die Pelletsheizung gehen. Zumindest, was die laufenden Kosten anbelangt. Eine Investition, für welche Ihnen auch Ihre Kinder dankbar sein werden und über deren baldige Amortisierung sich auch 70-jährige noch selbst freuen sollten.
  • Auch die gleichzeitige Stromproduktion mit Pelletsöfen steht schon in den Startlöchern. So hat das oberösterreichische Unternehmen ÖkoFEN (siehe Linktipps) bereits einen Biomasseofen entwickelt, welcher neben Heizen und Warmwasseraufbereitung auch Strom produziert.
  • Ende 2015 waren in Österreich schon ca. 123.000 Pelletskessel installiert - Tendenz weiter steigend. Auch wenn 2015 und 2016 der niedrige Ölpreis die Anzahl der Neuinstallationen stark gebremst hat.

Geldmarie-Linktipps:

Facebook
Zuletzt verändert: 28. 11. 2016, 18h10