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Die Geldmarie

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Sparen beim Einkaufen


Billiger Einkaufen

Fast alle Menschen kennen folgenden Sachverhalt beim Einkaufen: Man möchte ein paar Lebensmittel um 5 bis 10 Euro erstehen und steht dann nach dem Einkauf mit einer Rechnung von 30 Euro (und x-mal mehr Inhalt im Einkaufswagerl) hinter der Kassa. Ein Klassiker im Supermarkt.

Es gibt jede Menge Menschen, die es sich gar nicht leisten können, derartig über dem (vorher geplanten) Budget einzukaufen: Diese haben pro Tag oft nur einige Euros zum Leben und können sich also gar nicht mehr kaufen, als im Börserl ist.

Überziehungsrahmen, Bankomat oder Kreditkarten machen es dem Durchschnittsbürger aber wesentlich leichter, ein gestörtes Konsumverhalten an den Tag zu legen: Der Kaufrausch im Supermarkt ist eine weit verbreitete Krankheit. Eine Krankheit, die hauptsächlich jenen schadet, die ohnehin materiell nicht gerade gesegnet sind. Denn Topverdiener können sich im Supermarkt kaum verschulden.

Aber nicht nur die drohende Schuldenfalle sollte uns zu denken geben - auch die wachsenden Müllhalden (und deren Kosten für die Allgemeinheit) sind ein Produkt des ungezügelten Konsums. Der ja in dieser Form gar nicht notwendig wäre.

Auch die Geldmarie kennt diesen Kaufrausch im Supermarkt (manchmal möchte ich den halben Supermarkt mitnehmen - zum Glück sind die Transportkapazitäten zumeist begrenzt) und möchte Ihnen -quasi als Buße für eigene Einkaufssünden- eine Auflistung mit "Spartipps beim Einkaufen" bieten, welche Ihnen mit Sicherheit den einen oder anderen Euro erspart - so Sie die meisten Punkte davon beachten.

Die wohl wichtigste Sache dabei möchte ich jedoch vorab und gesondert erwähnen: Der Einkaufzettel.

Auch wenn dieser nicht sehr sexy wirkt (insbesondere Männer verweigern solche Zetteln gerne und bringen dann die Hälfte nicht mit bzw. tätigen völlig unpassende Einkäufe): Ein Einkaufszettel ist das Non-Plus-Ultra des intelligenten Einkäufers.

Noch intelligenter ist es, wenn man sich an die Vorgaben des Einkaufszettels (der in Ruhe zu Hause verfasst wurde) hält - dann hat man das Spiel gegen die Supermärkte schon fast gewonnen.

Und wenn Sie dann auch noch folgende Tipps berücksichtigen, sollte im nächsten Einkaufsmonat eine tolle Bilanz gezogen werden können. Gehen Sie doch einfach einmal ein Monat mit Einkaufszettel shoppen und dann ein (vergleichbares) Monat ohne einen solchen. Der Unterschied wird sich wohl gewaschen haben. Aber auch im Umfeld des Einkaufs kann gespart werden...

Tipps beim Einkaufen - Vor dem Einkauf

  • Einkaufszettel schreiben!!!
  • Besonderes Überlegen bei schnell verderblichen Lebensmitteln: Werden diese auch wirklich verbraucht oder kann man diese zur Not auch einfrieren bzw. Tieren verfüttern.
  • Kurze Strecken zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren.
  • Ganz Sparsame kaufen sich die Waren dort, wo Sie am billigsten sind: Diskonter bringen meistens jede Menge Ersparnis. Und ein paar Wege mehr (zu Fuß) fördern die Gesundheit...
  • Basislebensmittel beim Diskonter kaufen, Leckereien dann individuell.
  • Prospektmaterial der Lebensmittelhändler bei Möglichkeit studieren - so kriegen Sie auch ein Preisgefühl.
  • Einkaufssackerln mitnehmen, nicht vor Ort kaufen. Idealerweise Taschen oder Roller mitnehmen - ist dann auch praktisch zum Tragen.
  • Pfandflaschen mitnehmen
  • Einkaufkarten (Rabattkarten) nicht vergessen
  • Für Undisziplinierte: Keine Kreditkarten oder Bankomatkarten mitnehmen. Nur abgezähltes Bargeld, damit das Budget nicht überschritten wird.
  • Kleingeld für Einkaufswagerl (oder passenden Chip) mitnehmen, wenn Einkaufswagerl benötigt wird
  • "Hunger ist der beste Koch", lautet ein alter Küchenspruch. Beim Einkauf sollten Sie den Hunger jedoch zu Hause lassen (und vorher dort stillen) - denn im Supermarkt wird dieser zur reißenden Bestie;-)

Tipps beim Einkaufen - Beim Einkauf

  • Halten Sie sich strikt an den Einkaufszettel - außer Sie haben etwas WIRKLICH Wichtiges vergessen und kommen erst im Supermarkt drauf.
  • Kaufen Sie Eigenmarken - in diesen ist häufig die gleiche Qualität wie in den Markenprodukten. Manchmal ist es sogar der gleiche Hersteller.
  • Sonderangebote von Markenprodukten sind oft noch immer viel teurer als ein No-Name-Produkt.
  • Vergleichen Sie die gleichen Produktgruppen punkto Preis - aber achten Sie auch auf das Gewicht.
  • Große Packungen haben nicht immer mehr Inhalt - oft sind Packungen absichtlich mit viel Luft gefüllt.
  • Großpackungen sind häufig günstiger - muss aber nicht immer sein! Hier nicht blind reinfallen sondern ebenfalls vergleichen. Denn wenn Sie doppelt soviel zum gleichen Preis essen (müssen), werden Sie entweder dick oder die Ware verdirbt.
  • Kaufen Sie demnach auch nur Mengen ein, die Sie und Ihre Familie auch essen können/wollen. Gerade bei Sonderangeboten ist man oft verleitet, mehr zu kaufen - Mengen, die dann vielleicht im Mistkübel landen...
  • Obst oder Gemüse außerhalb der Saison ist oft unglaublich teuer und schmeckt zumeist auch (ob der weiten Transportwege oder der zweifelhaften Anbaumethoden) schlechter als das Saisonprodukt.
  • Lassen Sie kleinere Kinder (wenn geht) zu Hause: Diese kosten (spätestens an der psychologisch bösartig ausgekleideten Kassa) normalerweise bei jedem Einkauf ein gewisses "Schweigegeld" und stören Ihre Konzentration beim Einkaufen. Und wenn Sie den Kindern etwas aussuchen lassen, beschränken Sie die Menge bzw. den Preis strikt.
  • Die Waren, die der Supermarkt gerne verkaufen möchte (mit den besten Spannen für den Supermarkt) stehen zumeist in Augenhöhe. Lassen Sie Ihre Blicke ruhig ein wenig nach unten (oder auch nach oben) schweifen.
  • Wie schon bezüglich Kinder erwähnt: Der Wartebereich vor der Kassa ist die Zone für Spontankäufe. Vermeiden Sie diese Käufe.
  • Ablaufware nur dann kaufen, wenn Sie diese auch wirklich brauchen. Was nützt das Sonderangebot, wenn es nicht schmeckt oder es zu früh abläuft bzw. die Qualität nicht mehr entspricht?
  • Achten Sie auch ansonsten auf das Ablaufdatum der Waren - und überlegen Sie, ob Sie die gekaufte Menge im angegebenen Zeitraum auch wirklich konsumieren können.
  • Im Supermarkt wird normalerweise das Regal von hinten nachgefüllt - dort finden Sie also zumeist auch die Waren, die noch länger halten. Besonders bei größeren Einheiten oder Ware, die schnell abläuft, kann man hier einen Blick nach weiter hinten risikieren.
  • Gerade die billigen Angebote am "Schütttisch" (oder "Wühltisch") sind oft Ladenhüter, deren Ablaufdatum schon in die Nähe gerückt ist. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden hier Mengeneinkäufe auch recht alt werden - und vielleicht ungeöffnet im Mistkübel laden.
  • "Bio" ist meistens (aber nicht immer) teurer. Leider.
  • "Made in Austria" bürgt zumeist für Qualität. Auch wenn andere Waren oft günstig erscheinen - wenn Sie diese aufgrund katastrophalem Geschmack wegwerfen müssen, haben Sie nichts gespart.

Tipps beim Einkaufen - Nach dem Einkauf

  • Einkaufszettel analysieren, ins Kassabuch übertragen und sich gegebenenfalls selbst schimpfen:-)
  • Übersichtliches Einsortieren der gekauften Waren - auf das Ablaufdatum achten
  • Abgelaufene Lebensmittel sind fast immer noch genießbar
  • Manche Lebensmittel lassen sich einfrieren...
  • Essen Sie nicht alles, nur damit nichts übrig bleibt - eine Diät kann viel teurer werden.
  • Oft gibt es Tierhalter, die sich über Lebensmittelreste freuen...selten -aber doch- auch Menschen in Ihrer Umgebung...

Übrigens: Wenn Ihr Einkommen nicht das Auskommen sichert und der Einkauf im Supermarkt nicht mehr leistbar ist: In Österreich gibt es seit einiger Zeit auch Sozialmärkte, welche für Menschen mit wenig Einkommen/Pension spezielle Konditionen bieten. Mehr darüber gibt es hier zu lesen: Sozialmärkte in Österreich

Zuletzt verändert: 15. 10. 2018, 12h36