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Die Geldmarie

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Polizzendarlehen


Kredit bei der eigenen Versicherung

Sie haben viele Jahre fleißig in eine Kapitalversicherung eingezahlt und haben plötzlich einen finanziellen Engpass, der sich jedoch in einiger Zeit wieder lösen sollte? Dann könnte ein Polizzendarlehen für Sie eine sinnvolle Möglichkeit sein!

Viele Versicherungsnehmer lösen in solchen Fällen nämlich die Er- und Ablebensversicherung, Pensionsversicherung, Vorsorgeversicherung etc. einfach auf (kündigen) und verlieren dabei viel Geld - siehe: Rückkauf von Versicherungen und den Versicherungsschutz.

Dabei bietet sich in einer solchen Notlage die Belehnung einer Kapitalversicherung oft als durchaus sinnvolle Alternative an, bei welcher die ursprüngliche Versicherungslösung (z.b. der Ablebensschutz oder die Pensionsvorsorge) nicht gänzlich durch einen unvorteilhaften Rückkauf "zerstört" wird.

Die meisten Kapitalversicherungen (nicht aber z.b. die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge), die ein paar Jahre vor Ablauf stehen bzw. die schon länger bespart werden, eignen sich für ein Polizzendarlehen.

Voraussetzung ist jedenfalls, dass schon ein Rückkaufswert vorhanden ist (maximale Belehnung in Höhe dieses Wertes) und die Versicherung dem Polizzendarlehen zustimmt (es besteht nämlich kein Rechtsanspruch auf ein solches Darlehen). Dies wird sie jedoch in den meisten Fällen tun - denn es ist ja auch im Interesse der Versicherung, dass die Polizze weiterhin aufrecht bleibt.

Erfragen Sie bei Ihrer Versicherung die möglichen Summen für einen Polizzenkredit und erkundigen Sie sich auch nach den Konditionen. Das Darlehen ist natürlich nicht gratis - die Versicherung verlangt für den entsprechenden Betrag marktübliche Zinsen.

Darüber hinaus gilt es auch zu klären, in welcher Form (monatlich, jährlich, einmalig, zum Ende etc.) die aus der Versicherung entnommene Summe plus Zinsen zurückgezahlt wird - dies sind in der Praxis oft sehr unterschiedliche und individuell gestaltete Modalitäten.

Erfragen Sie auch, ob das Polizzendarlehen negative Auswirkungen auf den Versicherungsschutz hat bzw. wieweit diese steuerschädigend ist. Der Rechenzins des Vertrages sollte Ihnen bei einem Polizzendarlehen jedenfalls erhalten bleiben. Auch die Zuteilung von Gewinnanteilen (für den Restbetrag) läuft weiter.

Oft ist es wesentlich günstiger, sich das eigene Geld auszuborgen als es sich teuer bei Banken zu holen. Ein positiver (wenn auch kleiner) Nebeneffekt: Sie ersparen sich hohe Bearbeitungsgebühren..

Die Sinnhaftigkeit von Polizzendarlehen ist aber sehr individuell zu betrachten - es bedarf also einer ganz genauen Rechnung mit vielen offenen Komponenten.

Lassen Sie sich hier unbedingt von Ihrem Versicherungsfachmann beraten! Ist Ihre Versicherung nicht flexibel genug für ein solches Darlehen, könnten Sie den Versicherungsvertrag auch der kreditgewährenden Bank als Sicherheit abtreten bzw. durch diese vinkulieren lassen. Ein solcher Vorgang ist aber ebenfalls oft steuerschädigend. In diesem Fall ist es auch vorteilhaft, einen versierten Bankberater zu haben.

In fast allen Fällen ist ein Polizzenkredit (wenn aufgrund des aktuellen Rückkaufwertes überhaupt möglich) jedoch günstiger als ein Rückkauf!

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Zuletzt verändert: 08. 11. 2012, 14h58